Hallo zusammen,
da ich mich als leidenschaflticher Fahrer und Schrauber beim Verbrenner als auch mittlerweile beim E-Antrieb zuhause fühle und mich als gewissermaßen, verzeiht mir das furchtbare Buzzword, “technologieoffen” empfinde, kamen mir bei dieser Folge einige Gedanken die ich schon lange mit mir herumtrage und nicht ausschließlich Freunde und Familie damit belästigen will.
Verbrennungsmotoren sind heutzutage schon sehr effizient und haben natürlich den Vorteil von über 100 Jahren Entwicklung. Mit zunehmender Effizienz kommt aber auch die Fehleranfälligkeit bzw. fällt die Langlebigkeit hinten runter. Bei meinen Autos habe ich das allermeiste selbst gemacht, weil ich mir die Werkstatt nicht hätte leisten können und es mich gleichzeitig erfüllt hat. Als ich dann angefangen habe mich selbstständig zu machen brauchte ich allerdings etwas verlässliches für den Kundendienst. E-Autos fand ich zunehmend interessant, aber aufgrund hohem Anschaffungspreis und kaum vorhandenem Gebrauchtmarkt, war das eigentlich nie eine Option. 1 Punkt an den Verbrenner - für viele Menschen die einzige Option (Grundsätzliche Notwendigkeit, alternative Fortbewegungsmittel, Mobilitätswende stellen wir mal außen vor). Fehlt nun, wie auch den meisten, die Möglichkeit daheim zu laden und hat man keine Lust sich 10 Ladekarten von 500 verschiedenen Anbietern rauszusuchen und ratlos vor verschieden aufgebauten Ladesäulen zu stehen ist das auch ein Punkt an den Verbrenner. Auch die Einfachheit älterer Autos, die keine Datenschutzerklärung benötigen, keine Abomodelle beinhalten um zB. Fahrzeugfunktionen freizuschalten und sich einfach nicht anfühlen wie Smartphones auf Rädern schätze ich persönlich sehr.
Nun war es mir möglich einen elektrischen Van als Geschäftsauto zu leasen und was ich wirklich genieße ist, dass meine Fahrt nun nicht mehr daraus besteht, auf das neue Geräusch zu achten und angst zu haben, dass meine Steuerkette gelängt sein könnte, sich ein Lagerschaden ankündigt, oder sonst eins der 1000 beweglichen Teile irgendein Problem hat. Nicht das ein E-Auto nicht auch technische Probleme haben kann, aber die Werkstattbesuche werden sich auf lange Sicht schwer in Grenzen halten. Noch dazu gibt es keinen unnötigen Lärm und keinen furchtbar stinkenden Diesel der hinten rausgeblasen wird. Akku degradation ist dann ein Thema, aber wie sich gezeigt hat eher ab einem Km-Stand bei dem sich heutige Verbrennungsmotoren womöglich schon 2 mal verabschiedet hätten und mit dem großen Vorteil, diese ziemlich gut messen zu können um nicht die Katze im Sack zu kaufen.
Mein eigentlicher Punkt: Nie im Leben würde ich das jetzt beides verbinden wollen und am Ende eine technisch super komplexe, viel zu schwere, ineffiziente Kiste dastehen zu haben. Meiner Meinung nach, macht die Studie die Eingangs erwähnt wurde deutlich, dass Hybride einfach normal versteuert werden sollte, denn die Rechtfertigung für die 0,5 % sind ja in der Theorie, dass grob gesagt 50% weniger Emmisionen entstehen. Das würde die geschilderte Problematik sicher deutlich verbessern.
Mit zunehmend effizienteren, umweltfreundlicheren und günstigeren Batterietechnologien, macht es einfach kaum noch einen Sinn, da jetzt auch noch einen anfälligen Verbrenner mit reinzuwursten.
Das war vor 10-20 Jahren noch Sinnvoll, als die Batterien und die Ladeinfrastruktur noch nicht so weit waren und die Hersteller einfach die Effizientesten Autos bauen wollten wie zB. der Prius, oder der erste Honda Insight. Auch die 3 Liter Autos waren ein super Ansatz völlig ohne E-Antrieb, und wesentlich sinniger und effizienter als ein 2,5 Tonnen Hybrid SUV mit 500 Ps bei gleichzeitigem Luftwiederstand einer Schrankwand.
Noch ist es ein Wandel und entgegen der AfD-Rhetorik darf der alte Verbrenner ja auch noch weiter gefahren werden, aber irgendwann muss das einfach aufhören. Und das sage ich als jemand dem das Herz aufging wenn der r6 in meinem alten 5er Bmw anfing zu schnurren.
Und bezüglich der Arbeitskräfte im Verbrenner Bereich - Wenn der globale Markt keine deutschen Autos kauft, weil niemand mehr Verbrenner fährt bringt uns der Binnenmarkt auch nicht mehr viel und ob irgendwer in 10 Jahren überhaupt noch einen Arbeitsplatz hat steht ja auch in den Sternen und die Auto Industrie wird auch von Menschen geführt die schon lange den Roboter, da wo er kosteneffizienter ist, dem Menschen bevorziehen und das wird unabhängig des Antriebs nur mehr werden.
Tldr; Hybridautos sind mMn. das schlechteste aus 2 Welten.