Keep Android Open

Hallo liebes Lage Team,
ich finde das Thema persönlich sehr wichtig und es bekommt sehr wenig Aufmerksamkeit. Worum geht’s:

”Im August 2025 hat Google eine neue Bedingung angekündigt: ab September 2026 muss sich jeder Android-App-Entwickler zentral bei Google anmelden bevor seine oder ihre Software auf irgend einem Gerät installiert werden kann. Nicht nur Apps aus dem Play Store: alle Apps. Das beinhaltet auch Apps, die unter Freunden geteilt werden, die über F-Droid verteilt werden, die von Hobbyisten zur persönlichen Verwendung entwickelt werden. Unabhängige Entwickler, Kirchen- und Gemeinschaftsgruppen sowie Hobbyisten werden gleichermaßen von der Entwicklung und der Weitergabe ihrer Software ausgeschlossen.” ( Keep Android Open )

Da mir Datenschutz und Privatsphäre wichtig sind, benutze ich selbst GrapheneOS. Dieses Betriebssystem gilt als eines der sichersten und privatsphärenfreundlichsten Optionen weltweit und bietet herausragenden Schutz. Durch die geplante Richtlinie ist es in GefahrIch.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr dieses Thema in der Lage oder bei Cybernation behandelt. Denn die Entscheidung beeinträchtigt die möglichkeit auf digitale Selbstbestimmung.

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Sehr beunruhigend, danke für den Hinweis.

Ich finde das schon deshalb sehr frustrierend, dass ich mich für ein Android-Handy entschieden habe, weil ich Zugang zu F-Droid haben wollte.

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Vor allem lass ich kürzlich, das Android andere App Stores eigentlich als Quelle zulassen wollte. Sehr komisch.

Andere App Stores sind schon ewig auf Android möglich, zum Beispiel F-Droid für open-source apps, lange Zeit der Amazon App Store als komplett-Alternative, der Galaxy Store von Samsung.

Diese alternativen Stores haben nun die Option mit Google für die Verifizierung zusammenzuarbeiten, oder ab 2027 nicht mehr richtig zu funktionieren. Viele kommerzielle Stores arbeiten dafür bereits mit Google zusammen, für open-source Stores wie F-Droid ist es wahrscheinlich ein Todesurteil, da viele open-source Entwickler sich nicht gegenüber Google mit Klarnamen identifizieren und für ein Entwicklerkonto zahlen wollen, insbesondere da sie mit ihren Apps auch kein Geld verdienen (wollen).

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Das ist ja widerwärtig! Der Grund, warum ich ein technisch schlechteres (IMO) System verwende (Android statt iOS) ist, dass ich gerne selbst entscheiden möchte, was auf meinem Gerät installiert wird. Es ist okay, da Sicherheitsschichten einzuziehen, dass nicht zufällig irgendein Mist aus dem Internet auf das Gerät kommt (Bildschirmschoner mit fliegenden Schweinen o.ä.), aber am Ende möchte ich entscheiden können.

Und jetzt komm „do no evil“ Google und wirft das über den Haufen? Das kann doch wohl nicht wahr sein :crying_cat:

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Gilt das auch für Fairphone?
/e/OS-Version: eine Google-freie, datenschutzorientierte Android-Variante von Murena. Fairphone verkauft das Fairphone 5 und das Fairphone Gen. 6 auch mit vorinstalliertem /e/OS.

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Gilt nicht für e/OS/ oder iodéOS (wohl meine Wahl nach meinem Urlaub). Man muss nur immer damit rechnen, dass wichtige apps (Banken, Krankenkassen) auf Google Dienste als „Sicherheitsgarantien“ zurückgreifen und in alternativen Android nicht mehr funktionieren. In meiner Meinung nach dumm, aber wohl einfach für die Unternehmen. Ich versuche da ja mitzumachen, Briefe schreiben oder so, aber gegen so eine Lobby ist das schwer

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Das stimmt nicht so ganz, da es um die App-EntwicklerInnen geht, nicht um die EndnutzerInnen. Theoretisch können alternative Android-Versionen die Google-Richtlinien umgehen und weiterhin alternative App-Stores ohne Identifizierung unterstützen. Auf der custom Rom (in diesem Fall /e/os) kommt es dann darauf an, von wo genau einzelne User die Apps dann beziehen.
Das hilft aber den EntwicklerInnen nicht, die in der Regel für Android insgesamt entwickeln und nicht ausschließlich für custom roms.

Wenn also die EntwicklerInnen gezwungen sind, sich für >99% ihrer Zielgruppe (Android-NutzerInnen) zu verifizieren, wird es effektiv keinen großen Unterschied machen, dass custom roms eine Umgehung erlauben.

Das ist natürlich (leider) richtig. Die Installation wird keine Probleme machen. Aber wieviel Entwickler sich zurückziehen werden, steht auf einem anderen Blatt…

Also, Aufruf an alle, Alternative ROMs, damit es einen Markt gibt​:wink:

Wie steht denn die EU zu eOS? Haben die ein Interesse daran ein drittes Betriebssystem für Handys zu fördern?

Ansonsten glaube ich wären alle Altternativen schnell am Ende.

Ich bin seit drei Wochen auf e/OS umgestiegen und es ist jetzt schon sehr eingeschränk. So eingeschränkt, dass es denke ohne ideologische Hintergedanken nicht Wettbewerbsfähig ist.