Das Argument hat Livia Gerster ja auch in der aktuellen Lage noch mal zitiert. Es ist aber einfach falsch: Es leben lediglich etwa 400.000 geflüchtete Menschen in Deutschland, also 0,5 % der Bevölkerung, deren Status unklar ist, also im Verfahren. Weitere 2,7 Mio leben zu Recht in D, also mit anerkanntem Schutzstatus. Nur rund 180.000 Menschen müssten theoretisch ausreisen, in vielen Fällen sind sie aber auch geduldet, zB weil ihnen im Herkunftsland Folter oder unzureichende medizinische Versorgung drohen würde.
Bei diesen Zahlen ist klar: ca. 4% der Bevölkerung insgesamt können schon rein zahlenmäßig nicht ernsthaft dafür verantwortlich gemacht werden, wenn in D irgendetwas nicht klappt, weder in der Schule noch sonst irgendwo. Die einzige echte Herausforderung ist die erste Unterbringung in einigen Kommunen - da müsste der Bund konsequent die Kosten tragen, dann wäre
das Problem auch schnell gelöst.
Man kann also nicht davon sprechen, dass Deutschland durch Migration große oder gar unlösbare Probleme habe - und die vielen positiven Aspekte von Migration habe ich noch nicht einmal genannt. Was Migration angeht, haben wir ein Problem im Kopf.