Ich hab’ jetzt mal nur so aus Spaß ein bisschen damit herumgespielt. Die App ABRP bietet aus meiner Sicht ziemlich viele Features, um Routen mit Ladepunkten und den dazugehörigen Preisen ganz gut vergleichen zu können.
Der erste Schritt ist ja der Besitz (Kauf) oder die Bezahlte Nutzung Leasing).
Da sind schon viele erstmal raus.
Die Kosten im laufenden Betrieb sind der Folgeschritt.
Da sollte es weniger Probleme geben, wenn man sich drauf einlässt
Allerdings ist das Risiko, dass es zu einem Marder-Schaden kommt, bei Elektrofahrzeugen signifikant niedriger, weil der Motorraum i.d.R. deutlich besser gegen Eindringen abgedichtet ist (ist bei Elektro eben einfacher als bei Verbrennern, weil weniger Hitze und Abgase erzeugt werden, die ausgeleitet werden müssen) und gerade im Winter und Frühjahr, wenn die Marder besonders aktiv sind, ein länger warm bleibender Verbrenner-Motor deutlich attraktiver für Marder ist als der relativ schnell erkaltende Elektromotor.
Das Argument, dass Elektroautos gefährdeter durch Marderbisse seien, ist daher meiner Meinung nach noch zweifelhaft. Eben weil das Gesamtrisiko in der Risikobewertung immer „Schadenshöhe * Eintrittswahrscheinlichkeit“ ist, und während der potenzielle Schaden durchaus signifikant größer ist, ist eine endgültige Bewertung erst sinnvoll, wenn wir mehr über die Eintrittswahrscheinlichkeit wissen. Aktuell scheinen Marderbisse an Elektrofahrzeugen - vor allem solcher der neueren Generationen - extrem selten zu sein.
(Und nein, ich habe nicht mal eine Teilkaskoversicherung für mein BEV, aber ich lebe auch gerne gefährlich
)
Auch hier: mein ID.4 kostet 354€im Monat Leasingrate.
Der vergleichbare Tiguan, Verbrenner, ähnliche Grundeinstellungen (Alter, KM-Stand…) - ebenfalls beim VW Händler - wird mit 373 € ins Schaufenster gestellt.
Anekdotischer Einzelfall?
354€ Leasingrate.
Für jedermann erschwinglich?
Hab jetzt den Cupra Raval getestet.
Leasingrate wären für die Version mit großem Akku und gehobener Ausstattung (NP 38.000€) bei 20.000km im Jahr dann 250€ über 4 Jahre.
Fair, aber aktuell (!) für mich finanziell nicht drin.
So toll ich den Wagen finde.
Mal eine andere Frage.
Angenommen, die Elektromobilität nimmt Fahrt auf und verdrängt den Verbrenner weiter.
Folge wäre dann ja, das die Einnahmen aus Mineralölsteuer und kfz-Steuer sinken.
Wäre es dann nicht logisch, das der Staat sich das dann von den eAuto Fahrern holt? Durch eine Art Stromsteuer oder Kfz-Steuer für eAutos?
Egal ob du darin Rechen- und/oder Denkfehler hattest, kann ich dein Gefühl zu diesem Teil des Podcasts bestätigen. Mich macht das durchaus auch hin und wieder sauer. Wir kommen aus Arbeiterfamilien und müssen schon ganz schön rechnen, um unsere Eigentumswohnung abzubezahlen- idealerweise bis wir in Rente gehen. Mein Mann hat das Glück ei es Dienstwagens - fa hat er nicht viel mitzureden was er da bekommt. Vor ca. 8 Jahren habe ich eine kleine Erbschaft gemacht und mir davon eine Fortbildung und ein kleines Auto gekauft (Suzuki ignis). Ich fahre recht wenig, brauche das Auto aber um flexibel meine Mutter zu fahren, die ich pflege und die nicht mehr so mobil ist und meine Arbeit sowie die Kids unter einen Hut zu bringen. Denn je länger der Arbeitsweg desto kürzer die Zeit die mir für die Arbeit zur Verfügung stand (Zum Vergleich: Weg zur Arbeit mit dem Auto 10 min inkl..Parkplatzsuche max 20, öffentlich 45 -60 min, Fahrrad ist mir hier zu gefährlich). Mein Auto ist echt pflegeleicht, braucht 5,6 l/100 km, ich tanke etwa alle 1-2 Monate und mache quasi einmal im Jahr eine Inspektion, im anderen dann den TÜV (evtl mit Kurzcheck). In meinem Umkreis gibt es gar keine Möglichkeit, ein e-Auto zu laden, Photovoltaik aufs Dach der Eigentümergemeinschaft ist aus statischen Gründen nicht möglich etc pp. Also, das was bei mir von dem Podcast ankommt zu diesem Thema ist, dass sich privilegierte Menschen darüber aufregen, dass nicht „alle Menschen“ doch kapieren, dass e-Autos plus Wärmepumpe doch so viel günstiger sind. Natürlich kapieren wir weniger privilegierten das auch, aber dennoch muss man erst einmal investieren, und ich sehe aktuell keine Möglichkeit und fände es auch unvernünftig, noch mehr Schulden zu machen, als wir ohnehin schon haben. Ich glaube, dass es individuell ist, warum Menschen auf ihren „stinkenden Gasheizungen“ beharren - übrigens unsere Gasheizung stinkt nicht und ist auch recht sparsam; eine Modernisierung (z.B. auf Gasbrennwert, da Wärmepumpe oder Pv hier nicht möglich) haben wir prüfen lassen - unser Schornsteinfeger hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es ist alles nicht so einfach, wie die beiden das versuchen, darzustellen.
Ja, dann werden die Abgaben auf E-Autos steigen bzw. neu eingeführt. Aber da E-Autos relativ zu Verbrennern im Preis fallen werden (Skaleneffekte, technischer Fortschritt, steigende Abgaben auf fossile Brennstoffe, etc.) wird sich das Kostenverhältnis weiter zugunsten der E-Mobilität verschieben. Gleichzeitig wird das durchschnittliche Auto in 20 Jahren garantiert teurer im Kauf und Betrieb sein als das durchschnittliche Auto heute. Da passieren viele Entwicklungen parallel. Sicher ist nur, dass Benzin nicht mehr (dauerhaft) billiger wird, während bei Strom da durchaus eine realistische Möglichkeit besteht.
Wenn man Äpfel im Äpfeln vergleicht und absolute Grenzfälle, die einen marginalen Teil der Bevölkerung betreffen (und die bei allen Themen immer existieren) außer Acht lässt, dann gibt es Studie um Studie die genau das aussagt: E-Autos und Wärmepumpen sind günstiger als fossile Alternativen. Auch, weil man diese Geräte ja nicht ausschließlich heute benutzt, sondern auch die nächsten 10 bis 25 Jahre, in denen nach Ansicht aller Experten die Preise für fossile Brennstoffe schneller steigen werden als die Preise für Strom.
Vor dem Hintergrund: Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung sollte man in jedem Fall auch berücksichtigen, wie der Wiederverkaufswert sich in 10 Jahren darstellt, wenn der Preis für fossile Brennstoffe bei +X% liegt. Bei Immobilien gibt es schon heute deftige Preisabschläge, wenn man die mit Gas- und Ölheizungen an den Markt bringt. Ich rechne fest damit, dass dies auch bei Autos der Fall sein wird, wenn die Benzinpreise erstmal dauerhaft bei über 2,5 Euro liegen.
Absolut. Aber bei vielen haben diese „individuellen Gründe“ eben nichts mit der Praktikabilität oder Wirtschaftlichkeit von E-Auto und Wärmepumpe zu tun, sondern mit der Ablehnung von Veränderung, mangelhafter Beratung, etc.
Und da geht’s schon los: Wenn ich die App öffne, schlägt die mir 6 Tarife mit Preisen zwischen 30 und 56 ct/kWh vor - bei ein und dem selben Anbieter unterscheiden sich die Preise an ein und der selben Ladesäule für ein und das selbe Produkt um fast 100%. An Tankstellen steht draußen gut sichtbar genau ein Preis dran, der dann zu bezahlen ist - ohne dass man vorher irgendwelche Vertragsklausen studieren muss oder zu prüfen hätte, ob man die Voraussetzungen für den 20%-, 30%- oder 50%-Rabatt erfüllt.
Ich glaube es, es ist unausweichlich. Auch wenn ich lese „Die Wirtschaft versteht es immer noch nicht!“ oder das EU Ziel erst 2050 zu erreichen ist.
Die „Wirtschaft“ ist weder durch Luftverschmutzung, noch durch Ozonloch noch durch Klimawandel zum Öko geworden. Öl hat den ersten Milliardär der Welt hervorgebracht, mit fossilen Brennstoffen werden seit über 100 Jahren Billionen $ verdient.
Warum die Kuh schlachten solange sie noch Milch gibt? Insbesondere solange der Nachwuchs, die erneuerbaren Energien, noch gar nicht so weit sind, um richtig abgemolken zu werden.
Während die Energiewende abgebremst läuft, ist genug Zeit eine Infrastruktur (ich meine keine technische) zu erschaffen, mit der erneuerbare Energien mindestens genauso lukrativ für Staat und Wirtschaft sind, wie es fossile Energien waren.
Da werden nicht nur die Unterhaltskosten für eAutos auf das Niveau von Verbrennern steigen.
Den Vorteil der fossilen, dass von jedem Kubikzentimeter kontrolliert etwas bei Staat und Wirtschaft hängen bleibt, wird man nicht aufgeben. Das wird dann u.a. auch, zumindest in veritablen Größenordnungen, privat erzeugten Strom betreffen. Wie man die Mengen, die davon verbraucht werden, feststellen wird, wird dann Teil der entstehenden Infrastruktur (s.o.) sein.
Mein Gott, es schafft doch auch jeder, sich für einen Mobilfunkvertrag zu entscheiden oder die unterschiedlichen Optionen für ein Netflix-Abo zu verstehen. Und wer sich für einen Ladetarif entscheidet, der hat per Definition wohl zu einem früheren Zeitpunkt eine recht komplexe Entscheidung über den Kauf eines geeignetes Autos getroffen.
Könnte das alle komfortabler sein? Absolut! Ist die Auswahl des geeigneten Ladetarifs ein ernsthafter Grund, kein Elektroauto zu kaufen? Da geht es dann doch eher um Bequemlichkeit als grundsätzliche Möglichkeit, damit klarzukommen.
Oder halt mit den fehlenden finanziellen Mitteln für eine noch recht neue Technik.
Btw….ist der Verbrenner damit quasi „ein Auslaufmodell“ oder bietet dieser tatsächlich noch Entwicklungspotential hinsichtlich Effizienz, Verbrauch und Umweltfreundlichkeit?
Wie das mit diesem „Totgesagten“ oft ist, solange sich damit Geld verdienen lässt….
Moderne Verbrennungsmotoren sind meines Wissens nach nahe der physikalischen Grenzen für Effizienz, da ist nicht mehr viel zu holen.
„Umweltfreundliche“ Treibstoffe gibt es seitdem es Frittierfett gibt, inzwischen auch die „E-Fuels“. Aber das Thema ist abgefrühstückt: diese Treibstoffe werden nie in ausreichender Menge und zu einem konkurrenzfähigen Preis zur Verfügung stehen.
Pferdekutschen gibt es auch immer noch und viele davon sind teurer als das durchschnittliche Auto. Ihre wirtschaftliche Relevanz ist aber dann doch sehr begrenzt. Und während im frühen 20. Jahrhundert die Verschmutzung durch Zugpferde in vielen Städten ein ernsthaftes Problem war, machen wir uns heute darüber keine großen Gedanken mehr und freuen uns, eine „romantische“ Kutsche durch die Innenstadt gondeln zu sehen. Wenn das die Zukunft für den Verbrennermotor ist, hätten glaube ich alle gewonnen.
Also maximal noch was für Oldtimer aus nostalgischen Gründen…
Da gab es schon immer etwas und es gibt immer nochetwas.
Allerdings wurden und werden viele der verfügbaren Technologien, die die Effizienz steigern nicht dazu benutzt, weniger Umweltschäden zu produzieren, sondern mehr Power bei etwa gleichem Verbrauch und gleichen Umweltschäden. Es gibt seit Jahrzehnten Technologien, die einen Verbrenner mit 1-3 Litern Kraftstoff / 100km fahren lassen. Die jüngste:
Es fehlte allerdings stets an ausreichender Motivation äußerst sparsame Verbrenner im Markt zu etablieren. Ein Schelm wer denkt , das läge an der Öl-Lobby.
Mir ging es darum, dass vergleichbare Autos mit E nicht unbedingt teurer sind als Verbrenner.
Klar, dass Raten absolut zu hoch sein mögen.
Das ist verständlich und nachvollziehbar. Aber diese Hürde gilt doch gleichermaßen für Verbrenner oder E-Auto.
Die Frage war nicht, ob sich Menschen des unteren Einkommenssegments ein E-Auto leisten können oder nicht. Sondern ob die Total Cost oft Ownerships (Kauf wie Unterhalt) für E-Autos günstiger oder teurer sind als Verbrenner.
Und da ist, so fasse ich das mal für mich zusammen hier, grundsätzlich das eAuto in der Gesamtheit in der Regel (!) günstiger, es mag aber auch Use Cases oder Fälle geben, wo sich ein Verbrenner ggf. eher rechnet.
Ich denke das Problem des Theaderstellers war die wahrgenommene Absolutheit, mit der das eAuto als alternativlos dargestellt wird.
Wenn wir uns darauf einigen, das wir uns immer noch im Prozess der Mobilitätswende befinden und es noch etwas früh für allgemeingültige Antworten ist?
Dann würde ich das vieldiskutierte Thema zeitnah schließen hier.
Alternativlos ist das nicht. Wer Strom zusätzlich besteuert, trifft nicht nur die E-Autofahrer, sondern alle Stromverbraucher, insbesondere Unternehmer, die keinen Industriestrom beziehen.
Meine Frau, ich und Hund waren mit einem Ioniq electric 38,8kw/h,Bauj.2021 letztes Jahr in Italien(Bozen).Entfernung ca.670km, Reisegeschwindigkeit ca.120km/h, 3x nachgeladen das wars.Vorzugsweise bei Ionity für 0,39€ im Monatsabo für 4,99€ geladen.Die 4,99 liefen über unsere Renault Card.Man muss sich schlau machen dann klappts ohne Stress.Wir sind jetzt im 5.Jahr elektrisch und finden das immer noch super.