Ich weiß, dass Du es nicht so meinst, aber das ist wieder ein klassisches neoliberales Argument bzw. Ausrede. Das wird gerne von Vertretern der Industrie benutzt, da die wissen, dass die Masse der Leute nicht überlegt/rational oder informiert ist.
Die Masse unterliegt einfach dem multimilliarden Dollar-Marketing und unserer westlichen Kultur des Hyperkonsums ( bzw. böse gesagt dem Problem, dass viele lange arbeiten um viel zu verdienen und dann aber auch das Geld ausgeben möchten für irgendwas, weil sie sich sonst fragen müssen, wozu sie sich das alles antun bzw. ständig so schlecht fühlen, wenn sie sich nicht mal dafür „was gönnen können“ :D).
Wie ich schon erklärt habe ist der Einzelne nicht so super rational, gefestigt und gerecht.
Glaubst Du es gibt SUV, weil sich die Leute gesagt haben wir brauchen einen teuren, schweren Geländewagen in der Stadt und dann haben die Autofirmen das produziert?
Diese gefühlten „Bedürfnisse“ werden durch Marketing erschaffen, in das Millionen und Milliarden jedes Jahr investiert werden und zig tausende von Leuten den ganzen Tag nichts anderes machen, als zu überlegen, wie man etwas an die Frau/Mann bringt obwohl sie/er schon mehr als genug hat.
Und als auf einmal einige einen SUV hatten, wollten es die anderen auch usw…
Das ist doch nicht rational?
Glaubst Du Leute würden so viel Fleisch essen, wenn die wirklich rational abwägen würden wie schlecht das für die eigene Gesundheit und für die Tiere ist?
Warum glaubst Du, dass die Klöckner immer den informierten Verbraucher propagiert hat, und keine Gesetze wollte?
Oder glaubst Du, Leute waren früher unglücklich, weil sie nicht tausende km irgendwo hin fliegen konnte um dann Fotos zu machen, die andere vor ihnen schon gemacht haben, welche sie erst überhaupt darauf gebracht haben, dahin zu fliegen?
Das sind keine echten Bedürfnisse, die sind erlernt, durch Marketing und Abschauen vom Umfeld.
Dem unterliegen ja selbst viele Leute, die sich tendenziell als gebildet und nachhaltig sehen, aber durchs Fliegen einen größeren CO2-Fußabdruck haben als der Durchschnitts-AFD-Wähler vom Land.
Also bringt es nichts auf den informierten Verbraucher zu setzen, zumindest nicht für den Gesamtmarkt.