Lage 473 Digitalisierung: Apps

Im Rahmen von Wehrdienst und Ukraine in der LdN 463 geht es viel darum, dass Dinge per App machbar sein sollten. Ich selbst verstehe nicht so ganz, warum hier Mobile Apps so stark gehypt werden, die man erst herunterladen und installieren muss. Eine spezielle App für die Bundeswehr, eine weitere für das Kraftfahrzeug, eine nächste für das Bürgeramt, eine Kita-app, etc. finde ich sehr sehr umständlich. Deutlich lieber ist es mir, wenn Dinge, die keine Offlinefunktionen, Datenpersistenz, etc. brauchen sich einfach über das Internet mit dem Webbrowser (gerne mit eID Login) oder mit Standards (verschlüsselte E-Mail, Wallets) erledigen lassen, anstatt für alles eine App zu brauchen.

Die LdN App habe ich mir in dem Kontext noch nicht angeschaut. Bislang genieße(!) ich den Podcast über einen ganz normalen Podcastplayer, in dem auch andere Podcasts mit laufen. Daher ermutige ich das LdN Team auch sehr, alle Funktionen des LdN Kontos auch über die normale Webseite zugänglich zu halten.

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Die meisten Menschen interagieren mit dem Internet primär über ihr Smartphone oder über Tablets und da dann normalerweise über irgendwelche Apps statt über den Browser. Daher kommt wohl auch der gedankliche Fokus auf Apps.

Eine kompetente Digitalisierung von Prozessen könnte am Ende problemlos auch zu einem Webinterface führen, dass einer App gleichwertig ist und dass falls gewollt auch als installierbare App in den Stores angeboten werden kann. Der Kern der Digitalisierung liegt in den Prozessen und Strukturen im Hintergrund und nicht unbedingt bei der Wahl des Frontends.

Wenn aber natürlich weiterhin jede Kommune, jedes Bundesland und der Bund jeweils mehrere eigene Abläufe, Websites und Apps für verschiedene Prozesse mit verschiedenen Interfaces hat, ist für den Bürger/die Bürgerin in der Nutzung nicht viel an Komfort gewonnen.

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