LdN 454: Binnennachfrage

Ja ich wäre sehr dafür, dass ihr das Thema mal Behandelt.

Das Thema hat viele wichtige Punkte die da mit rein spielen.

  • Aussenhandelsüberschuss von Deutschland was da eigentlich die europäischen Verträge sagen
  • Agenda 2010 und wie die Euroeinführung uns einen Wettbewerbsvorteil vor den anderen Europäern gebracht hat
  • Staatshaushalt und Schulden im Verhältnis zum BIP

Und bitte Leute einladen die Zusammenhänge erklären können und nicht nur sagen: Schulden sind schlecht, weil ist halt so…

Wünsche hierbei: Isabelle Weber, Adam Tooze, Heiner Flasbeck (Relevante Ökonomik - Heiner Flassbeck) oder Maurice Höfgen oder jeder andere der nicht ein Neoklassischer Ideologe ist.

Nachtrag: Bitte endlich mal verstehen was Bilanzen sind. Wenn der private Sektor in Deutschland zusammen 300Mrd € sparen will muss irgendwer die 300Mrd € Schulden machen. Wer das sein soll muss beantwortet werden, ansonsten ist das Gespräch von vornherein sinnlos.

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Ich bin mir nicht sicher, ob es so leicht ist, diese Aussenhandelsstrukturen zu ändern Ich glaube, wir blicken zu pauschal, Die Boomzeit für Volkswagen in China ist wohl vorbei, die kann man nicht so leicht zurückholen. Allerdings gibt es die Struktur der Hidden Champions, von denen wir auch leben. . .

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Ich denke es wäre sinnvoll einen progressiven Ökonomen einzuladen. ..Der sogenannte “Schluck aus der Pulle” kann natürlich auch die Binnennachfrage stärken, z.b. wenn Bürgergeldempfänger oder Mütter in Rente mehr Geld zur Verfügung haben und es ausgeben. Andererseits verpufft das öffentliche Geld aber, wenn man es z.b. McDONALDS und deren Aktionären gibt

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Diese ganze Einteilung in Konsumausgaben und Investitionen ist so sinnlos wie nur was.

Wer bestimmt denn was sinnvoll ist? Brauchen wir dazu dann auch wieder eine unabhängige Kommission. Immer wenn es um das Geld geht zählt komischerweise das Primat der Demokratie nicht.

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#Binnennachfrage

Macht ein Interview mit Maurice Höfgen.

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Sehe ich genau so. In dem Zusammenhang ist auch das Surplus Magazin als Quelle empfehlenswert. Und die sehr lohnenswerte Gesprächspartnerin heißt Isabella Weber :))

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Das Thema “Binnennachfrage” sollte m.E. unbedingt eingehender diskutiert werden. Durch die entsprechend anderweitige Ausrichtung der verbreiteten neoklassischen Denkschule kommt es viel zu kurz. Letztens habe ich an einer Veranstaltung mit einem renommierten Ökonomen zur aktuellen Wirtschaftslage teilgenommen. In dem ca. 45 minütigen Vortrag kam nicht einmal das Wort “Nachfrage” vor. Dagegen war die Bingo-Karte mit den Begriffen “Strukturreformen”, “Bürokratieabbau”, “Fachkräftemangel”, “Sozialreform”, “Wettbewerbsfähigkeit” nach wenigen Minuten voll.

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In dem Abschnitt zur Verwendung des Sondervermögens ging es unter anderem darum, warum es keinen Wirtschaftsaufschwung gibt. Und das hängt meiner Meinung damit zusammen, dass wir Rezession haben und die Bundesregierung nicht genug dagegen tut. Wenn das Sondervermögen nicht richtig verwendet wird, sollte die Schuldenbremse trotz Sondervermögen aufgehoben werden. Die wirtschaftliche Flaute als Grund sollte reichen. Leider wurde das nicht im Beitrag besprochen.

Ich habe extra einen neuen Account hier beim Lage-Forum erstellt, weil ich den gleichen Vorschlag unbedingt anbringen wollte! Freut mich, dass ihn schon zwei Vorredner angesprochen haben. :slight_smile:

Hier zwei Links, in denen ihr Maurice Hoefgens Arbeit zum Thema einsehen könnt:

Sehr empfehlenswert, und die Idee, ein Interview mit Maurice zum Thema #Binnennachfrage zu machen ist es auf jeden Fall auch!

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Ich fände eine Lage zu dem Thema ebenfalls super. Gute Empfehlungen zu hörenswerten Gästen wurden ja bereits genannt.

Vielleicht lasst ihr euch auch davon überzeugen, dass nicht ein Fachkräfte- oder Arbeitskräftemangel (bei 700.000 mehr Arbeitslosen als 2019 - vor Beginn der Krise) das Problem ist, sondern eben vordergründig die fehlende Nachfrage und auch dadurch “leere” Auftragsbücher. Die Reallöhne sind immer noch auf Niveau von 2019 oder 2020.

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Mehr Arbeitslose und Fachkräftemangel widersprechen sich nicht, da Stelle und Suchender nicht so oft passt, örtlich, inhaltlich.

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Hey Rainbow, ich habe mir auch extra dafür den Account geklickt ;D

Hab grad das Buch von Heiner Flassbeck vor mir liegen. Da kommt gleich zu Anfang auch das Thema Eurokrise in Spanien. Durch Sparpläne wurde Nachfrage entzogen. Die Wirtschaft des Spaniens setzte, zu 75% auf Binnennachfrage. Aus der Kombination resultierten dann weiter stagnierende Wirtschaft und massive Arbeitslosigkeit. Abwärtsspirale.

Die spannenden Fragen sind dann wohl wie viel wir erreichen könnten mit Konjunkturpacketen in Abhängigkeit unserer Binnennachfrage. Und wie schnell könnte man überhaupt aus der deutschen Exportwirtschaft Mehrwert für den Binnenmarkt erhöhen?

Achja - und natürlich können wir (Europa / Deutschland) in € nicht pleite gehen. Und trotzdem denke ich, dass man volkswirtschaftlich Geldhorte minimieren müsste. Also Orte an denen das Geld liegen bleibt und nicht mehr als Schmierstoff für die Wirtschaft dienlich ist.

Kann alles sein aber vor allem muss man das Monetär bewerten.

Und Fachkräftemangel ist es ja schon, wenn sich auch eine Stelle nicht mehr 100 bewerben sondern nur noch 10. Das sind die Firmen oft nicht gewöhnt und jammern lieber.

Man könnte als Firma auch mal aus der Vollkaskomentalität (was ja auch gerne von den Neoliberalen Ökonomen z.B. IFO Chef Fuest den Bürgern vorgeworfen wird) aussteigen und selber mehr in die Bildung der Belegschaft investieren. In schwierigen Zeiten wird da bei den meisten Firmen zuerst der Rotstift angesetzt.

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Ich möchte mich gegen Maurice Höfgen als Gast in der Lage aussprechen. Ich sehe ihn primär in der Rolle eines wirtschaftswissenschaftlich bewanderten, aber meinungsstarken Podcaster/Journalisten, nicht in der eines Experten. Bisher hat die Lage immer? meistens? Expert:innen und Politiker:innen eingeladen, aber keine anderen Podcaster:innen, deren Podcasts zur Meinungsbildung ja bereits zur Verfügung stehen. Ich weiß nicht, warum die Lage das so handhabt, aber meinetwegen kann das gerne so bleiben!

Es ist auch kein origineller Interviewwunsch. Da Höfgen hier ständig vorgeschlagen wird, will ich das einmal loswerden.

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Seit wann schließt das Eine das Andere aus? Sorry, aber das ist einfach albern.
Es gab schon viele „Aktivisten“ im Interview mit der Lage, seien es Vertreter von Pro Asyl, Allianz Pro Schiene - oder die unzähligen Interviews mit Ronen Steinke, der ebenfalls primär Journalist ist (und auch Podcaster btw.). Auch in sicherheitspolitischen Fragen wird auf die klassischen Podcaster zurückgegriffen (Thomas Wiegold von Sicherheitshalber z.B. ist ebenfalls primär Journalist und Podcaster und vertritt ebenfalls klare Meinungen… aber dessen Meinungen werden eben von den Putintreuen abgelehnt, Höfgens Meinungen eher von den wirtschaftswissnschaftlich konservativ-liberalen…)

Darfst du gerne loswerden, aber deine Argumente halte ich für schwach. Er wird immer wieder als Interviewpartner vorgeschlagen, weil er im Prinzip die lauteste Stimme der „linken Ökonomen“ im Social Media-Bereich ist. Es gab auch schon Interviews mit sehr vielen konservativen Ökonomen (z.B. Veronika Grimm…), warum also nicht mal die Gegenseite anhören?

Wenn du klare inhaltliche Argumente vorgebracht hättest, okay. Aber was du hier vorbringst riecht mir doch sehr nach „der vertritt die falschen Positionen“.

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Zeig mir den Ökonomen, der nicht nur Meinungsstark seinen Standpunkt vertritt. Wenn das der Anspruch ist brauchst du auch keinen mehr aus den Instituten einladen. Die sind alle (links wie rechts) ideologisch geprägt.

Vor allem bei den Neoklassikern (Mainstream) gibt es immer Ausreden warum das Modell nie die richtigen Prognosen geliefert hat. Aber die Aussagen dieser “Wissenschaftler” werden trotzdem unhinterfragt stehen gelassen.

Beispiele:

  • Schulden für ein Staat sind schlecht. => Warum?
  • Bürokratie ist zu viel. => Welche genau?
  • Sozialstaat ist zu groß. => Warum ist das schlecht. Stichwort Nachfrage.
  • Mindestlohn ist zu hoch. => Warum? Auch hier Stichwort Nachfrage.

Bei jemandem mit seiner Reichweite kann man das allerdings auch umdrehen.
Wenn er derart oft vorgeschlagen wird, dann vermutlich in der Hoffnung, dass er „die richtige Position“ vertritt. Denn die ist ja weithin bekannt.

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Ich habe bewusst keine inhaltlichen Argumente vorgebracht, weil es mir nicht darum geht. Der Overlapp zwischen ihm und mir könnte 100% (statt nur 80%) sein und ich hätte das gleiche geschrieben.

Dann mal so gewendet: Höfgen wurde zigmal empfohlen, die Lage ist nie darauf eingegangen. Bevor jetzt scharenweise Hörer:innen enttäuscht sind, könnten wir ja mal überlegen, warum er nicht eingeladen wird. An Höfgens Inhalten wird es nicht liegen und seine Themen sind regelmäßig Thema in der Lage, also warum dann? Meine Vermutung habe ich ja schon genannt. Was ist eure?

Ich sehe es nicht zielführend hier zu spekulieren, wieso die Lage bisher nicht auf den Vorschlag Höfgen mal einzuladen eingegangen ist. Jeder, den das Thema interessiert, ist spätestens hier im Forum auf Höfgen aufmerksam gemacht worden, man kann sich selbst einen Eindruck verschaffen.

Wenn man unbedingt einen Wirtschaftswissenschaftler will, der auch schon mal als Staatssekretär im Finanzministerium gearbeitet hat und als Chef-Ökonom beim UNCTAD. Könnte man auch Heiner Flassbeck einladen.

Und noch eine Anmerkung. Die Zeiten des Wirtschaftswunders in Deutschland hat die heute vorherrschende Neoklassik gar nichts zu melden. Zu der Zeit war Keynes angesagt.

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