Hi zusammen!
Beim Thema Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen drehen wir uns seit Jahren im Kreis: Die einen fordern zu Recht steuerliche Gerechtigkeit und das Schließen von Schlupflöchern, die anderen warnen vor Liquiditätsengpässen und Substanzzehrung im Mittelstand, sobald der Generationenwechsel ansteht.
Ich habe dazu ein überparteiliches Open-Source-Konzept ausgearbeitet – das „Transformationskonto“. Die Grundidee: Wir entkoppeln den Besteuerungsanlass vom zufälligen Erbfall und wandeln den krisenhaften Steuerabfluss in einen verlässlichen, 30-jährigen Reinvestitionszyklus um.
Die Kernmechanik im Detail:
1. 100 % Zweckbindung statt Steuerabfluss: Erbschaftsteuerpflichten können vollständig neutralisiert werden, indem die Mittel über 30 Jahre hinweg zweckgebunden im Betrieb oder der Region reinvestiert werden (z. B. Dekarbonisierung, IT-Transformation, Betriebskitas oder regionale Bildungsprojekte).
2. Unabhängiger Transformationsrat: Um Missbrauch und Greenwashing auszuschließen, definiert ein unabhängiger Rat vorab verbindliche Positiv-Kataloge für förderfähige Reinvestitionen. Strikte digitale Nachweise und ein Verbot privater Entnahmen garantieren den gesellschaftlichen Nutzen.
3. Pact for Legal Peace (Rechtssicherheit): Die Teilnahme ist ein freiwilliges Opt-in. Unternehmen, die mitmachen, erklären einen verbindlichen Einwandverzicht bezüglich der steuerlichen Bewertungsformeln. Das beendet die jahrelangen Bewertungsklagen und entlastet Finanzämter sowie Gerichte spürbar.
4. Dezentraler Hebel ohne Staatsquote: Privates Eigenkapital wird direkt vor Ort für die ökologische und soziale Transformation aktiviert – ganz ohne staatliche Bürokratie oder neue Förderprogramme.
Ich habe das Konzept-Exposé heute Morgen als Impuls an das Kanzleramt, das BMF, das BMWK sowie an die finanzpolitischen Sprecher im Bundestag geschickt.
Mich würde riesig eure Meinung interessieren – von Philip und Ulf ebenso wie aus der Community:
Glaubt ihr, dass dieser Kompromiss aus Reinvestitionsgebot, Rechtsfrieden und Mittelstandsschutz die festgefahrene Erbschaftsteuer-Debatte auflösen könnte?
Viele Grüße
Denise