[LdN 456] Auswirkung des Deckels der Umlagekosten beim Einbau einer Wärmepumpe

Hi Zusammen,
während ich euch mit viel Kopfnicken zugehört habe, habe ich mal kurz durchkalkuliert, was in meinem konkreten Fall die Deckelung der umlagefähigen Kosten bei Einbau einer Wärmepumpe für Auswirkungen hat. (Disclaimer: Das Haus hat inzwischen dennoch eine Wärmepumpe, da dank eines sehr kreativen Energieberaters zwei Häuser zusammengelegt werden konnten und es sich damit amortisiert).

In besagtem Haus waren die Investitionskosten ziemlich hoch, da alle Heizkörper raus mussten und ich bei der Gelegenheit die dezentrale auf eine zentrale Warmwasserbereitung umgestellt habe. Damit kommen wir aber zu einer Amortisationsdauer von 26 Jahren. Bei einer erwarteten Laufzeit von 25 bis 30 Jahren ist das gerade noch so im Rahmen. Nicht mitgerechnet sind Finanzierungskosten und wenn man es genau nimmt müsste man auch noch die durchschnittlich zu erwartende Rendite betrachten, wenn man das Geld am Kapitalmarkt investiert.

Ich hoffe, der Beitrag ist für jemanden interessant.

LG
Pascal

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Also 110 qm Wohnfläche. Ich gehe von einem vermieteten Einfamilienhaus aus, oder?

Wie hast du den steuerlichen Effekt berechnet?

Genau, 2 Wohnungen a 55qm.
Pauschal 35% der Zwischensumme (Investitionskosten abzgl. Förderung).

Ich konnte nicht wirklich nachvollziehen, warum und auf welcher Grundlage der Einbau einer neuen Gasheizung umlagefähig sein soll. Das sollte doch i.d.R. ein Ersatz sein und keine Modernisierung und somit nicht umlagefähig. Oder wäre das Argument, dass eine neue Brennwertheizung effizienter ist und damit nachhaltig Endenergie einspart im Sinne des §555b Ziffer 1?

Grade die Finanzierungskosten müssen dringend mitgerechnet werden. Das Gesamtinvestment wären bei 4% Zinssatz und 10 Jahrenlaufzeit 21.014,50€. Damit wäre der Reak Even über 31 Jahren und damit später als die zu erwartende Laufzeit der Anlage.

Wenn man die Investmentsumme in einen ETF investieren würde, wäre der wahrscheinleiche Erlös um die 13.000€ (davon muss noch Kapitalertragssteuer gezahlt werden).

Lange Rede kurzer Sinn, dieses Investment kann aus finazieller Sicht nur mit der Wertsteigerung des Objektes begründet werden. Oder die Mietmehreinnahmen müssten nicht 660€/Jahr sondern 840€/Jahr. Dann wäre die Anlage nach 25 Jahren bezahlt.

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Sieht nach pauschal 35% ESt-Rückerstattung aus. Ist wohl bei einem Durchschnittsverdiener realistisch.

Der Instandhaltungsanteil wurde aber noch nicht berücksichtigt.

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Die fallen ja auch bei der alten Heizung an, vermutlich höher als bei der neuen. Der steuerliche Effekt ist also zu hoch. Gleichzeitig sind es aber aber auch die Gesamtkosten.

Bei der Berechnung der Amortisationszeit des Einbaus einer moderneren Heizung musst du halt den Anteil abziehen, den der Einbau einer gleichwertigen Heizung gekostet hätte.

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