Last uns mal Verteidigung anders denken!

Die Nato (mit der und insbesondere die USA, aber auch andere Wackelkandidaten) ist nicht mehr verlässlich bezüglich Artikel 5 Bündnissfall.

Zeitgemäße Bewaffnung wird immer teurer und erstickt alles andere mit Schuldenfinanzierung.

Niemand kann alleine oder mit wenigen mutlosen Verbündeten sich gegen die Großmächte verteidigen und einen Angriff erfolgreich abwehren.

Lasst uns eine Änderung der Taktik denken. Afghanistan und die Schweiz als Vorbild.

MOTTO: Versucht uns zu erobern und euer Regime aufzudrücken, ihr werdet es bereuen.

Wir brauchen eine kleine Berufsarme, die kleine Angriffe und Provokationen und im Verteidigungsfall mit High Tech ein paar Tage Zeit schinden kann. Eine Bedrohung anderer und auch nach Innen darf diese Armee auf keinen Fall sein.

Und wir brauchen wir eine: eine Widerstandsarmee.

Alle Bürger 18 bis zur Pflegebedürftigkeit werden ausgebildet und immer wieder geschult (Waffen, Smal Arms, Panzer Abwehr, Drohnen und kleine Geschütze, Sprengstoff, erste Hilfe und Brandschutz, Katastrophen Hilfe, Taktik des Widerstandes, psychologische Kriegsführung, Staatsbürgerkunde im Sinne der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie der Achtung der Menschenrechte und Schutz von Schutzbedürftigen ergänzt um Umgang mit Konflikten untereinander ausgebildet und sensibilisiert. Vielleicht auch ein bißchen Patriotismus und Nationalstolz erwecken, ohne andere nieder zu machen)

Dezentral je Gemeinde werden Waffen, Sprengstoffe, Vorräte, Treibstoff … im Zeughaus bei der Feuerwehr eingelagert.

Im Falle des Überschreiten der Grenze durch Angreifer (Verteidigungsfall) wird die Ausrüstung ausgegeben und teilweise privat versteckt als Vorrat für die Zukunft.

Das freiwillige Bürgerheer stellt sich mit der Berufsarmee dem Angreifer. Niemand ist verpflichtet, alles freiwillig. Wahrscheinlich erfolgt natürlich bei Übermacht die Besetzung.

Ist das Land dann besetzt werden die Besatzer von der im Widerstand geschulten Bevölkerung immer und überall angegriffen. Kollaborateure werden geschnitten und ebenfalls geschädigt wenn immer möglich. Ziviler Widerstand, Sabotage und Attentate auf Militärische Einrichtungen sollen immer drohen.

Gleichzeitig läuft eine Kampagne, die dass alles erklärt, um auch im Land der Angreifer und Weltweit vielleicht Verständnis zu wecken.

Billig, mit Stärkung der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, ohne Bedrohung von anderen und ohne Atomare Doktrin.

Mal sehen wie lange ein Besatzer das durchhält. Erst werden sie brutal werden, dann wird der Widerstand noch mehr steigen, dann wird es ihnen zu teuer und sie verlassen das Land. Die Schweizer haben die Habsburger und Napoleon rausgeworfen, die Afghanen Britannien, Sowjetunion und die USA.

Oder müssen wir alles machen wie schon immer, agressiv, gefährlich, mit Fahneneid, Wehrpflicht und Berufsarmee als Staat im Staat. Und extrem teure Großgeräte, die einer Elite gute Einnahmen bringt?

Vielleicht gibt es eine Alternative, ich lasse mir auch gerne was anderes vorschlagen, nur Leo II, F35, Star Wars Satteliten und Iron Dome geben nur eine Scheinsicherheit.

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Das was du da letztendlich vorschlägst, bewaffneter Widerstand aus dem Untergrund, erfordert viel Mut, Durchhaltevermögen und die Akzeptanz, viele zivile Opfer hinzunehmen.
Siehe das Vorgehen von Wehrmacht und SS im zweiten Weltkrieg.

Eine starke Resilienz wie in Finnland oder Schweden zu erzeugen, also das die Gesellschaft auch unter den Entbehrungen und Einschränkungen eines Krieges funktioniert, das scheint realistischer.

Wenn jemand schon nicht zur Wehrpflicht bereit ist, warum solltest dann Widerstandskämpfer werden mit der Gewissheit, bei Gefangennahme sofort erschossen zu werden?

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Ich fühle mich auch nicht wohl mit dem wissen, dass in allen Dörfern und Städten dezentral Waffen gelagert werden. Im Zweifel wird es so für Terrornetzwerke/ Reichsbürger/ etc. noch einfacher am Waffen zu gelangen. Allein vor der Möglichkeit, dass ein bewaffneter Widerstand aus dem Inneren einfacher wird, gruselt es mich.

Klar, gibt es auch in der Bundeswehr zwielichtige Gestalten. Aber Im Großen und Ganzen ist die Bundeswehr besser kontrollierbar

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Wer einen Weihnachtsmarkt in die Luft jagen will oder tatkräftiger Anhänger von Heinrich XIII. Prinz Reuß ist, muss dann nur noch ins Spritzenhaus einbrechen. Im Hinblick auf die Innere Sicherheit halte ich das für keinen guten Vorschlag.

Wenn ich Revue passieren lasse, wie wenig Widerstand es im Nationalsozialismus und in der DDR gab und wie viel Wegsehen, Vorschriften befolgen und Denunziantentum, dann erwarte ich von einer Widerstandsarmee tatsächlich nichts. Wer sich im Hinblick auf eine Musterungsuntersuchung, über die Frauen nur müde lächeln können, ins Hemd macht, soll mit dem Risiko, in der Lubjanka zu landen, auf einmal seinen Mut entdecken?

Ich traue “uns” - das schließe ich mich ausdrücklich ein - bzgl. Widerstand in einer Diktatur wenig zu. Selbst wenn sich Menschen in Widerstandsgruppen zusammenfinden, wird es genügend Mitmenschen geben die sie verpfeifen.

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Das ist auch mein Problem an der Idee. Grundsätzlich scheinen mir dezentrale, zivile Verteidigungskonzepte ergänzend zu einer Berufsarmee sinnvoll, und ich würde mich für solche Trainingsprogramme freiwillig melden, schon allein um im Ernstfall mich und meine kleine Familie selbst potentiell verteidigen zu können, statt einfach komplett ausgeliefert zu sein - wäre da nicht die Sorge, dass wir am Ende einen Haufen (Rechts-)terroristen kostenlos trainieren und ausstaffieren, die uns dann im entscheidenden Moment in den Rücken fallen, oder gleich einen Putsch anzetteln - diesmal auch noch mit entsprechendem Skillset.

Was ich gerne sehen würde: Mehr Programme für Zivilist_innen, die für den Wehrdienst nicht in Frage kommen, sich aber freiwillig für den Verteidigungsfall für Tätigkeiten melden würden. Training an der Waffe - nur mit erweitertem Führungszeugnis, Psych-Test und unter knallhartem Ausschluss von Antidemokraten und verfassungsfeindlichen Gesinnungen jeglicher Couleur.

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Was ich für sinnvoll halte:

  • Erste-Hilfe-Kurse ab 14-16 Jahre, danach für alle dann alle zwei Jahre Auffrischung im Betrieb oder lokalen Einrichtungen, kostenlos, aber verpflichtend, für Rentner gerne freiwillig.

  • kommunale und lokale Informationsveranstaltungen und Trainings, freiwillig; wie funktioniert ein Notstromaggregat? Wie ist die Wasserversorgung aufgebaut, welche Notfalleinrichtungen gibt es in unmittelbarer Umgebung; gerne unter Einbeziehung von Freiwilliger Feuerwehr und THW;

  • dazu in jeder Stadt und Kommune durchdachte und stetig aktualisierte Notfallkonzepte

Das als Basis für die Bevölkerung;

Die Bundeswehr als gut trainierte und modern ausgestattete Berufsarmee; gut bezahlt, demokratisch verankert;
Dazu Heimatschutzbrigaden für Reservisten und freiwillig Wehrdienstleistende, lokal eingebunden und vernetzt mit zivilen Akteuren;

Dazu auch Betriebe und Unternehmen in Resilienz schulen, u.a. Cybersicherheit, Notfallpläne;

Einiges gibt es schon, aber sowas auf feste Strukturen stellen, brächte uns weiter;

Obwohl da sich auch viele beschweren werden, weil sie was für die Allgemeinheit tun sollen :wink:

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Gut, hier gibt es nur ein Problem: Wir haben nicht so viele Berge :neutral_face:

Denn wenn man es runterbricht, ist die Topographie bei diesen Ländern der entscheidende Faktor. Die Schweiz wurde genau deshalb seit über 200 Jahren nicht mehr angegriffen und Afghanistan hat auch nicht ohne Grund den Spitznamen The Graveyard of Empires erhalten.

Solche Länder einzunehmen, ist ein militärisches Himmelfahrtskommando. Egal wie militärisch übermächtig, alles muss durch enge Bergpässe oder Täler, in denen die Verteidiger jederzeit von oben herab angreifen können und das aus natürlichen Bunkern heraus (Luftüberlegenheit bringt nicht sonderlich viel, wenn der Gegner sich in einem Berg verstecken kann).

Hier das ganze mal topographisch im Vergleich:



Auf der letzten Karte lässt sich die Nordeuropäische Tiefebene gut erahnen.
Alles von Weißrussland bis Holland ist komplett flach und besitzt ausgebaute Infrastruktur (anders als in der Ukraine bspw.). Das ist für schnelle Vorstöße von mechanisierten Verbänden ideal.


Dies ist ebenfalls relevant, wenn man sich die militärischen Bündniskonstellationen im Fall eines russischen Angriffs auf bspw. das Baltikum ansieht:


Das Baltikum ist militärisch gesehen in einer desaströsen Lage.
Durch die Kaliningrad Exklave (Königsberg) und Weißrussland könnte die Suwalki-Lücke bekanntlich innerhalb eines Tage geschlossen werden. Dann müsste die Versorgung des Baltikums per Luft oder per Ostsee erfolgen, was jeweils Hoheit in diesen Bereichen erfordert! Außerdem ist dies logistisch selbst bei Lufthoheit oder Seehoheit deutlich komplexer als eine Landverbindung.

Zugegeben ist die Karte etwas spekulativ von mir markiert, aber es zeigt das russisch strategische Kalkül hinter der Einflussnahme im Balkan.
Russland nimmt dort nicht so viel Einfluss, weil sie Ungarn oder Rumänien so toll finden, sondern weil es im Fall der Fälle eine massive Frontverkürzung darstellen würde.

Sprich: diese Länder müssen gar nicht zu Satelliten oder Verbündeten gemacht werden, es reicht für Russland, wenn sie sich schlicht raushalten!

Und genau deshalb ist die Ukraine auch so entscheidend für Russland. Ohne die Ukraine als eigenes Territorium oder politischen Satellit kann diese Strategie von Russland niemals funktionieren.

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Ich habe da durchaus Zweifel, ob

  1. Russland die Suwalki-Lücke wirklich schließen und halten könnte
  2. Russland das Baltikum erobern könnte, bevor die NATO Kaliningrad im Zweifel in Schutt und Asche bombt, um eine neue Landbrücke in’s Baltikum zu schaffen

Mir erschließt sich nicht ganz, warum das Baltikum aus europäischer Sicht stärker gefährdet sein soll als Kaliningrad aus russischer Sicht. Kaliningrad kann schon zum Status Quo nur über den Seeweg (quer durch die Küstengewässer von NATO-Staaten) versorgt werden, wenn Litauen die Landwege schließt, dafür müsste man nicht mal etwas erobern. Das Baltikum hingegen von Finnland oder Polen auf dem Seeweg zu versorgen dürfte signifikant einfacher sein, zumal die russische Flotte in der Ostsee nun wirklich nicht allzu mächtig ist. Ich glaube, das erste, was bei einem großen Krieg zwischen Russland und der NATO passieren würde, wäre, dass sämtliche Seestreitkräfte Russlands in der Ostsee vernichtet werden. Gerde im Bereich der Marina hat Russland der NATO ziemlich wenig entgegen zu setzen.

Die Suwalki-Lücke ist nur dann ein Problem, wenn wir Russland - wie aktuell leider - die absolute Hoheit über die Eskalation überlassen. Daher: Russland besetzt die Suwalki-Lücke und wir wollen wieder nur deeskalieren und lassen Russland gewähren, während Russland langsam das Baltikum einnimmt.

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Also quasi Werwolf-Verbände in ganz Deutschland. Haben die Nazis schon nicht hinbekommen und würde auch bei uns scheitern. Zumal das genau die Art von Militarisierung wäre, die aus Deutschland ein ähnlich problematisches Land wie die USA machen würde. Jeder Vollidiot hätte Zugang zu Waffen, weil Waffen plötzlich allgegenwärtig wären (es würde ständig zu Diebstählen kommen, wenn größere Mengen Waffen in den Zeughäusern der Feuerwehren gelagert wären…). Sorry, aber da bin ich absolut nicht für zu begeistern.

Wir sollten lieber in die Richtung gehen, die ich in der Wehrdienst-Debatte immer vorgeschlagen habe: Statt eines Wehrdienstes sollte jeder interessierte Bürger die Möglichkeit haben, eine militärische Grundausbildung zu machen. Zwei mal sechs Wochen - das lässt sich selbst für jeden Studenten und Arbeitnehmer machen, wenn das Interesse da ist.

In dieser Grundausbildung werden die militärischen Basics vermittelt und natürlich werden den Leuten auch Optionen für das Berufssoldatentum und die Reserve nahegelegt. So könnten wir m.E. problemlos genug Nachwuchs für die Bundeswehr finden, ohne tief in die Freiheit der jungen Menschen eingreifen zu müssen. Und es würde die Resilienz der Bevölkerung generell erhöhen, wenn möglichst viele Bürger diese militärische Grundausbildung absolvieren würden (von den anderen Vorteilen, z.B. erweiterte Erste-Hilfe-Ausbildung für alle, Kennenlernen der körperlichen Grenzen usw. mal ganz abgesehen).

Ich bin daher weiterhin der Meinung, dass wir eine Grundausbildung für alle, die es freiwillig tun wollen, anbieten sollten. Zwei mal sechs Wochen - ohne jede Verpflichtung (wer aufhören will, kann dies jederzeit tun…). Der Einstieg sollte halt vor allem niedrigschwellig sein.

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Hm, weiss nicht. Das erinnert mich ein bisschen daran wie sich die Hams im Gazastreifen verschanzt hat, aber so richtig effektive Abschreckung hat das nicht gezeigt.

Sehe ich ähnlich. Guerilla-Kampfführung bedeutet genau das, was die Hamas getan hat: Aus der Zivilbevölkerung heraus kämpfen, die Zivilbevölkerung damit als Schutzschild missbrauchen. Das ist letztlich der Kern von Guerilla-Kampfführung, wie sie z.B. auch der Vietcong sehr effizient eingesetzt hat.

Wenn wir uns auf diesen Pfad begeben können wir nie wieder die Hamas für ihre Art der Kriegsführung kritisieren. Genau aus diesem Grunde habe ich es ja auch kritisiert, als die Videos rumgingen, in denen Ukrainerinnen Molotovcocktails hergestellt haben, um sie aus Wohnblöcken auf russische Soldaten zu werfen. Einerseits absolut verständlich, es ist letztlich Notwehr eines angegriffenen Volkes. Andererseits wird das dann zwangsläufig zum Grosny-Szenario führen, daher die Russen werden jeden Wohnblock, in dem auch nur ein einziger Molotov-Werfer vermutet wird, zum legitimen Ziel erklären, wodurch die Zahl der zivilen Opfer massiv steigen wird. Das ist das Problem, wenn die Grenze zwischen „Kombattant“ und „Nicht-Kombattant“ verschwimmt - und genau das wäre das Resultat des Vorschlags von @Nafets

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Eigentlich schade, der Titel war sehr vielversprechend, aber im ersten Satz - sprich das zweite Wort war schon NATO. Ich hätte erwartet, dass wir den Scope auch mal in Frage stellen und vielleicht auch EU denken.

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Würde heißen EU statt NATO? Also NATO auflösen?
Komplett neue Strukturen für eine EU zur Verteidigung erarbeiten? Oder müssten wir doch erstmal NATO-Strukturen nutzen, weil wir sonst nix haben?

Kerneuropa. Eine Art Koalition der Willigen.
Die USA haben sich doch verabschiedet bzw. Europa eher zum Gegner erklärt. Jedenfalls kann man sich auf sie nicht verlassen.

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Prinzipiell ist das richtig. Praktisch ist es aber so, dass die Russen praktisch täglich Wohnblocks angreifen, aus denen keine Molotov-Cocktails geworfen wurden.

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Das ist schon klar, ich will die Russen definitiv nicht in Schutz nehmen.
Aber es ist doch klar, dass diese verschwimmende Grenze es den Russen umso einfacher macht, diese Strategie zu rechtfertigen. Und dass im Krieg in der Tat gilt, dass höhere Zahlen ziviler Opfer in Kauf genommen werden dürfen, wenn durch eine Aktion auch bewaffnete Gegner ausgeschaltet werden (Stichwort: „Waage der Verhältnismäßigkeit“).

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gegner unsere Wohnblöcke nicht zum Kriegsziel erklärt, steigt jedenfalls nicht, wenn aus diesen Wohnblöcken Guerilla-Kämpfe geführt werden. So weit sind wir uns denke ich einig. Dass böswillige Akteure wie Russland auch Wohnblöcke angreifen, um die Bevölkerung zu terrorisieren und zur Aufgabe zu zwingen, ändert daran erstmal nichts.

Ja.

Mir war wichtig, darauf hinzuweisen, dass auch dann, wenn wir uns an Regeln halten, es nicht sichergestellt ist, dass das auch andere tun (bei manchen mehr, bei anderen weniger).

  • kommunale und lokale Informationsveranstaltungen und Trainings, freiwillig; wie funktioniert ein Notstromaggregat? Wie ist die Wasserversorgung aufgebaut, welche Notfalleinrichtungen gibt es in unmittelbarer Umgebung; gerne unter Einbeziehung von Freiwilliger Feuerwehr und THW;

kann jede:r gerne in die FFW oder ins THW eintreten. Aber ich bezweifle, dass sich so ein Programm einfach stemmen lässt.

FFW und THW sind Ehrenamtler. Ich kenne da viele Leute, die da verdammt viel Zeit und Energie reinstecken. Aber da kannste ja nicht mal eben sagen: macht bitte jetzt noch zusätzlich regelmäßige Trainings für die Bevölkerung.
Zumal mir der Inhalt ein Rätsel ist. “Wie funktioniert ein Notstromaggregat?” bringt dir nichts, wenn du nicht auch eins hast. Für “wie schaltet man es ein?” brauchst du kein Training und wenns drum geht, es auch warten und reparieren zu können, ist ne einmalige Trainingsveranstaltung nicht ausreichend. Da können die Leute dann gleich richtig ins THW / in die FFW eintreten.

Man kann bei so technischen Dingen leider auch jede Menge falsch machen und damit sich und andere in Gefahr bringen. Also was ist der Zweck so eines Trainings? Kritische Infrastruktur aufrecht erhalten (Wasserversorgung, Stromversorgung etc) sollte man Menschen überlassen, die mehr als mal 2h Training gemacht haben. Und für die Selbsthilfe (Notfallvorräte, Schutzräume etc) gibt es bereits super viele Infos, z.B. vom BBK. Man muss da nur googeln, da braucht es keine Infoveranstaltungen dafür.

EH Kurs regelmäßig auffrischen ist definitiv sinnvoll. Kann jeder ja auch ohne Pflicht schon jetzt machen. Sollte bei Pflicht dann aber auf jeden Fall kostenlos sein, zumindest für Menschen mit geringem Einkommen/Vermögen. Aber auch da frage ich mich, woher die Kapazitäten kommen sollen, das für die gesamte Bevölkerung anzubieten. Man müsste ja erstmal Leute ausbilden, die dann diese Kurse geben können. Und allein mit Ehrenamtlern wird das nicht mehr zu stemmen sein. Also auch das kostet echt richtig Geld. Und vermutlich müsste man die Leute ja auch von ihrem Job freistellen um am EH Kurs teilzunehmen. Wenn die Wirtschaft schon wieder über das Streichen von Feiertagen diskutiert, damit wir alle mehr arbeiten, sehe ich da auch schwarz für die Kooperationsbereitschaft der Verbände…

Ich kann jedem nur empfehlen sich bei den Blaulicht-Organisationen zu engagieren.

Die Vorstellung, dass ein Krieg mit dem formalen Überschreiten einer Staatsgrenze durch uniformierte Trupppen beginnt, stimmte schon 1939 nicht mal mehr. Und seitdem hat sich noch mal sehr viel mehr verändert. Ein Angriff gegen Deutschland dürfte viel wahrscheinlicher darauf abzielen, das Land „lahmzulegen“ und es militärisch, politisch und ökonomisch zu neutralisieren, als möglichst viele Quadratkilometer Territorium der BRD zu besetzen.
Darauf liefert das vorgeschlagene dezentrales System m. E. eine Antwort. Was es etwa besser ausrichten können soll bei der Aufklärung, der Abschreckung oder der konkreten Verhinderung eines Luftangriffs z. B. auf die Energieinfrastruktur, hab ich noch nicht verstanden.

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Was in der Sicherheits-Diskussion auch völlig fehlt, ist die Abhängigkeit von Öl und Gas, also Russland, USA und Saudi-Arabien. Es wird versucht, die Energien, die uns tatsächlich autark werden lassen würden, zurückzubauen. Das ist nicht logisch! Ohne Öl fahren auch keine Panzer. Wenn man die EE richtig pushen würde, könnte man sich das Öl für Panzer sparen, vereinfacht ausgedrückt. Etwa so im Interview mit Annika Joeres, erster Teil des Podcasts:

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