Ich fand die Darstellung der Problematik, wie abhängig Mietende vom Vermieter sind, ziemlich erhellend. Danke
Danke dir! Wobei unsere Motivation ja auch war, Menschen in Mietwohnungen deutlich zu machen, dass sie sich zumindest gegen neue Gasheizungen wehren können und auch sollten, damit ihnen die Rechnungen nicht in zwei, drei Jahren über den Kopf wachsen … wir sind ehrlich gesagt sehr gespannt, inwieweit diese Vorschläge in der Praxis aufgegriffen werden ![]()
Erstmal vielen Dank für das nochmalige Wachrütteln zum Thema explodierende Heizkosten. Ich selbst habe vor zwei Jahren ein Haus gebaut (Holzhaus, Wärmepumpe, 20kW PV) und bin super zufrieden mit den sehr geringen bzw nicht vorhandenen Nebenkosten. Jetzt steht bei meiner Frau ein Erbe/Schenkung über ein älteres Haus (2 Parteien) mit Ölheizung an. Ich bin der Meinung, wir sollten diese durch ein Wärmepumpe ersetzen. Die Frage wäre, ob es das Sinn macht, ob das Haus zusätzlich gedämmt werden müsste, ob es gefördert wird und ob sich das am Ende lohnt. Die Argumentation dagegen: Sollten wir das alte Haus nicht besser durch ein neues ersetzen.
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Abriss und Neubau ist idR in Bezug auf Abfall und CO2 Emissionen ein Killer und sollte in Bezug auf den Aspekt vermieden werden.
Ist ein schlecht gedämmtes Haus mit Ölheizung nicht auch derbe ineffizient?
Allein die Heizkostenvergleiche bei Wärmepumpe und Öl/Gas sind wichtig. Eine Dämmung hilft weiter bei beidem.
Oder was sehe ich da falsch?
Vielen Dank erst mal an die Lage (Hosts und Team) für diesen sehr umfangreichen Themenblock, besonders weil die meisten Lagehörer eher keine Mieter sein dürften.
Dann möchte ich, als Ergänzung zu euren Quellen, noch diesen weiteren Link zum Mieterbund hinzufügen (hoffe ich habe ihn nicht in den shownotes übersehen
), indem die Kosten für Mieter noch mal recht übersichtlich zusammengefasst werden:
GEG – was bedeuten die neuen Regelungen für Mieterinnen und Mieter - dmb.de
edit: Das Wichtigste habt ihr schon im Podcast gesagt, aber dort kann man es nochmal nachlesen.
In der Lage wird ja erklärt, dass der Vermieter nur dann die Kosten der Heizungserneuerung umlegen darf, wenn es eine modernere/effizientere Heizung ist. Wie sieht das denn mit den sog. H2-Ready-Gas-Heizungen aus? Die wären ja, auf dem Papier, mit Wasserstoff betreibbar, und dadurch, grünen Wasserstoff vorausgesetzt, umweltfreundlicher (nachhaltiger im ökologischen Sinne) und auch preiswerter, da nicht von CO2-Abgaben betroffen.
Könnte sich ein Vermieter bei einer Umrüstung auf so eine H2-ready-Gasheizung also doch auf eine Umlagefähigkeit berufen?
Und noch wichtiger: Wie könnte man dagegen argumentieren? Hohe allgemeine Wasserstoffkosten? Geringe Zukunftsfähigkeit, da Einfamilienhausbauer mehrheitlich auf Wärmepumpen umsteigen?
edit: Formulierung
Unfunny Fact: Viele Heizpreise sind an den Gaspreis gekoppelt, bei uns hier zum Beispiel die Städtische Fernwärme. So werden dann mit steigenden Gaspreisen auch eigentlich Klimaneutrale Heiztechnologien teurer….
P.S.: Hier ist die Städtische Fernwärme durch Geothermie gespeist…..
Ich wohne in einer Eigentumswohnung und ich habe eine Wohnung, die ich vermiete. Eine Wohnung wird mit Gas beheizt und bei der anderen wird nur noch Warmwasser mit Gas erzeugt. Welche Optionen habe ich also?
Wärmepumpe? Ist das denn eine Option für Mehrfamilienhäuser. Soweit ich weiß, wird das schwierig wegen Lärmschutz, wenn sie nicht aufs Dach können. Also keine richtige Option.
Also bleibt nur Fernwärme. Hier lese ich bei der Tagesschau, dass Fernwärme nicht günstiger werden soll als Gas: Wie teuer das warme Wohnzimmer noch wird | tagesschau.de
In dem Wohnblock, wo noch Warmwasser mit Gas erzeugt wird, gibt es einen Kostenvoranschlag für die Umrüstung von Gas auf Fernwärme für 500.000€ um 32 Wohnungen. Klingt wenig attraktiv.
Übersehe ich hier was? Für mich sieht es nur nach schlechten Optionen aus.
Interessanter Fall, danke dafür. Zum Verständnis:
- Du schreibst, dass in einer Wohnung nur noch die Warmwasserversorgung über Gas läuft. Wie wird da geheizt, mit Fernwärme?
- Über wie viele Quadratmeter Wohnfläche reden wird da, 2.000?
Auch hier Energieberater fragen. Gibt diverse Möglichkeiten, den Lärm zu reduzieren.
Das ist ja erstmal der Preis für Einfamilienhäuser. Ggf. mal beim lokalen Versorger abgleichen. Rein vom Anreiz wäre es aber natürlich cool, wenn Fernwärme immer günstiger wäre als eine eigene Gasheizung.
Damit wird das warme Wohnzimmer in diesem Jahr erneut teurer. Und ein Blick in die Abrechnung von Elisabeth Bönner zeigt: Das liegt vor allen an hohen Kosten fürs Gasnetz.
Und alleine deshalb wird die Gasheizung keine Zukunft haben. In Fernwärme steckt aktuell häufig auch noch Gas als Hauptquelle (GuD Kraftwerk). Wenn das umgebaut wird, sollte die Kopplung Gaspreis-Fernwärmepreis wegfallen.
Problematisch ist noch, dass der Fernwärmeanbieter ein Quasi-Monopol hat. Hier muss regulatorisch eingegriffen werden. Was den Netzausbau angeht, sollten günstige Kredite bereitgestellt oder langfristige Finanzierungen über Fonds mit viel Sicherheit aber wenig Renditeerwartung erfolgen, wie bei Geothermie schonmal besprochen, z.B. über Pensionsfonds.
Die Gasheizung mag aktuell daher noch die bessere Option sein, in Zukunft ist sie das bei einem Tausch aber nicht mehr. Wenn du jetzt eine neue Gasheizung einbaust, musst du perspektivisch Biogas beimischen und oder auf Wasserstoff umstellen. Das ist dann auch teurer. Die Grafik, die nur Gas mit allem anderen vergleicht ist demnach nicht qualifiziert, da nur Gas ab sofort keine legitime Vergleichsgröße mehr ist, wenn man über einen Wechsel nachdenkt.
Wieso?
Gleiche Situation hier. Bis ich rausgefunden hatte, dass wir für Fernwärme einfach 1:1 den Gaspreis zahlen, hat es ewig gedauert. Wir sind als Mieterinnen einer landeseigenen Vermietung hier trotz Fernwärme komplett aufgeschmissen. Die Wohnungen können nicht an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen werden. Einige Familien hatten für 2022 hier Nachzahlungen bis zu 7.000 Euro im strukturschwachen Spandau. Jeglicher Widerstand, Anwälte, Mieter*innenschutzbünde und das Einschalten der Kommunalpolitik hat nichts gebracht. Alle reden über Gasheizungen, Fernwärme ist für mich ein ebenso großer Betrug.
Ja Heizung läuft schon über Fernwärme.
Ja der Block dürfte ca. 2200qm Wohnfläche haben.
Ich will darauf hinaus, dass im Podcast von der Wärmepumpe als No Brainer gesprochen wird. Nun bin ich mir nicht sicher, wie viele Menschen in Mehrfamilienhäusern auf kleinen Grundstücken in der Großstadt wohnen. Aber für mich beleuchtet das einfach nicht die Realität vieler Eigentümer, wo es dich sehr komplex ist.
Und zu dem Vergleich der Tagesschau. Wenn hier einfach nur fehlt, dass das noch Biogas dazu kommen wird, wäre dieser Artikel ja wirklich Augenwischerei und würde zur Verwirrung der Menschen beitragen.
Wenn allerdings absehbar keine neue Heizung geplant ist, weil die aktuelle Gasheizung im Gebäude teilerneuert ist, haben wir als Mieter im Grunde nur die Möglichkeit die Gaspreise mitzugehen. CO2 Aufteilungsgrsetz greift nicht, so schlecht gedämmt ist es nicht.
Klagen auf hohem Niveau, aktuell zahle ich rund 65€ Gasabschlag bei rund 135qm Mietwohnung…also abwarten ist wohl aktuell die sinnvollste Option
Ich neige dazu zu sagen, dass abgesehen von einer mittelalterlichen Burg sich alles mit einer Wärmepumpe heizen lässt. Wie schon geschrieben hilft hier ein Energieberater.
Aus deinem Holzhaus mutmaße ich, dass dir Nachhaltigkeit wichtig ist. Das macht das dämmen nochmal deutlich teurer. Dank moderner Wärmepumpen, die auch noch bei hohen Vorlauftemperaturen einen guten COP-Wert liefern, amortisiert sich eine normale Dämmung schon häufig nicht - eine nachhaltige erst recht nicht.
LG
Pascal
Hauptsächlich wegen dem Feedback, das ich vor allem hier im Forum sehe aber auch den Einspielern. Das kann natürlich eine verzerrte Wahrnehmung sein, siehst du das denn anders?
Also als Mieter mit Gasheizung habe ich die Diskussion interessiert verfolgt. Sehe da aber für meinen Einzelfall keinerlei Handlungsoptionen außer Umzug in eine kleinere aber teurere Wohnung. Allerdings meist auch mit Gasheizung….![]()
Die Preise für eine warme Bude können auch dadurch reduziert werden, indem man einfach mal die Raumtemperatur um ein Grad senkt. (hatte Habeck mal vorgemacht) Es ist nicht notwendig, dass man im Winter im T-Shirt herumlaufen kann.
Die Preise für eine warme Bude können auch dadurch reduziert werden, indem man einfach mal die Raumtemperatur um ein Grad senkt.
Stimmt. Ich habe auch entdeckt, dass ich mit weniger Heizen auskomme, als ich dachte. Immer gut, sich mal selbst zu überprüfen.
Fairerweise muss man sagen, dass es trotzdem sinnvoll ist, auf umweltfreundliche Technologien umzurüsten, auch wenn Verhaltensanpassung den Verbrauch verringern kann. Beides zusammen bewirkt mehr als eines von beidem.
