wieso kann Logo zu den Wahlen in MeckPomm Leute zu Wort kommen lassen, wie sie sagen, ob sie die AfD gut oder schlecht finden, und das dann null einordnen? Als ob die AfD eine normale Partei wäre, die man gut oder schlecht finden kann? (Sendung vom 21.9.) logo! vom Montag, 21.9.2026 - Nachrichten, einfach erklärt - logo! !
Ich erhoffe mir deepe Recherchen mit Hintergründen zu den Interessen der Logo-Redaktion oder des ZDFs, um zu verstehen, wie gesunder Menschenverstand das zulassen konnte.
Ich finde das Angebot für Kinder von ARD und ZDF gar nicht schlecht.
Aber was mir nun auffällt, da meine Tochter nun kein Kind mehr ist und nun ein Teenager wird: Für Teenager ist das Angebot quasi nicht existent. Zumindest habe ich bisher nichts gefunden.
Und gerade für Teenager wäre es besonders wichtig. Sie sammeln ihre erste Erfahrungen mit Social Media und dann auch schnell Erfahrungen mit Desinformationen. Aber gibt es eine öffentlich rechtliche Anlaufstelle für sie? Ich kenne keine, Kinder haben Kita, aber Teenager werden alleine gelassen.
Wenn ich mir nun die Wahlergebnisee von jungen Erwachsenen anschauen, sehe ich worin dieses nun verfängt, sie sind besonders empfänglich für die Social Media Beiträge von AfD und Linke und wählen entsprechend.
Aber das ich auch Problem der privaten Medien.
Eigentlich bräuchte es seriöse Informationsquellen für Teenager, an die sie gewöhnen können und bis zum Erwachsenenalter begleiten. Wenn sie erstmal mit Social Media anfangen und keine seriöse altersgerechte Alternative zur Hand haben, dann wird Social Media zur Hauptinformationsquelle und wird es auch bleiben.
Es gab mal den Versuch ein Programm für Jugendliche aufzubauen. Da wurde dann unter anderem BravoTV eingekauft. Das Projekt scheiterte. Resonanz aus der Jugend war: auch wenn der Rentner-Sender ein Jugendprogramm macht, ist er immer noch ein Rentner-Sender.
Und letztendlich entscheiden ja wirklich Menschen im Großelternalter über das TV-Programm. Kinder sind da noch relativ leicht zu bespielen. Im Teenie-Alter werden die Interessen divers und Vorbehalte größer.
Information sollte aber kein Problem sein. Ein Teenie kann problemlos bereits Kabarett und Heute/Tagesschau konsumieren.
Das füllt eher nicht die Lücke von Logo. Grade bei Funk habe ich zumindest für den Unterricht auch eher spitze Finger, weil das teilweise nicht auf dem höchsten journalistischen Niveau gemacht ist, ist mein Eindruck. (Wobei das Vertrauen bei Logo seit der AfD-Werbung im Interview-Format auch extrem gelitten hat, muss ich sagen. Die Erklärung des Intendanten, da wäre halt ein Fehler passiert, fand ich sehr sehr unzureichend. Wenn ich versehentlich ne falsche Unterrichtsstunde vorbereite, ist das ein Fehler, der lieber nicht passieren sollte. Wenn ich im Unterricht unkommentiert aus Höckes Büchern vorlese ist „Fehler“ nicht mehr die passende Kategorie, würde ich sagen.)
Meine Originalfrage habe ich unbedachterweise gepostet, bevor ich die Folge aufgeholt hatte, aber ich war mit dem Teil des Interviews auch eher unzufrieden.
Wo ist denn bitte das Social Media Programm der Linken problematisch? wieso ist die ganze Partei für junge Menschen problematisch/verfänglich oder gar unseriös?
Kann ich nachvollziehen. Aber womöglich sind die Machaart und der Erfolg zwingend miteinander verbunden und man erreicht die Gruppe, um deren Herz und Hirn auf Social Media konkurriert wird, nur so? Oder gibt es einen erfolgreichen Ansatz, der bisher nicht in diesem Feld versucht wurde, auf den du hoffst? Wenn nicht, wäre der klassische ÖRR in diesem Medium vom Start weg chancenlos, denn so einseitig kann er nicht kommunizieren.
Bei der linken wenden wir also andere Maßstäbe an? Bspw. Söder darf undifferenzierten Müll über Veganer raus hauen, Aber mit der linken soll man bitte keine Koalition bilden? Sind das die Maßstäbe?
Gilt das nicht für fast alles auf Social Media? Die Algorithmen belohnen das Verhalten.
Er hat ja geschrieben, dass er mit den Idealen der Linken sympathisiert. Wie er da zu Söder und anderen gelb-schwarz-blauen Parteien und Personen stehen wird, scheint da naheliegend und eine Einordnung sollte damit nicht mehr nötig sein.
Aber ich stimme zu. Die Kritik derart stehen zu lassen bei der Stimmung, die der Linken momentan öffentlich entgegenschlägt, kann von Anhängern der gelb-schwarz-blauen Fraktionen schnell als Zustimmung interpretiert werden. Insofern @jannissa kann ich Deine Kritik nachvollziehen. Der politischen Durchsetzung linker Ideale hilft es aber nicht, rechter Meinungsmache zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen. Gerade da ist Differenzierung wichtig.
Er / sie hat das nicht geschrieben, aber ich kann trotzdem die Frage aufwerfen wieso das eine problematisiert wird und das andere nicht.
Mir ging es darum, dass viele (insbesondere in der medialen Betrachtung) die Linke irgendwo in der Links-populistischen Ecke einordnen. Insbesondere ihre Social Media Präsenz wird da als Beispiel herangezogen. Bei Söder scheint das aber kein Populismus zu sein, sondern bayrische folklore. Söder ist die politische Mitte. Die Linke der Rand. Mit den schmuddelkindern von links macht die Mitte keine Koalitionen. Das ist der Spin der in der Debatte rumgeistert. Damit habe ich meine Probleme.
Ich würde neben Söder übrigens noch Wolfgang Weimer hinzufügen. Der darf als kulturstaatsminister Buchläden als Extremisten Labeln und sich zur politischen Mitte zu ordnen.
Edit: Ergänzung: Kretschmer. CDU Ministerpräsident in Sachsen. Der Linken wird u.a. Eine zu starke Russland Nähe vorgeworfen, aber es war Kretschmer der nach Moskau gereist ist um mit putin zu “telefonieren” und um ein gutes “Verhältnis” zu simulieren. Niemand käme auf die absurde Idee der CDU eine Russland Nähe vorzuwerfen.
Ich kann gerne weiter machen: die CDU Aserbaidschan affaire (es gab dazu Verurteilungen), die Spahn Masken affaire, die Nordstream Stiftung und die anschließende Verschleierung einige SPD Leute, die Vettern Wirtschaft der CSU Fraktion im bayrischen Landtag usw… natürlich wird hier bei der Politischen Mitte mit zweierlei Maß gemessen
Das ist für mich exakt diese absurde Social-Media-Logik, die wir seit Twitter ertragen müssen. Kritik an einer Gruppe führt automatisch dazu, dass man sich zur anderen Seite erklären muss. Meine Güte, was soll dieser krankhafte Drang nach Tribalismus?
Akzeptier doch einfach, dass ich diese unterdifferenzierten, emotionalisierenden Debatten grundlegend ablehne, egal wo sie herkommen. Das ist auch aufgrund meiner Aussage naheliegend, da ich mich ja auch darüber beklagt habe, dass alle anderen Parteien einen ähnlich schlechten Job machen.
Ich wäre sehr dafür der Twitterisierung des Forums entschieden entgegenzutreten.
Im Übrigen, nur zum Faktencheck: Kretschmer steht in der Union, was die Russlandpolitik angeht, sehr allein. Ob man allein an seiner Causa der Union wirklich eine ähnliche Russlandnähe andichten kann, wie sie in der Linken verbreitet ist, da wäre ich zumindest skeptisch.
Faktencheck: Ich habe selbst von einer “absurden” Idee geschrieben und der Union als Ganzes nichts unterstellt. Man kann eben von einzelnen nicht auf eine ganze Partei schließen. Also bitte mich richtig zitieren
Werden wir jetzt hier persönlich? Ich habe lediglich die Frage in den Raum gestellt, wieso das eine ein Problem ist und das andere nicht. Und in meinem zweiten Post habe ich sehr wohl den Schwenk auf die aktuelle mediale Debatte gelenkt, so wie sie aktuell außerhalb von Social Media geführt wird.
Was machte dich glauben, dass ich das eine als Problem empfinde und das andere nicht? War das nicht eine Unterstellung auf Basis von Tribalismus, weil ich mich getraut habe, auf die Frage