KE15 - Abgeschnittene Ladekabel

Grüße aus dem Hotspot NRW! In meinem Umfeld sind die von euch angefragten, klassischen Anbieter (EnBW usw.) gar nicht von diesem Kabelklau betroffen, bei uns sind es in erster Linie die Säulen bei Discountern und Supermärkten, an denen die Kabel ständig abgeschnitten werden. Offenbar scheint hier eine Bande von Aldi zu Aldi zu ziehen, denn von 10 Filialen rund um meinen Standort, gibt es derzeit nur noch an einer eine funktionierende DC-Säule. Das Kabel von einem einsamen Edeka wurde dann aber auch gleich mitgenommen. Lidl hat bei uns keine Säulen.

Das Problem ist auch, dass das sehr häufig passiert, was das bequeme Laden beim Einkaufen praktisch unmöglich macht. Allein in der nächsten Aldi-Filiale fehlt das Kabel in diesem Jahr bereits zum 3. Mal! Als es zuletzt nach Wochen repariert wurde, konnte ich einmal ganz frisch mit neuem Kabel dort laden, in der nächsten Woche fehlte das Kabel bereits wieder. Die Anbieter kommen kaum hinterher.

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Danke für die Rückmeldung! Das ist natürlich sehr ärgerlich!

Sind das dann schon die „Diebstahlsicheren Kabel“ oder die normalen?

Worauf bezieht sich deine Frage?

Nein, das sah mir bisher nach normalen Kabeln aus. Ich denke auch nicht, dass sich das mit verstärkten Kabeln lösen lässt. Wer die Thematik bei Fahrradschlössern kennt, weiß, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Diebe dann mit Akku-Trennschleifern anrücken.

Wie werden die verstärkten Kabel überhaupt gesichert? Was ich mir vorstellen könnte, wären GPS-Sender und sofortiger Alarm zur Polizei, falls sich so ein Sender von der Station weg bewegt. Hilft dann aktuell zwar auch nicht viel, aber vielleicht in Zukunft.

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Die Frage bzgl. Der Kabel die immer wieder abgeschnitten werden bezieht sich hierauf. Also mir geht’s halt drum ob hier schon die „Diebstahlschutzkabel“ immer wieder abgeschnitten werden oder ob immer wieder „nicht gesichert“ verbaut und abgeschnitten werden.

Gibt. Verschiedene Ansätze: GPS, verstärkt und mit „nicht Abwaschbarer Farbe“ … Gibt echt einziges…

Schon ein sehr lauter Alarm im Falle eines abgeschnittenen Kabels würde das Risiko für die Diebe massiv erhöhen. So einen Alarm hat mittlerweile jeder Zigarettenautomat und es ist sehr fraglich, warum man sowas nicht auch in Ladesäulen verbaut.

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Ich denke allerdings, dass es oft auch einfach Vandalismus ist. Wenn in deiner Region systematisch an allen Aldi-Filialen die Kabel fehlen, aber die anderen Ladestationen unbeklaut bleiben, dann gehts wohl nicht primär um das Kupfer im Kabel.

Ich sehe auch immer mal wieder Stecker, die fast vom Kabel abgerissen sind. Das muss man auch zuerst mal schaffen. Und ich denke ohne Absicht geht das nicht. Ich vermute mal, die „Wegfahrsperre“ bei eingestecktem Kabel haben alle E-autos, oder? (Was ja eigentlich ein riesiger Vorteil im Vergleich zu Verbrennern ist. )

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Man sieht schon, dass die Kabel ziemlich weit oben an der Station sauber abgeschnitten wurden, ca. 10 cm lassen die dann noch hängen. Ich denke, die anderen Stationen sind deshalb eher weniger betroffen, weil sie z.B. an Tankstellen stehen und daher überwacht werden. Bei Aldi (und Edeka) ist abends und nachts kein Mensch, dunkel ist es noch dazu, weil die Säulen meist in der hinterletzten Ecke stehen.

Gestern war ich das erste Mal bei dem einzigen Aldi in unserer Gegend, der aktuell noch eine funktionierende Ladesäule hat. Dort hab ich geladen und konnte auch sehen, warum das so ist. Der hat bereits diese dickeren, geschützten Kabel. Bin aber nicht sicher, seit wann das so ist. Jedenfalls wurde die Säule seit Wochen bei Google Maps als betriebsbereit gelistet, obwohl ringsrum alle Kabel fehlen.

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Was ich mich frage, ob das nicht irgendwann dazu führt, dass man an kleineren, abgelegeneren Stationen irgendwann nur noch mit eigenem Kabel laden kann.

Das ist an Schnellladesäulen nicht möglich, die haben alle ein fest verbundenes Kabel (sofern nicht abgeschnitten :roll_eyes:) . Eigene Kabel kann man nur an AC-Säulen, (11-22 kW) verwenden. Bei Schnellladesäulen wird Gleichstrom geladen, dafür hat der CCS-Stecker unten zwei Kontakte mehr als das eigene Kabel. Die festen Kabel sind auch viel dicker und teilweise gekühlt.

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Das ist der Status Quo, der ist ja nicht in Stein gemeißelt. Es ist sowohl denkbar, dass langfristig auch AC-Ladebuchsen standardmäßig Ladekabel an Säulen haben (und der BEV-Fahrer kein eigenes Kabel mehr durch die Weltgeschichte fahren muss) als auch, dass der Fahrer in Zukunft ein DC-Ladefähiges Kabel mit sich führen muss.

Naja, das wäre ja alles nur eine Frage der Zertifizierung.
Da auch das Schnelllade-Kabel mit seinen zusätzlichen zwei Kontakten vom Nutzer selbst am Auto angeschlossen werden kann spricht erstmal kein logischer Grund dagegen, warum ein solches Kabel nicht auch an der Zapfsäule angeschlossen werden können sollte. Natürlich setzt das wie gesagt einen einheitlichen Standard voraus.

Dennoch halte ich das für nicht wirklich praktikabel. Einen Nachteil des BEV sehe ich aktuell schon darin, dass ich immer das Ladekabel rumfahren muss. Selbst das normale AC-Ladekabel ist eben starr und damit nicht so leicht zu verstauen, es nimmt definitiv Platz weg. Wenn ich dazu noch ein wesentlich dickeres, wesentlich schwereres DC-Ladekabel durch die Gegend fahren müsste, fände ich das in der Tat nicht gut. Insofern bin ich auch dafür, dass die Kabel grundsätzlich an den Ladestationen sein sollten.

Eine denkbare Alternative zu Kabeln an den Ladestationen wäre in der Tat ein universelles Ladekabel für AC- und DC-Säulen, das sollte technisch ohne Weiteres möglich sein. Im Prinzip wäre das ein DC-Ladekabel mit einem klaren, einheitlichen Standard und geändert werden müssten nur die AC-Anschlüsse an Ladestationen und am Auto, indem sie um zwei „Blindkontakte“ für die zusätzlichen, bei AC nicht genutzten, Stränge des Kabels. Da dieses Kabel aber nochmal deutlich dicker und weniger flexibel wäre als das aktuelle AC-Kabel bin ich dagegen, in diese Richtung zu gehen.

Insgesamt, um zum Thema zurück zu kommen, bin ich eher dafür, dass Ladekabel an allen Säulen (AC und DC) sein sollten und einfach die Sicherungen gegen Kabeldiebstahl verstärkt werden sollten. Ein lauter Alarm (kombiniert mit einem automatischen Polizei-Notruf) und die bereits angesprochene Farb-Markierung, vielleicht noch ein verbauter GPS-Sender, sollten eigentlich genügen, das Risiko so weit zu erhöhen, dass ein Diebstahl im Hinblick auf eine Risk/Reward-Abwägung nicht mehr sinnvoll ist, ohne die Kosten zu hoch zu treiben.

Der Grund, warum man keine eigenen Kabel an einer Schnellladesäule verwenden kann, ist die aktive Kühlung. Bei Ladesäulen mit hoher Leistung zirkuliert in den Kabeln eine Kühlflüssigkeit, daher müssen die mit der Säule verbunden bleiben, alles andere wäre zu aufwendig. Außerdem sind selbst Kabel mit passiver Kühlung (bis ca. 150 kW) wesentlich teurer als AC-Kabel. Wir sind da bei 600-1200 Euro. Mit zwei Steckern dann wohl noch mehr.

Ich bin auch der Meinung, es führt kein Weg daran vorbei, die Kabel an den Säulen besser zu sichern. Vielleicht wäre es möglich, das ganze Kabel in einem Teil der Station zu verstauen, wenn keiner lädt. Sowas wie eine ausziehbare Rolle, die es auch bei Tanksäulen gibt, wird aber wohl auch nicht funktionieren, da man das Kabel wegen der Ströme vor dem Laden dann wahrscheinlich immer komplett ausrollen müsste. Weitere Sicherungsmaßnahmen, wie die von Dir angesprochenen GPS-Sender, dürften da kaum ins Gewicht fallen. Sehe das auch so, man muss das für die Diebe unattraktiv machen.

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Es gibt mittlerweile einige erhältliche Systeme um den Diebstahl zu verhindern wie z.B. Schnittfeste Kabel und Schutzschläuche, überwachte Schutzummantelung mit Alarm und Kameraüberwachung, Verdeckte Kennzeichnung der Kabel (erschwert den Weiterverkauf), Farb- und DNA-Flüssigkeit.
Zusätzlich kauft kein seriöser Schrotthändler solche Kabel oder Kupferschrott ohne Herkunftsnachweis. Daher laufen diese Kabel oft über Zwischenhändler, die das Kupfer extrahieren und ggf. im Ausland verkaufen.

Neben dem Gewicht des Kabels (ca. 15-20kg bei 5m Länge) und der integrierten Kühlung spricht auch die Verantwortung der Betreiber dagegen, dass jeder sein eigenes HPC-Ladekabel mitbringt.
Bei Typ-2 Ladekabeln (AC-laden) fließen maximal 22kW bei 3 Phasen und 400V (normal 11kW). Diese Kabel sind relativ gut handhabbar.
Um schnell laden zu können, müssen CCS-Ladekabel 300 - 500A leiten können. Das wäre bei einem Auto mit 400V-Technik 120 - 200kW. Das ist sicherheitstechnisch schon etwas ganz anderes als die AC-Ladekabel.

Man könnte natürlich die Ladekabel auch im Ruhezustand in einem stabilen Gehäuse unterbringen, was sich erst nach Authentifizierung öffnet und in den man das Ladekabel zurück packen muss nach Ende des Ladevorganges. Den Ladekomfort würde das aber nicht erhöhen.

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Dc Ladekabel wird man nie selbst mitbringen müssen. Wie oben geschrieben wegen Kühlung ausgeschlossen und nicht sinnvoll.

Ich bin positiv gestimmt, dass sich die neuen „sicheren“ Kabel durchsetzen und das Kabel anschneiden massiv reduzieren werden.

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