Kapitalismuskritik in der Lage

Dann lesen Sie vielleicht mal den Beitrag auf den ich geantwortet habe. Dort heißt es - ich zitiere mal vollständig für Sie (das kennen sie ja nicht):

mein Punkt war, dass ich es anzweifle, dass der Staat ein besserer Produzent von Impfstoffen ist und dass offensichtlich kein Marktversagen vorliegt, wie Großbritannien, Israel und die USA zeigen. Denn dort gibt es offensichtlich genügend Impfstoffe.

Hier wurde eine Verfügbarkeit von Impfstoffen in einzelnen Ländern mit „offensichtlich kein Marktversagen“ bewertet. Ich halte nichts davon anderen (auch ärmeren) Ländern Impfstoffe (noch mehr) wegzukaufen als ohnehin schon, und ich halte es für einen absurden Maßstab für „der Markt funktioniert“. Natürlich kann Deutschland die wenigen Impfstoffe auch den USA wegkaufen - aber das ist epidemiologisch vermutlich ein Null-Summen-Spiel.

Aufgabe der Ökonomie ist die Versorgung mit Produkten zu Preisen, die sich je mehr Wettbewerb den Herstellungskosten annähern. In der jetzigen Phase geht es um Ausweitung der Produktionskapazitäten - daran gibt es aber für Firmen mitnunter weniger Interesse, wenn sie die Erträge maximieren wollen.

Aber die Tatsache, dass die forschenden Pharmafirmen es in weniger als einem Jahr geschafft haben, mehrer Impfstoffe zu entwickeln, zeigt, dass der Markt auch hier sehr wohl sehr gut funktioniert hat.

Es zeigt das es Menschen gibt, die nicht wissen in welchen Rahmen insbesondere bei Gütern wie Impfstoffe der Staat weiträumig eingreift, regelt, Abnahmen auspricht, Forschungsgeld verteilt, Unternehmensbeteiligungen ausführt, Genehmigungsverfahren anpasst etc.

Aber „der Markt“ „funktioniert“`? Vielleicht kann man etwas diffenzierter das behandeln.