Das steht da ja auch nicht. Da steht, dass seit den letzten Angriffen die Sorgen vor einem neuen Krieg zugenommen haben. Und die Sorgen, dass das Regime die katastrophale bis peinliche Niederlage grade in den Bereichen Luftverteidigung, ballistische Raketen, Nuklearwaffen und regionale Proxys, in die besonders viel monetäres und politisches Kapital investiert wurde, mit irgendeiner Eskalation zu kompensieren versucht sein könnte, halte ich für nachvollziehbar. Genauso die Sorgen, dass Netanjahu oder Trump von den leichten Siegen zu weiteren Schlägen verlockt sein könnten. Grade wenn einer von beiden innenpolitisch in Schwierigkeiten gerät. Dass einem von beiden die demokratische Opposition dabei sonderlich am Herzen liegen könnte, oder die Sorge vor Toten Unschuldigen umtreiben könnte, ist dabei ähnlich wahrscheinlich, wie in Venezuela.
Du hast recht, so steht es da nicht.
Edit:
[quote=„JohanneSAC, post:21, topic:31276“]
Genauso die Sorgen, dass Netanjahu oder Trump von den leichten Siegen zu weiteren Schlägen verlockt sein könnten. Grade wenn einer von beiden innenpolitisch in Schwierigkeiten gerät. Dass einem von beiden die demokratische Opposition dabei sonderlich am Herzen liegen könnte, oder die Sorge vor Toten Unschuldigen umtreiben könnte, ist dabei ähnlich wahrscheinlich, wie in Venezuela.
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Angemerkt sei: Wenn Israel oder die USA den Aufstand durch Schläge gegen IRGC Kasernen stützen, dann würde das die Erfolgsaussichten deutlich verbessern. Ob sie sich davon selbst Vorteile erhoffen, wäre mir egal, es zählt das Ergebnis.
„Iran International“ aus London (kannte ich bisher nicht, wohl eine wichtige Stimme der Opposition, aber mit Links zu den Saudis) spricht auch von mindestens 2.000 Toten:
Recht aufschlussreich finde ich auch manchmal die Texte von AI Monitor (Iran - AL-Monitor: The Middle Eastʼs leading independent news source since 2012), hier wegen Paywall ein Archivlink zu einem Artikel von heute.
Ist da überhaupt noch viel Spielraum?
https://www.ihk.de/duesseldorf/aussenwirtschaft/zoll-und-aussenwirtschaftsrecht/internationale-handelspolitik3/news/wiedereinsetzung-der-iran-sanktionen-6761348
Natürlich, deine Liste beinhaltet nur Handelsbeschränkungen. Diese können ausgeweitet werden, z.B. um Sekundärsanktionen.
Aber ich forder Sanktionen gegen die IRCG (Organisation und Einzelpersonen) und allen, dienman als Mullah-Regime-Unterstützer ausmachen kann. Das bedeutet einfrieren von Vermögenswerten, Zahlungsverkehr und Reisebeschränkungen. Die IRGC könnte man z.B. auch als Terrororganisation einstufen, wenn man denn wollte. Die USA haben das beispielweise bereits gemacht.
Aus einer Antwort des Auswärtigen Amts vom Juni 2025 zu dieser Frage. Ob der letzte Satz inhaltlich korrekt ist, kann ich nicht beurteilen:
Die Bundesregierung setzt sich weiterhin aktiv für die Listung der Irani-
schen Revolutionsgarden (IRGC) unter dem EU-Antiterror-Sanktions-
Regime ein. Für Listungsentscheidungen ist ein Konsens aller EU-Staa-
ten erforderlich, der durch einen einstimmigen Beschluss des Rates for-
malisiert werden muss.
Die Voraussetzungen für eine Listung unter dem horizontalen Anti-Ter-
rorismus-Sanktionsregime der Europäischen Union sind in Artikel 1 des
Gemeinsamen Standpunktes 2001/931/GASP des Rates über die An-
wendung besonderer Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus nie-
dergelegt.
Die Revolutionsgarden sind bereits als Entität unter dem Sanktionsre-
gime für Massenvernichtungswaffen in Iran EU-gelistet. Alle recht-
lichen Folgen, die sich aus einer Listung unter dem EU-Anti-Terror-
Sanktionsregime ergeben würden, gelten daher bereits.
Q3/2025 wurden teilweise Werte eingefroren und Reisebeschränkungen erlassen, aber meines Wissens nur für einzelne Personen und Gruppen. Es ginge noch mehr. Falls jemand bestätigen kann, dass das nicht mehr aktuell ist, wäre das natürlich sehr gut!
Gestern abend hat die Tagesschau mit einem Beitrag über die Proteste im Iran begonnen. Aktuelle Bilder/Videos waren aufgrund der Sperrung des Internets und dem Mangel an westlichen Journalisten vor Ort aber kaum vorhanden.
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