Ich höre seit anderthalb Monaten mit großer Freude und großem Interesse eure Veröffentlichungen.
Die aktuelle Ausgabe mit
Daniel Günther, CDU-Ministerpräsident Schleswig-Holstein
fand ich aber deutlich unter eurer bisher gewohnten Qualität.
Mich hat die überhebliche, unterschwellig arrogante und manchmal geradezu süffisante Art des Sprechens des Herrn Günther echt geärgert.
Ich hätte mir von euch mehr Nachfragen und Hinterfragen seiner meiner Empfindung nach manchmal platten Antworten gewünscht.
Als es um das Thema der Regierungsverantwortung im Osten nach den Landtagswahlen im September ging, also ziemlich zum Schluss des Gesprächs, hab ich gedacht, jetzt kommt ihr doch hoffentlich auf Touren. Leider nein.
Tatsache ist ja, dass hier im Osten die AfD und die CDU ein einziges Gemenge sind.
Hier gibt es Null Abgrenzung, und das erschreckt mich als linksgrünliberalfriedfertigdemokratisch ausgerichtete Frau wirklich zutiefst.
Das Thema habt ihr angesprochen, aber seine Antwort war ein einziges Ausweichmanöver.
Warum habt ihr ihn nicht ein wenig provoziert?
Klar hat er das Problem in seinem Bundesland nicht, aber wenn der Westen so lasch und ohne klare Positionierung für das, was im Osten geschehen sollte, nämlich auch und besonders seitens der CDU eine Brandmauer zu leben, weiter macht, wird er sich noch wundern, wie die AfD auch im Westen immer stärker wird.
Davor gruselt es mir und vielen anderen Menschen, die so denken wie ich.
Leute, nehmt das ernst, was hier passiert!
Herzliche Grüße von einer Umsiedlerin, die beide Seiten kennt, West und Ost,
aus Liebe zur Natur gezogen von Düsseldorf nach Mecklenburg Vorpommern in die Feldberger Seenlandschaft