Stimmt, da braut sich gerade ein perfekter Sturm für die Europäischen LKW Hersteller zusammen. Alle haben auf der Nutzfahrzeug IAA ihre E-LKW vorgestellt, wenn die keinen Platz zum Laden haben kauft die keiner.
Mercedes hat ja schon länger einen elektrischen Langstrecken LKW. Die klagen über fehlende Infrastruktur:
„… Als zentrales Nadelöhr sieht Rådström nicht die Fahrzeuge, sondern die Ladeinfrastruktur. Europaweit existieren derzeit lediglich rund 2.000 öffentliche Ladepunkte für schwere Lkw, während für die CO₂-Ziele von 2030 mindestens 35.000 Schnellladepunkte nötig wären. Selbst die Mindestvorgaben der europäischen AFIR-Verordnung von 20.000 Stationen werden meilenweit verfehlt. Aktuell entstehen in den Mitgliedsstaaten durchschnittlich etwa 50 Stationen pro Monat – erforderlich wären jedoch 500 monatliche Neuzulassungen…
und wenn die LKW Hersteller nicht genügend BEV verkaufen müssen diese Strafen zahlen.
„… Die drohenden Strafzahlungen ab 2030 besitzen nach ihrer Darstellung existenzbedrohende Dimensionen. Verfehle ein Hersteller die CO₂-Vorgabe um nur einen einzigen Prozentpunkt, drohten Daimler Truck rund 120 Millionen Euro Bußgeld…
„… Aufschlussreich fällt der Blick nach China aus, wo der E-Anteil im schweren Lkw-Segment bereits bei 30 Prozent liegt. Rådström und Puchert führen diesen Erfolg auf extrem niedrige Industriestrompreise, geringe Bürokratie bei Förderprogrammen und vor allem einen ganzheitlichen Ansatz zurück: Regierung, Energieversorger und Fahrzeughersteller arbeiten synchron an einem gemeinsamen Ökosystem, während Europa in fragmentierten Einzelmaßnahmen verharrt…
Netzanschluss für leistungsfähige LKW Ladeplätze ob in der Spedition / Depot oder Öffentlichen sind durch das momentane Chaos bei den anschlussbegehren blockiert
Ich sehe mittags bei unserem Supermarkt einen LKW ohne Hänger laden. Belegt zwei Ladeplätze, was bei der Auslastung derzeit kein Problem ist und ist natürlich blöd, zum Laden extra abkoppeln zu müssen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass wenn es erst losgeht, die Industrie ein Interesse an der Infrastruktur hat und dann ein Konsortium dafür gründet.
Ist ja Lotterie für den lkw dass die Ladeplätze beide frei sind und Platz für den Hänger da ist.
Ich glaube das ist für die wenigsten Lkw mit verbindlichen Terminen möglich
Falls das jemanden interessiert, einfach mal auf Youtube nach Elektrotrucker suchen.
Da sieht man schön den Alltag.
Mittlerweile gibt es Ladesäulen (zu wenige), die lediglich für LKW sind und nur über bestimmte LKW-Ladekarten freigeschaltet werden können, sowie Buchungsmöglichkeiten für Ladeplätze.
Und oftmals ist das Abkoppeln auch gar nicht das große Problem bzw. hilft, den Nachtstellplatz frei zu halten.
Aber ja, vieles von dem was ich da sehe erinnert mich daran, wie E-Auto laden vor 7 Jahren war, als ich damit anfing.
Da ich viel auf Autobahnen unterwegs bin, sehe ich, dass sich auch im Bereich LKW gerade viel tut.
Und hilfreich ist auch Tobias E-Trucker App:Startseite – eTrucker
China die e-Mobilität mit hunderten Milliarden direkt gefördert.
Hinzu kommen noch Förderungen für Grundstücke, Strom und bei Krediten. die chinesische Autoindustrie 2022 Kredite mit einem Zinssatz von ungefähr zwei Prozent. der Hälfte des durchschnittlichen Zinssatzes für Kredite für Handel und Industrie. Hinzu kommen die in der Sendung genannten Skalenvorteile durch den riesigen chinesischen Markt.
Wahrscheinlich ist hier auch Ähnliches bei den Nutzfahrzeugen angekommen, kommen diese teilweise doch aus dem gleichen Konzern wie pkw (z.b. Byd, Farizon gehört zu Geely…) .
Die chinesischen e-LKW werden -wie zuerst auch
Die e-Autos- bis zu 40 % billiger angeboten. Service bietet byd evtl über das pkw Netzwerk, Sany über Putzmeister, oder die schließen Verträge mit lkw Werkstatt(Ketten)
„…Der Chef der Traton-Tochter MAN, Alexander Vlaskamp, ist überzeugt, dass die Chinesen auch wegen unfairer Subventionen billiger sind. „Ich sehe das mit Sorge, wie China agiert über Subventionen - die EU aber nicht agiert.“ Die Europäische Union sollte wie bei den E-Autos Importzölle in Betracht ziehen, fordert er…“
Könnte schon dumm laufen für die europäischen Lkw Hersteller, die können ihre E-Lkw nicht verkaufen weil lademöglichkeiten fehlen bzw wegen dem anschlussvergabechaos nicht möglich sind und der China e Lkw aufgrund von Subventionen billiger ist. Weil europäischen Hersteller dann ihre e-Lkw Ziele verfehlen drohen denen zusätzlich mrd Strafen, wenn sie bis 2030 den erforderlichen Anteil von fast 40 Prozent E-Trucks nicht schafft.
Wäre schön wenn Ihr evtl dieses Thema mal aufgreifen könntet.
Wir hatten auch mal innovative Photovoltaik Hersteller, China hat damals durch geschickte Subventionen und Deutschland durch falsche Politik diese vom Markt verschwinden lassen…
Bei den lkw steht uns wohl die nächste deindustialisierung und China Abhängigkeit bevor