LDN 417 Strompreiszonen

Weil ich keine Zeit hatte, den Podcast mit Lion Hirth zu hören, hier die wichtigsten Punkte von ihm, zusammengefasst mittels KI:

Hauptaussagen

  • Die deutschen Übertragungsnetze stoßen immer öfter an ihre Kapazitätsgrenzen.

  • Jährlich fallen etwa 5 Milliarden Euro an Kosten an, um die einheitliche deutsche Strompreiszone aufrechtzuerhalten.

  • Hirth sieht eine wachsende Ineffizienz im Stromnetz, erwartet aber keinen bevorstehenden Blackout.

Probleme des aktuellen Systems

  • Wenn Übertragungsnetze den Strom nicht gleichmäßig verteilen können, entstehen hohe Kosten.

  • Windkraftanlagen und Solarparks müssen abgeschaltet werden, während andernorts teure Gaskraftwerke einspringen müssen.

  • Der Netzausbau wird laut Hirth dauerhaft zu langsam sein, um die Engpässe zu beseitigen.

Vorgeschlagene Lösung

Hirth und seine Kollegen empfehlen eine Aufteilung der deutschen Strompreiszone. Dies würde:

  • Redispatch- und Abregelungskosten drastisch reduzieren
  • Erneuerbare Energien effizienter einspeisen
  • Netzdienliches Laden von Batterien ermöglichen
  • Reale Lastverschiebung bei Verbrauchern bewirken
  • Anreize für den Bau erneuerbarer Erzeuger an geeigneten Standorten schaffen

Hirth schlägt sogar „lokale Strompreise“ mit über 500 Preiszonen vor, was jedoch in einigen Regionen zu höheren Strompreisen führen könnte.

Internationale Vergleiche

Skandinavische Länder haben bereits Strompreiszonen eingeführt:

  • Norwegen: 5 Zonen
  • Schweden: 4 Zonen
  • Dänemark: 2 Zonen

Die Ergebnisse der europäischen „Bidding Zone Review“ zur Überprüfung der Gebotszonen werden voraussichtlich im Frühjahr 2025 veröffentlicht.