Klimaschutz: Weltbank schwächt Klimaaktionsplan entscheidend ab

Ich würde mich freuen, wenn Ihr die Bedeutung und Folgen dieser Entscheidung einordnet: Klimaschutz: Weltbank schwächt Klimaaktionsplan entscheidend ab

https://table.media/climate/analyse/klimaschutz-weltbank-schwaecht-klimaaktionsplan-entscheidend-ab

Besten Dank

4 „Gefällt mir“

Vielen Dank für den Hinweis.

Das wäre ein herber Rückschlag für den globalen Klimaschutz.

Die Trump-Administration setzt ihr Zerstörungswerk fort.

Wenn Verblendete und Korrupte regieren, Folge 111.

1 „Gefällt mir“

Einer, der sich einreiht in viele Abschwächungen. Ich habe das Gefühl wir waren vor 5 Jahren mal weiter als heute. Und das weltweit, nicht nur Trump. Dieses Jahr wird weltweit vermutlich noch sehr schlimm werden, was Katastrophen angeht. Der nächste El Nino steht vor der Tür. Das System nimmt seinen Lauf.
Unsere Regierung steht ja da und hat nicht mal eine Antwort darauf:

Es geht bei vielen Forschern auch nicht mehr darum, ob nun die 1.5°C oder 2°C eingehalten wird, sondern nur noch darum, bitte macht was, damit es nicht noch schlimmer und schlimmer wird.
Zum Beispiel in diesem Interview.

Daraus liest sich für mich eine ähnliche Resignation und Ohnmacht, wie ich sie selbst bei mir spüre. - Es ist vorbei, der drops ist gelutscht; die politischen Mehrheiten und Awareness für das Tehma findet keine ausreichend breite Masse. Es wird mit Demokratien so wenig funktionieren wie mit Autokratien. Hinzu kommt mächtige Lobbyarbeit und konzentration von Macht durch Geld.

4 „Gefällt mir“

Ich denke „Aufgeben ist ein Luxus, den sich eigentlich niemand leisten kann“, am wenigsten die, die es ohnehin schon am härtesten trifft. Und trotzdem verstehe ich das Gefühl, das du beschreibst, sehr gut. Mir geht es phasenweise genauso. Wer sich mit der Faktenlage ernsthaft beschäftigt, kommt an diesen Momenten der Ohnmacht wahrscheinlich nicht vorbei.

Trotzdem möchte ich bewusst dagegenhalten, mit dem, was Christiana Figueres mal „stubborn optimism“ genannt hat: keine naive Hoffnung, dass schon alles gut wird, sondern die Entscheidung, trotzdem weiterzumachen, weil es einen Unterschied macht. Und der Punkt ist wichtig: Klimaschutz ist kein Alles-oder-nichts-Spiel mit einer Ziellinie bei 1,5 Grad, hinter der dann nichts mehr zählt. Jedes Zehntelgrad, das wir verhindern, bedeutet weniger Dürren, weniger Extremwetter, weniger Kipppunkte, die reißen. Auch bei 2,3 statt 2,8 Grad retten wir Leben und Lebensgrundlagen. Das ist kein Trost, aber ein Grund weiterzumachen.

Und: nicht alles ist schlechter als vor fünf Jahren. Die Erneuerbaren wachsen global schneller als jede Prognose vorhersagte. Solar ist praktisch überall die billigste Energiequelle, selbst in Ländern, die politisch stillstehen. Das politische Momentum ist an vielen Stellen tatsächlich schwächer geworden, keine Frage – aber die technologische und ökonomische Realität läuft in die andere Richtung. Beides gleichzeitig ist wahr.

Was mich weitermachen lässt: im Kleinen bleibt Handeln wirksam, auch wenn die große Bühne frustriert. Kommunalpolitik, Verbandsarbeit, Genossenschaften, Klimaräte vor Ort. Da entsteht oft mehr, als man von außen sieht, gerade weil es nicht die großen Schlagzeilen macht. Das Bundeswirtschaftsministerium, das keine Antwort auf eine simple Frage hat, ist frustrierend, aber es ist auch nicht das ganze Bild.

1 „Gefällt mir“

Mir fällt dabei immer wieder der so treffend pointierte Film „Don‘t look up“ ein:

Eine schwarze Satire von Adam McKay (2021, Netflix) mit einer glasklaren Kernbotschaft:

Die Menschheit ist kollektiv unfähig, existenzielle Bedrohungen ernst zu nehmen – und rennt daher sehenden Auges ins Verderben.

Ein todbringender Komet rast auf die Erde zu – und niemand will es wahrhaben. Was wie ein Katastrophenfilm klingt, ist von McKay explizit als Allegorie auf den Klimawandel konzipiert: Der Komet steht für die Klimakrise: wissenschaftlich eindeutig belegt, existenziell bedrohlich, und dennoch systematisch ignoriert oder kleingeredet. Der Vorspann bringt es auf den Punkt: „Basierend auf wahren Ereignissen – die nur noch nicht stattgefunden haben.” Der Filmtitel bezeichnet die Gegenbewegung im Film: Jene, die den Kometen schlicht „nicht ansehen” wollen, weil die Wahrheit unbequem ist.

Geplant sind dem Entwurf zufolge auch Umschichtungen. So sollen 2027 Einnahmen von zwei bis drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) in den Kernhaushalt fließen. Die Mittel sollten effizienter dort eingesetzt werden, wo sie am meisten Wirkung erzielen. Bereits zugesagte Förderungen sollen nicht angetastet werden. Die Ressorts sollen nun schauen, wo sie im KTF kürzen, heißt es aus dem Finanzministerium. Investitionen in den Klimaschutz seien langfristig gesichert. Der KTF könne einen „maßvollen Beitrag“ für die Konsolidierung leisten. Der Wirtschafts- und Finanzplan für den Klima- und Transformationsfonds solle am 15. Juli im Kabinett beschlossen werden.

Wir werden ausverkauft. Jetzt kann jeder sagen: schaut her, die CO2-Steuer wird genutzt, um Löcher im Haushalt zu stopfen.

2 „Gefällt mir“