Ich sehe die Grünen in das gleiche Problem reinlaufen, wie die Demokraten in den USA. Bei Konservativen/Rechten sind sie verschrien als wahlweise unwählbar inkompetent oder linksradikale Umstürzler. Gleichzeitig sind sie für dezidiert Linke und klassenbewusste ArbeiterInnen unattraktiv, da sie im Zweifelsfall bereit sind jede zweite linke Forderung für eine neoliberal-progressive austauschen, wenn es hart auf hart kommt.
Ich war schon enttäuscht, dass von Habeck keine wirkliche Forderung zum Klimageld kam (man soll es vorbereiten, falls man es dann später braucht, aber man soll es nicht schon früher einsetzen?!) und sowohl zum Thema Miete (mehr Bauen, durch Anreize für die Bauindustrie) und Vermögen/Erbschaft (de-facto gegen stärkere Besteuerung von Erbschaften, Vermögenssteuer nur ab Milliardärsstatus) maximal „mittige“ Aussagen kamen.
Die Argumentation zum Windkraftgesetz und der Situation in NRW hab ich auch nicht ganz nachvollziehen können, aber da bin ich nicht genug im Thema drin, um das wirklich einschätzen zu können.