Lage 467: Ukraine

Hallo,

… bitte checkt Eure Fakten, insbesondere bei einem so wichtigen und langanhaltendem Thema.

Zitat:
“weil es 2010 schon losging in der Ostukraine”

2010 gab es keinen bewaffneten Konflikt in der (Ost-)Ukraine. Der Beginn des gesamten Krieges den ihr da aufführt war Frühjahr 2014! Inkl. bewaffneten Gruppen, Militärs ohne Hoheitszeichen, Annexion der Krim und folgendem “Stellungskrieg”. …

Mit freundlichen Grüßen

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Würde mal einen Versprecher vermuten

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Es wird explizit erst gesagt 2010, “dann ab 2014 völkerrechtswidrig (sic!) Annexion der Krim". Als wenn es zwei getrennte Ereignisse gewesen wären.

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Das hatte ich eigentlich auch als zwei Ereignisse in Erinnerung. Scheint aber in beiden Regionen erst 2014 losgegangen zu sein.

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Ja, in 03:48 in LdN 467 heißt es „2010“ statt „2014“. Aber bei 22:31 in derselben Folge heißt es beispielsweise auch „Die EU will natürlich seit Jahren EU-Mitglied werden“. Hier ist eindeutig, dass mit „die EU“ am Satzanfang eigentlich „die Ukraine“ gemeint ist. Bei Jahreszahlen ist es immer nicht ganz so eindeutig, aber die Wahrscheinlichkeit bei einem frei gesprochenen Podcast ist m. E. sehr viel höher, dass es sich auch bei einer falschen (Jahres-)Zahl einfach um einen Versprecher handelt und nicht um eine falsche Tatsachenbehauptung, wie der Eröffnungspost hier behauptet. Solche Versprecher sind bei einem Format wie der Lage völlig normal und erwartbar. Und wie das Beispiel EU/Ukraine zeigt, fallen sie manchmal noch nicht mal auf, weil sich aus dem Kontext eindeutig ergibt, was gemeint ist.
Der Ton des Eröffnungsposts kommt mir schon etwas so vor wie der Leserbrief eines Zeitungsabonnenten, der die gesamte Ausgabe durchforstet, um sich diebisch über einen gefundenen Rechtschreibfehler zu freuen.
TL/DR: Vielleicht einfach erst mal tief durchatmen

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Es ergibt keinen Sinn von Versprecher zu sprechen wenn die zwei Zahlen argumentativ aufeinander aufbauen. Bei einer einzelnen Nennung würde das eher passen.

Es geht bei dem Hinweis im Anfangspost hier einzig darum, dass so ein verheerender Fehler klar gestellt wird. 2014 ist sicherheitspolitisch eine der wenigen relevanten Zäsuren der letzten 100 Jahre. Das sollte man auf dem Schirm haben. Ansonsten kann ich dir versichern, dass ich die Lage sehr gerne höre, da musst du nicht direkt in den Verteidigungsmodus schalten :wink:

Einen „argumentativen“ Aufbau gibt es hier nicht, sondern eher eine eine zeitliche Abfolge - und ja die ist falsch. Das ist - wenn man denn unbedingt darauf herumreiten will - ein inhaltlicher Fehler. Er beschreibt zunächst die verdeckten Angriffe Russlands im Donbas und sagt wörtlich „dann folgte 2-14 [gemeint ist wohlgemerkt 2014]“ die Annexion der Krim (bei 04:05). Tatsächlich waren russische Truppen schon Ende Februar auf der Krim, während die bewaffneten Kämpfe sogenannter Separatisten erst Mitte April 2014 begannen.
Und ja, man kann das natürlich kritisieren und auch um eine Korrektur bitten, aber auch hier ist die Frage, wie gravierend der Fehler eigentlich ist und vor allem in welchem Ton man auf ihn hinweist.

Geht’s auch ne Nummer kleiner?

Anstelle von Vokabeln wie Verteidigung (was Angriff impliziert) würde ich auch hier für rhetorische Abrüstung plädieren und eher Begriffe wie Abwägung, Verstehen (im Sinne von Nachvollziehen) und Wohlwollen ins Spiel bringen - gerade bei einem Podcast, den man „sehr gerne“ hört.

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Fair enough! Da hast du den ein oder anderen Punkt.

Nächstes Mal wird’s etwas freundlicher.

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Wer arbeitet, der macht Fehler.
Und auch schon in der Bibel steht: „wer ohne Fehler, der werfe den ersten Stein“.
Also: gelassen bleiben. Und wenn es zu „schlimm“ wird - einfach abschalten.

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Danke für die Paraphrase meiner eigenen Worte :slight_smile:

Versprecher wurde in der aktuellen Lage 468 korrigiert.