Erstens muss so ein Gerät ja nicht übermitteln wohin du Gefahren bist. Es muss es Protokollieren.
Grundsätzlich wäre so ein Gerät möglich, dass die Regeln heruntergeladen bekommt. Es zeichnet dein Fahrvehalten auf und Registriert Verkehrsregelverletzungen. Diese werden zum Beispiel mit einer UUID versehen und per Bluetooth an dein Handy geschickt.
Du kannst vom Handy aus die Zahlung deiner Knöllchen veranlassen. Worauf dein Gerät beim nächsten Update eine Liste der erledigten UUID’s erhält. Und somit alle Beweise für deine Knöllchenfahrt löschen kann.
Alle paar Jahre bei der MFK, wird mal ein Blick auf die Kiste geworfen. Die hat aussen eine LED:
Die Leuchtet rot, wenn es Knöllchen hat, die mehr als 100 T nicht bezahlt wurden.
Ansonsten leuchtet sie grün, und alles ist OK.
Zweitens sollte der Staat endlich damit aufhören, massenhaft auftretende Verstöße gegen Gesetze einfach nicht ignorieren. Es gab Gründe, warum vor 50 Jahren nicht alle 100 m ein Polizist mit Radarkanone stand. (Kosten) Aber heute kann diese Kontrolle praktisch Gratis flächendeckend erfolgen. Und dann auf die flächendeckende Kontrolle zu verzichten, nur weil die Abdeckung ja früher auch nicht flächendecken war ist meiner Meinung nach falsch.
Mit demselben Argument könnte man DNA-Beweise im Strafverfahren verbieten. Früher konnte man da auch nichts nachweisen, das ist doch dann „Überwachungsstaat“, wenn der Staat die vorhandenen Spuren auswertet.
Ansonsten müssten wir ja auch auf dem Steueramt sagen: Steuererklärung, das braucht nur jeder 10’000 ste auszufüllen. Die anderen zahlen einfach, wozu sie Lust haben.
Hatte 2010 in einer Neubausiedlung ein Haus erworben. 90 Wohneinheiten. alle mit Erdwärmepumpe usw. Man konnte in den Folgejahren immer an den Gewerken ablesen, was gerade subventioniert wird.
Da haben sehr viele z.B. die Wallbox installiert weil gefördert aber es bestand nichtmal aktuell der Wunsch nach einem E-Auto. Das kam dann irgendwann als ein Hybrid-Firmenwagen und was das ökologisch bedeutet wissen wir sicher inzwischen alle.
Was ich sagen möchte: jede Subvention öffnet der Verschwendung Tür und Tor. Keiner derjenigen, der sich eines der Häuser zulegte wäre auf dieses Staatliche Geschenk angewiesen gewesen.
Bei mir entsteht der Eindruck, dass der Teufel auf den größten Haufen scheißt (in dem Fall die Lohas aus der Mittelschicht) und dass ärmere Menschen dazu beitragen sollen, dass Mittelschicht aufwärts in Zukunft sehr viel Geld sparen kann.
Wer an der Kante lebt und auf einen PKW nicht verzichten kann, hat nicht die Ressourcen mal eben umzuswitchen. Und selbst wenn, zahlt er/sie natürlich auch in der Folge mehr für den Betrieb. Da ist die Amortisation natürlich in noch weiterer Ferne.
Mit den 6.000€ Förderung kann man als Familie ein kleines E-Auto (Leapmotor/Dacia) drei Jahre nahezu umsonst fahren. Für das tägliche Pendeln reicht das aus.
Ansonsten gilt das übliche: nicht nur der Sprit wird teurer. Aber hier regt man sich auf, obwohl die Lebensmittel und Mieten Geringverdiener ja viel stärker treffen.
Bitte keinen Whataboutism. Bei Miete sehe ich das noch kritischer weil das noch eindeutiger eine neue Form Umverteilung von unten nach oben ist und auch hier in Form des Wohngeldes für Vermieter staatliche Subventionen diejenigen fördern die es auch hier nicht brauchen.
Menschen/Familien „auf Kante“ (1/4 aller Haushalte in D ohne Rücklagen) müssen ja erstmal schlappe 18k finanzieren um über die Jahre mit 6k gefördert zu werden. Oder eben Sondertilgungsrecht um direkt 1/3 des Betrags abzulösen.
Schließt sich also aus, die sind nicht gemeint mit der Förderung. Die fahren ihren 10+x Jahre alten Verbrenner weiter in der Hoffnung, dass er hält und gehen (hoffentlich) nicht in so eine Vorleistung (sofern überhaupt möglich) weil sich das vielleicht in 10 Jahren anfängt wirtschaftlich auszuzahlen.
Für das Auto verschulden ist m.E. kein guter Ratschlag wäre aber in solchen Fällen die einzige Option. Aber Konsumkredite bei Menschen ohne Rücklagen… naja.
Es ist wie so vieles anderes für die Ohren einiger Miliionen Mitbürger:innen eine Diskussion aus einer Parallelgesellschaft.
Ich finde es gut, wenn es mehr e-Mobilität gibt weil sie ohnehin bald alternativlos ist aber sie spielt für viele Menschen völlig rational und logisch derzeit überhaupt keine Rolle.
Und selbst wenn die dann für den ökologischen Aspekt noch Zeit und Motivation mitbringen spricht man ja auch wieder über mehrere Jahre bis sich der neue Stromer auszahlen würde.
Habe Verständnis für so viele Menschen in D. die viele Sorgen haben, dass das auf der Agenda nicht ganz oben steht.
Man kann auch drei Jahre leasen. Dann gibt es die Förderung sofort und man bezahlt damit die monatlichen Raten.
erstes Angebot: Leapmotor T03 5000km p J.: 4000€ Anzahlung und 65€ monatliche Raten. Macht unterm Strich nicht mal 10€ im Monat.
Naja wenn man deiner Logik folgt, dann würden E-Autos sich niemals durchsetzen. Weil es dann keine Anreize gibt, jemals auf E-Autos umzusteigen. Höhere Spritpreise gehen nicht, weil manche Menschen sich jetzt noch kein E-Auto leisten können. Förderung für E-Autos geht auch nicht, weil das auch primär Menschen nutzt die sich ein neues Auto leisten können, was ja wieder nicht die ärmsten sind.
Also kann man aus Fairnessgründen leider absolut nichts tun um E-Autos attraktiver zu machen.
Aber dann gibt es für diejenigen, die das Geld haben, sich ein neues Auto zu kaufen, halt auch keinerlei Anreiz, ausgerechnet ein E-Auto zu kaufen. Wenn niemand neue E-Autos kauft, gibt es später auch keine gebrauchten E-Autos die sich die Ärmeren, um die du so besorgt bist, leisten könnten. Also müssen die auch in zehn Jahren weiter Verbrenner fahren. Daher kann man dann leider auch in Zukunft keinerlei Maßnahmen treffen um E-Autos zu fördern. Ein ewiger Teufelskreis aus dem man leider nicht ausbrechen kann, bis irgendwann das Erdöl alle ist oder wir alle an Hitzschlag sterben. Alles im Namen der Fairness.
Um es etwas weniger polemisch zu sagen: Die Existenz von armen Menschen kann es nicht rechtfertigen, dass wir die Verkehrswende verpennen. Wenn das Menschen mit kleinerem Geldbeutel belastet, dann muss man diese an ANDERER STELLE wieder entlasten, z.B. durch Klimageld oder andere Maßnahmen die primär Ärmeren zugute kommen.
Ich sage nicht, dass man E-Autos nicht fördern darf oder dass sie sich sonst nie durchsetzen würden. Ich sage lediglich, dass ein Viertel der Haushalte in Deutschland ohne nennenswerte Rücklagen lebt und von einer Förderung, die zunächst eine Investition von 18.000 Euro verlangt, faktisch ausgeschlossen ist. Und wie man auf welche weise auch immer eine solche Summe kompensieren soll… wird schwierig und das 3/4 der Bevölkerung mit Rücklagen wird da nicht applaudieren und „Die Medien“™ auch nicht.
Und was die steigenden Spritpreise angeht: Die haben wir doch längst. Trotzdem können viele Menschen nicht einfach auf ein E-Auto umsteigen, weil sie weder das Kapital noch die Kreditwürdigkeit dafür haben. Sie fahren weiter, was sie haben. Und bei denen stimmt eben das „alternativlos“ mal wirklich.
Verkehrswende wird noch lange dauern auch weil 1/4 der BEvölkerung da keinen KOpf und keine sonstigen REssourcen für hat. Die höheren Spritpreise haben wir doch schon. und auch wenn die weiter steigen, manche menschen haben einfach nicht die wahl. und es sind eben 1/4 der Haushalte in Deutschland für die genau das gilt: kein Thema. nicht wegen desinteresse oder mangelndem ökologischen bewusstseins (ohne Rücklagen bist du schwerlich umweltsau) sondern weil geht gerade nicht bin mit über-die-Runden-kommen beschäftigt. Und jetzt aus armen Leuten Klimatreiber machen ist perfide. Muss nicht sein.
Ist auch nicht die Realität. Je mehr Menschen Vermögen haben, desto größer (statistisch) der CO2-Fußabdruck. Darum braucht es ein Klimageld und angemessene CO2-Bepreisung.
Ja und genau darüber beschwerst du dich und sagst:
Als ob der Tankrabatt etwas wäre, auf das man Anspruch hat und was man „verweigern“ würde. Und bei E-Auto Förderung findest du es ganz schrecklich, dass „der Teufel immer auf den größten Haufen scheißt“, aber beim Tankrabatt ist es natürlich kein Problem, dass davon am meisten diejenigen profitieren, die eine Porsche Cayenne oder eine Mercedes G Klasse mit 20L/100km fahren.
Außerdem ist es ein Mythos, dass die Spritpreise immer steigen würden. Ja, aktuell sind die Spritpreise stark angestiegen. Aber das ist die folge eines akkuten Konflikts. Langfristig sind die Spritpreise Kaufkraftbereinigt nahezu konstant geblieben:
Du schiebst jetzt arme Leute vor mit der Begründung
Aber das macht überhaupt niemand hier.
Ich verstehe nicht was du meinst? Meinst du wir sollen die E-Auto Förderung „kompensieren“ für die Menschen die sich kein E-Auto leisten können aktuell? Oder meinst du wir sollen für Menschen die sich aktuell kein E-Auto leisten können die vollen Kosten eines E-Autos bezahlen? Wenn Option 1: Die E-Auto Förderung ist maximal 6.000 Euro. Aber das ist nur für Einkommen bis 45.0000 Euro im Jahr, also schon nicht die mit den „Dicksten Haufen“. Also rechnen wir mal mit der Einkommensunabhängigen Fördersumme von 4.000 Euro. Klar das ist eine Summer, aber nichts, was man niemals kompensieren könnte über andere Maßnahmen wie ein Klimageld, Steuersenkungen im Niedriglohnbereich etc. . (Wobei ich das Arument, man müsste das „kompensieren“ auch nicht so ganz einsehe. Ich werde ja auch nicht dafür „kompensiert“, dass ich keinen Bauernhof habe und deswegen keinen Anspruch auf Agrarsubventionen habe).
Also zusammengefasst:
Das Argument, man müsste die Spritpreise niedrig halten, wegen den armen Menschen ist ein populistisches Scheinargument. Wenn wir arme Menschen entlasten wollen, dann bitte durch gezielte Maßnahmen, nicht dadurch, dass wir Spritverbrauch subventionieren. Weil das mal wirklich auf „den größten Haufen (oder in dem Fall Porsche) scheißen“ ist.
Klar können nicht alle kurzfristig von der E-Auto Förderung profitieren, aber auch hier kann nicht die Lösung sein, dass wir E-Autos nicht Fördern aus einem falsch Verstandenen „Fairness“ Gedanken. Auch hier sollten wir dann über alternative Unterstützung für Geringverdiener nachdenken, bis dann langfristig, die jetzt subventionierten E-Autos zu erschwinglichen Preisen auf dem Gebrauchtwagenmarkt landen.
Die Electric Vehicle Excise Duty (eVED) soll über den Meilenstand im Auto erfasst werden. Dafür müssen Autofahrer den aktuellen Stand und eine Schätzung angeben, wie hoch die Jahresfahrleistung wahrscheinlich sein wird. Autofahrer können dann im Voraus zahlen oder einen monatlichen Betrag entrichten. Am Jahresende wird abgerechnet. Die Daten werden im Rahmen der jährlichen Hauptuntersuchung (HU) erfasst und weitergegeben.
EDIT: Auf die Schweiz bezogen (da rumort es seit 2024 auch bereits zu dem Thema) käme eine solche Abgabe auf ca. 1.8 CHF pro 100km. Fände ich im Sinne der Gleichbehandlung für den Infrastrukturerhalt angemessen.
EDIT2: Der ausländische Durchgangsverkehr kann aber dadurch nicht entsprechend zur Kasse gebeten werden.
In Zeiten von GPS sollte das doch eigentlich problemlos möglich sein. Kleinen schwarzen Kasten an der Grenze gegen Pfand ausleihen, per NFC/App registrieren, fertig. Der Kasten braucht dann nichtmal selbst GPS, sondern nur einen Bewegungssensor und Bluetooth-LE und dient der arbeitet mit der Smartphone-App zusammen.
Das geht auch total datenschutzkonform, wenn der kleine schwarze Kasten/die App nicht die Position, sondern nur die gefahrenen Kilometer zurückmeldet. Die Polizei kann strichprobenartig bei ausländischen Fahrzeugen Kontrollen zur richtigen Durchführung machen.
Ganz super wird es, wenn sich alle europäischen Länder auf einen gemeinsamen Standard einigen. Aber das ist dann wohl zu viel verlangt ;-).