Gibt es wenig direkte Zahlen zu. Was es gibt:
Angenommener Gesamtwohnungsbestand: ca. 40 Mio. Wohnungen (häufig verwendeter Wert). Nicht alle davon sind vermiete Wohnungen. Etwa 430.000 Immobilien werden pro Jahr in Erbfolge übertragen (Erbe/Schenkung). Es gibt keine Daten darüber, wie viele davon vermietet sind oder werden.
Etwas vereinfachte Rechnung:
430.000 / 40.000.000 = 0,01075 ≈ 1,08 % → Pro Jahr werden also grob ≈ 1 % aller Wohnungen durch Erbfolge übertragen.
Über 10 Jahre (vereinfacht, ohne Verkäufe/Mehrfachübertragungen): 430.000×10 = 4,3 Mio. → das wären 4,3/40 = 10,75 % des Bestands geerbt (rein kumulativ).
Wie gesagt: Nicht alle davon sind oder werden vermietet. Ein nicht erfasster, aber vermutlich nicht insignifikanter Teil wird verkauft oder selbst genutzt.
Also auch die Erzählung, Vermieter wären in der Mehrheit über Erbe zu ihren Immobilien gekommen, halt nicht so ganz stand.
Es führt auch etwas vom Thema ab. Was ich aber wichtig finde: Die Idee, dass die Rechte und Interessen von Vermietern einem egal sein können, weil sind eh schlechte Menschen, die die aktuelle Wohnungsmisere zu verschulden haben, ist nicht ganz so simpel. Und würde ich z.B. eine Wohnung erben und sähe mich vor der Entscheidung: Vermiete ich, oder verkaufe ich sie unvermietet als Eigentumswohnung für deutlich mehr Geld? Dann würde ich in der aktuellen Gesamtsituation, an der auch Deine Einstellung einen Anteil hat, verkaufen.