Klimalisten als parlamentarische Initiative für konsequenten Klimaschutz

Vielleicht haben einige hier schon von der Initiative der Klimalisten gehört.
Ich denke, sie könnte für viele interessant sein, da in diesem Netzwerk immer mehr Regionalgruppen entstehen im Hinblick auf Kommunal- und Landtagswahlen. Wir verfolgen einen etwas anderen Ansatz, als Aktivist*innen, die sich bei etablierten Parteien „hocharbeiten“, dazu unten mehr.

Kurz zur Transparenz vorab (wie Ihr das auch immer macht. Weil es wohl Kritik und Vorwürfe von „Angeberei“ gab: ich finde das sehr gut, wie Ihr das handhabt): ich bin persönlich relativ stark in das Projekt in RLP involviert (als Vorsitzende und Kandidierende auf der Landesliste), bin aber ehrlich und von ganzem Herzen davon überzeugt, dass wir einen wichtigen Beitrag für die politische Landschaft in unserem Land darstellen und damit auch einen interessanten Beitrag für Euren Podcast sein können.

Um unsere Initiative samt Konzept und Zielen (v.A. die Klimaliste RLP) kurz vorzustellen:
Wir sind Klimaaktivistinnen* aus Rheinland-Pfalz, die gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen* und Klimaschützerinnen das Ziel verfolgen, den Protest von der Straße in den Landtag zu bringen. Dafür haben wir den Verein Klimaliste RLP e.V. gegründet. Wir gehören zum Netzwerk „Klimaliste Deutschland“, einem Kollektiv aus dezentralen Organisationen, die auf Landes- oder Kommunalebene aus der Klimaschutzbewegung heraus freie Listen aufstellen.
Dabei verwandeln wir die zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens notwendigen Maßnahmen in ein direktes parlamentarisches Angebot. Unsere Forderungen (entsprechend unser Programm) erarbeiten wir mit Wissenschaftler
innen basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das restliche Programm basiert auf Werten wie Generationen- und Klimagerechtigkeit.
Unser Ziel ist es, dabei einen aktivistischen Zugang zur Politik zu bieten, der konsequenten, ungetrübten Klimaschutz (in Form von Maximalforderungen, nicht schon von Beginn an komprommitierten Forderungen) ins Parlament bringt - das Ganze abseits von Karrierewegen, den Einstiegshürden und dem Overload einer Partei und ihrer Strukturen. Wir entwickeln Programm, Liste und alles drumherum niedrigschwellig und bieten Aktivistinnen und Wissenschaftlerinnen dabei eine Plattform. Außerdem bemerkenswert ist, wie jung unsere Initiative vor Allem in verantwortungsvollen Positionen (der Vorstand in RLP ist im Durchschnitt 20 Jahre alt) ist, während aber auch Personen aller Altersgruppen vertreten sind. Die Klimalisten bringen also nicht ‚nur‘ Klimaschutz voran, sondern sind auch ein großartiges Demokratieprojekt. Wir sind sehr unterschiedliche Menschen aus der Zivilgesellschaft und sehen Politik nicht als Karriere, sondern als weitere, zusätzliche Ebene des Aktivismus, um unsere (Um)Welt verbessern zu können.
Zudem sind wir der Meinung, dass die Klimabewegung das Thema Klimaschutz endlich positiv besetzten muss. Die Vergangenen 30 Jahre haben gezeigt, dass die Schwarzmalerei uns nicht weiterbringt und wir die Menschen von einer besseren und klimaneutralen Welt überzeugen müssen, ohne den Teufel immer wieder an die Wand zu malen. Daher stehen wir nicht gegen eine Dystopie, sondern für unsere Utopien ein.

Der aktuelle Stand ist, dass die Klimaliste RLP die Liste aufgestellt und die nötigen (aufgrund der Corona-Pandemie gesenkten) Unterstützungsunterschriften gesammelt hat, also kurz vor der Zulassung der Landesliste steht. In Baden-Württemberg kann nur mit Direktkandidierenden angetreten werden, in mindestens 56 von 70 Wahlkreisen wird sie wählbar sein.
Bereits erfolgreich angetreten sind Klimalisten u.a. in Erlangen, Köln, Nottuln und Düsseldorf.

Damit Ihr Euch selbst ein Bild machen könnt, hier noch ein paar weiterführende Links.




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