Vielleicht kannst du auch eine schnelle ChatGPT-Recherche starten mit der Frage nach Pay gap oder Gewalt gegen Frauen und Kinder oder auch Rassismus in all diesen „zivilisierten“ Ländern und Kontinenten. Da dürfte die Beweiskraft einer solchen Abfrage deutlich werden.
Ich würde es eher so sehen, dass diese Vorgehen für sich und auch die Reformen insgesamt eben völlig ungeeignet für einige proklamierte Ziele sind.
So, wie unsere Versorgungssysteme gestaltet sind, so wie die Ansprüche an Familien mit Kindern formuliert und umgesetzt werden, macht eigentlich nur Sinn, wenn das Kernziel der Reformen in den relevanten Bereichen eine Reduktion der Überbevölkerung wäre.
Mal abgesehen von meiner persönlichen Sicht: Bringt die Kürzung der Kinderkranktage einen konkreten, Fortschritt? Bringt das mehr Wirtschaftswachstum, verbessert das die demographische Struktur? Die Antworten auf beides liegen auf der Hand. Ursachen für unsere stagnieren Wirtschaft sind weder der Krankenstand der AN oder ihrer Kinder. Ursachen sind eine einseitige Exportorientierung, für die die internationalen Voraussetzungen zusammenbrechen, ein klimawandelbedingter Wegfall wichtiger Transportwege durch extremes Niedrigwasser, eine Fokussierung weiter Bereiche der Wirtschaft auf Vergangenheitsstrukturen und -Technologien, krasse Managementfehler, die für die, die sie verantworten nur in Ausnahmefällen ernsthafte Konsequenzen haben und demographischer Verfall. Nichts davon adressieren die aktuellen Reformen überhaupt nennenswert. Bestenfalls ändern sie nichts, schlimmstenfalls machen sie die Probleme größer.
Hier wird einfach Geld gespart, um es für Quatsch und Lobbygeschenke ala Tankrabatt und Vergangenheitssubventionen zu verbrennen. Nicht jede Kritik ist berechtigt, aber dass für so ein sinnloses Herumtrampeln auf Gruppen, die sich schlecht dagegen wehren können, keine große Euphorie entsteht, ist nicht vor allem fehlender Reformbereitschaft geschuldet, sondern der Tatsache, dass die Reformen in ihrer Gesamtheit inhaltlich und handwerklich extrem schlecht sind.
Ich kann als Vater von 2 kleinen Kindern auch sagen wieso diese Leistung nicht wahr genommen wird. Erstens gibt es keinen vollen Lohnersatz, was bei Menschen die nicht in Merz Mittelstand Leben brutal sein kann. Zweitens muss ich ab dem ersten Tag zum Kinderarzt, das bedeutet ein leicht angeschlagenes Kita Kind muss mit dem Auto in eine Praxis voller sehr kranker Kinder. Nicht so geil. Da meldet man sich lieber selbst krank oder quält sich durchs Homeoffice. Man will ja nicht so ein fauler Deutscher sein sonder so fleißig wie unser Kanzler sein. Der letzte Satz ist purer Sarkasmus.
Finde es halt nicht sehr geschickt, einerseits ein sauberen Tankrabatt zu beschließen, andererseits bei den Kindern / Eltern nur einen Tag später zu kürzen.
Nein, es ist eine kaltherzige Maßnahme von Menschen, die sich vermutlich nie um ihre Kindern kümmern müssten (oder wollten). Mit Nanny lebt es sich einfach.
Wer keine Kinder hat oder Kinder hat aber Familie die hilft, sollte hier einfach nicht mitreden dürfen. Die richtige Maßnahme wäre 100% Lohnersatz und erst ab dem 3. Tag mit Attest. Und 15 Tage müssen zwingend bleiben.
Das sehe ich anders. Wer nicht mitreden darf, hat meist auch wenig Lust, zuzuhören. Und die, die Kinder haben, werden eine Minderheit. Wenn man als Minderheit was will, muss man ein Gespräch suchen und der Blick anderer auf die "Privilegien " die Eltern an manchen Stellen „genießen“ gehört dazu. Was nicht ausgesprochen wird, kann auch nicht geklärt werden. (Ich hab selbst zwei Kids und weiß aus eigener Erfahrung, dass Vollzeit-Arbeit und Kinder haben ein reines Schönwettermodell ist)
Da gibt es dann aber auch ganz unterschiedliche Gesellschaften. In den USA steht in den meisten Jobs den höheren Risiken bei Krankheit auch ein höheres Gehalt gegenüber. Da kann man auch leichter unbezahlt zuhause bleiben.
Zudem gibt es in den USA ja oft auch Betriebsinterne Regelungen, vor allem für gefragte Kräfte.
Und auch in GB gibt es nicht keine Regelungen, sondern die sehen lediglich anders aus.
Interessant wird es aber bei der Union wenn man die Gesamtheit der Forderungen zusammen ansieht:
- Deutsche sollen mehr Kinder bekommen
- Eltern sollen mehr Wochenstunden arbeiten, optimalerweise 2x Vollzeit
- Überstunden sollen gepusht werden
- Elternzeit wird verkürzt
- Kindkranktage sollen wieder verkürzt werden
Jetzt erkläre mir mal wie diese Ziele miteinander vereinbar sein sollen.
Naja, die die mitreden (also Bundesrag und Parteifunktionäre) können doch in vielen Bereichen den Alltag von sagen wir mal Unbetuchteren (aber doch Leistugsträgern) nicht nachvollziehen. Gehen die allein Nachts durch die Stadt?!? Warten beim Arzt/Zahnarzt?!? Müssen am Ende vom Monat rechnen ob es reicht?!? Nein! Aber sie entscheiden für (oder gegen) uns alle, auch für oder oftmals eher gegen die „Armen“!
Siehe Gesundheit - Abschaffung der PKV! Siehe Krankheitstage - aka Jens Spahn! Und und und…
Wo wir an einem der größten Probleme unserer derzeitigen Demokratie sind, der Eliten- und Blasenbildung. Natürlich haben die in großen Teilen keine Ahnung von normalen Menschen, schließlich umgeben diese Menschen sich nur mit der gleichen Klasse. Fängt oft leider schon kommunal an mit einer Überrepräsentation von Juristen, Beamten und öffentlichen Dienst.
Das, finde ich, ist ein interessanter Punkt, der unbedingt mal diskutiert werden sollte. Mein gesunder Menschenverstand würde sagen: Das versicherte Kind ist krank und benötigt Betreuung - natürlich ist die Versicherung des Kindes dafür zuständig. Hier sollte der Gesetzgeber dringend die Lücke schließen! (Da das vermutlich gar nicht so selten bei Lehrern der Fall ist, könnte eine verbindliche Regelung vlt. gleichzeitig dem Unterrichtsausfall und Bildungsnotstand etwas entgegensetzen.)
Ein weiterer Aspekt ist m. E. die Begrenzung auf Kinder unter 12. Sicher kein großes Problem in Berufen mit Homeoffice oder bei „harmlosen“ Erkrankungen. Aber einen fiebernden 12-jährigen lasse ich als Eltern auch nicht tagelang alleine. Vielleicht sollte man statt 15 Tage für alle U12 eine gestaffelte Regelung schaffen, z. B. 15 Tage für U4 (damit wäre die Kita-Eingewöhnung abgedeckt); 10 Tage U5 - U12 ; 3 Tage U12 - U18.
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