Meines Erachtens ist das Thema V2H etwas zu kurz gekommen. Ich habe mich beim Anschaffen meiner PV-Anlage gegen eine Batterie entschieden in der Hoffnung, dass ich vielleicht bald meine Batterie vor der Tür stehen habe. Technisch gibt es bestimmt die von Euch beschriebenen Einschränkungen. Aber regulatorisch sollte dies doch einfacher möglich sein, da ich ja nur „meinen“ (gekauften oder PV-Strom) ins Haus zurück speise und nicht ins Netz. Oder?
Würde ehrlich gesagt stark davon abraten:
- Du zyklisierst das teuerste Teil im Auto künstlich
- Du hast Nebenverbraucher und 2 mal Umwandlung die den Wirkungsgrad deutlich reduzieren
- Meist steht das Auto im Gegensatz zum Stationärspeicher nicht immer am Haus und ist dann tagsüber zum Speichern oftmals nicht da wenn man ihn bräuchte.
Für mich sinnvolle use case von Rückspeisen Aus einem Auto:
- V2L wenn man unterwegs ist (Grillen, kühlen, etwas aufblasen (SUP,…)
- Notstromversorgung deutlich verlängern (in Kombination mit einem Speicher der dann potenzielle schnell leer wird oder gemeinsam schafft man auch ne Wärmepumpe)
Falls du diese Entscheidung bereust, kannst du vergleichsweise günstig zu dem was Solateure anbieten und vor allem komplett selbst und sehr einfach einen AC-Speicher nachrüsten. Also einfach in die Steckdose stecken und einen Lesekopf am Stromzähler befestigen.
Zum Beispiel sowas hier: Zendure SolarFlow 2400 AC+ | AC-gekoppelter Speicher für Bestands-PV – Zendure Deutschland.._gsMQ..&gclid=EAIaIQobChMIv-jK6vWJlgMVKEVBAh1OmyyLEAAYASAAEgIQtvD_BwE&gbraid=0AAAAAqDHQPT_aksQgcyDs2HV924AJSFA5
Geht natürlich auch noch größer, aber dann vermutlich irgendwann nicht mehr wirtschaftlich ![]()
Hallo, wir haben uns bewusst dazu entschieden, diesmal nur über V2G zu sprechen, damit die Folge nicht zu überladen wird und natürlich, weil das alle Menschen betrifft, da es eben auch einen großen Einfluss auf das gesamte Energiesystem hat. V2H-Angebote gibt es auch schon, allerdings auch nur in wenige. Auch dort geht es ja um das Zusammenspiel verschiedener Komponenten (Smart Meter, PV, evtl Speicher, Auto, Wallbox..). Und dazu braucht es ein sehr ausgeklügeltes Energiemanagementsystem. Also auch nicht alles trivial.
Ich halte V2H auch für wesentlich relevanter für die Praxis, weil man hier richtig Geld sparen kann, wenn bei einer PV Anlage der Speicher im Haus entfällt oder kleiner dimensioniert wird.
Die technischen Bedenken teile ich nicht, da ja auch ein stationärer Stromspeicher mit den häufigen Ladezyklen umgehen kann.
Überdies kann man dann in Kombination mit einem Smart Meter und einem dynamischen Stromtarif den so vergrößerten Stromspeicher auch im Winter zu einer Reduzierung der Stromkosten einsetzen, wenn die Stromproduktion von der PV Anlage nicht ausreicht.
V2G halte ich in Deutschland für Dienstwagennutzer auch künftig für eine Randerscheinung, da sie häufig am Arbeitsplatz kostenlos oder subventioniert laden können. Die Rückspeisung ins Netz wäre dann schlicht Betrug am Arbeitgeber.
Die Ausgrenzung von PV Anlagenbetreiber verstehe ich jedoch nicht. Sie könnten natürlich zu bestimmten Zeiten über V2G mehr für Ihren Strom erzielen, als die fixe Einspeisevergütung für PV Strom. Dies ist jedoch marktwirtschaftlich richtig, da ein höherer Strompreis eine Verknappung indiziert.
Technisch kann man einen Teil der Probleme über einen zweiten Stromzähler abfangen, über den dann nur der Strom für das E Auto und ggf. die Wärmepumpe abgerechnet wird.