Hallo zusammen,
leider muss ich sagen, dass dieser Teil vom bidirektionalen (bidi) von mir sehnsüchtig erwartet wurde, aber bis auf die neuen Tarife der Hersteller in Kooperation mit den Stromanbietern, keine neuen Erkenntnisse enthält. Im Grunde gab es nahezu alles aus diesem Kapitel in einer Folge der Lage selbst bereits.
Warum ich das schade finde, begründe ich mit folgenden Punkten:
- VW und Skoda haben zwar ihre Autos auf BiDi vorbereitet, jedoch stark limitert, nämlich auf eine Nutzung der Funktion auf 4.000h bzw. 10.000kWh. Wenn überhaupt, bringt diese Limitierung höchstens die Mehrkosten einer BiDi Wallbox wieder zurücks in Portemonnaie.
- Eben diese Wallbox ist ein entscheidendes Glied in der Funktionskette. Je nach E-Auto wird auch beim BiDi zwischen AC und DC unterschieden. Das erfordert eine AC bzw. eine DC BiDi Wallbox. Beide haben Vor und Nachteile. VW und Skoda setzen nach meiner Kenntnis auf DC BiDi und erfordert entsprechende Wallboxen. Und die kosten mehrere Tausend Euro. Mit 720€ im Jahr kann man so einen Invest nicht rechtfertigen.
- Wie unterscheiden sich diese Wallboxen hinsichtlich Anforderungen an das Auto bzw an die Elektrohausinstallation?
- Ich vermisse Kritik. Ja, es ist schön, dass es nun erste Kooperationen zwischen Herstellern und Stromanbietern gibt. Ich vermisse hier jedoch Kritik und Hinterfragen. Warum braucht es den Hersteller in der Kooperation? Ich kann verstehen, dass Hersteller einbezogen werden wollen. Immerhin geben sie Garantie auf die Batterie und ihren SoH. Der wird auch durch das BiDi belastet. Okay. Aber 720€ pro Jahr als Bonus ist nicht besonders üppig. Das deutet auf eine zustäzliche Einnahmequelle für Hersteller hin.