LdN 374 - PIN-Brief zum ePerso, Portokosten?

Liebes Lage-Team,

Ihr sagt in der LdN 374, dass der PIN-Brief ePerso nicht mehr veschickt wird, weil dem Staat die Porto-Kosten zu hoch sind.

Ich finde das Argument irgendwie schwierig. Wenn ich da jetzt einen Termin beim Amt mache und mir gegenüber sitzt eine Person, die, sagen wir mal, mit E7 TVÖD bezahlt wird, dann kostet die den Staat in Vollzeit pi mal Daumen 4k Euro im Monat (weitere Kosten für Büro, Arbeitsmaterial etc. nicht eingerechnet), also ungefähr 25 Euro pro Stunde. Selbst wenn der Termin nur 5 Minuten dauert, dann sind das doch immer noch mehr als 2 Euro, also mehr, als ein automatisiert verschickter Brief an Porto kosten würde?

Übersehe ich da was? Ist die Antwort vielleicht: Die Person ist ja sowieso da, und wenn sie das macht, dauern andere Sachen halt länger, aber das verursucht keine direkten(!) Kosten?

Viele Grüße,
Heiko

Habe die Sendung nicht mehr in Erinnerung…
Kann nur sagen,das ich einen neuen Personalausweis brauchte und das die Pin per Post mir von der Stadt zugeschuckt wurde.

Du übersiehst nichts. Wird in der LdN ja auch angesprochen, dass man Kosten zu den Kommunen verschiebt, die dafür Personal bereitstellen müssen.

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Das sind zwei verschiedene Haushalte.
Vorher war es eine Bundesbehörde, die aus dem Bundeshaushalt bezahlt wurde.
Die Kosten für die Mitarbeiter des Bürgerbüros o.ä. werden aus dem kommunalen Haushalt bezahlt.
Die Kosten für diesen Service werden also in der förderalen Hierarchie nach unten geschoben.

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Tatsächlich ist es noch deutlich mehr. Die Personalkostentabelle des Landes Hessen gibt schon für 2021 durchschnittliche Personalkosten für eine Person mit E7 ohne Arbeitsplatzkosten von über 5.700 Euro an. Wirklich traurig, wenn es hier nur darum geht, Kosten vom Bund auf die Kommunen abzuwälzen.

Kommt der PIN Brief nicht von der Bundesdruckerei?