In Defence of Democracy and the Rule of Law in the Age of “Artificial Intelligence”

Ihr solltet mal den Einfluss von KI auf die Gesellschaft beleuchten:

https://static1.squarespace.com/static/604b05672bbe0130d9171569/t/60ca1d55d81bff44bef3b218/1623858517472/In+Defense+of+Democracy+and+the+Rule+of+Law+in+the+Age+of+Artificial+Intelligence±+16JUN2021.pdf

Bitte tut mir dabei den Gefallen, nicht dem KI-Hype zu verfallen. Da ich in dem Umfeld arbeite, nervt der schon ziemlich :sweat_smile:

Ich würde eine pragmatische Betrachtung der technischen Möglichkeiten und der Akteure toll finden. Am besten auch mit Interview eines KI-Entwicklers (Lieber Doktorand als Prof)

Gerade wenn Du „in dem Umfeld“ arbeitest, wäre es schön, wenn Du an einer offenen und ehrlichen Diskussion darüber interessiert wärst. Wenn diese Diskussion dazu führt, dass die damit verbundenen Befürchtungen keine Grundlage haben … umso besser!

Keine Sorge, eine gute Diskussion lasse ich nicht aus. Den verlinkten Artikel sehe ich leider nur bis zur Paywall, aber das scheint mir schon seltsam, dass Regeln für KI gefordert werden und dann gleich im Anreißer Regeln, „um die Macht der digitalen Konzerne in den Griff zu kriegen.“ – Das ist ja durchaus ein Unterschied. Einerseits das, was wissenschaftlich geht und andererseits wirtschaftliche Interessen. Wenn ich das Schriftstück so lese, habe ich den Eindruck, dass es da ja insb. darum geht, wie wir mit einer mächtigen Technologie zur Datenanalyse umgehen und ob wir sie einzelnen Firmen/Staaten/Akteuren überlassen können/wollen.
Ich zweifle nicht daran, dass lernende Algorithmen sehr mächtig sind. Im Gegenteil: Da geht sehr viel unerwartetes. Die Frage, wie wir als Gesellschaft damit umgehen ist da total relevant – dass der Text sich da m.E. eher juristische Regelungen wünscht kann ich verstehen. Dennoch glaube ich, dass das Problem schon vor KI anfängt. Datenauswertungen gibt es auch ohne KI und selbst da gibt es das Problem.

Was ich mit dem KI-Hype meine: Irgendwann wird immer darüber philosophiert, was „DIE KI“ möglicherweise irgendwann alles kann und mittlerweile macht gefühlt jeder irgendwas mit KI, sodass es durchaus schwer ist, herauszufinden wo etwas dahinter ist. Insbesondere habe ich öfters den Eindruck, dass Leute, die Fördergelder brauchen, da mit dem Verweis auf „DIE KI“ das Blaue vom Himmel versprechen. Mir fehlt da oft ein kritischer und pragmatischer Blick darauf.

Eine Beobachtung, die ich noch nicht einordnen kann: Bei den Unterzeichnern des Dokuments habe ich viele Funktionäre, Akademiker in der Nähe der Juristerei und KI-Ethiker gesehen (ok, ist etwas verkürzt) – einen wirklichen KI-Entwickler habe ich nicht gefunden. Vielleicht habe ich das auch übersehen und ich würde mich da über einen Hinweis freuen.
Die Perspektive eines KI-Praktikers darauf wäre für mich schon sehr spannend.

… deshalb habe ich das Manifest selbst als Link gesetzt

Ja, aber darum geht es mir hier nicht. Mir geht es darum, dass Maschinen Entscheidung fällen, die Menschen nicht nachvollziehen können - weder die Betroffenen noch die Entwickler der KI. Das das ein ungutes Gefühl hinterlässt, ist verständlich.

LOL, wir schreiben „KI“ und am Besten noch „Blockchain“ drauf und … schwubs … sind die Fördergelder oder Investoren dar. Ja, kenne ich. Ich sag nur „fümf“, wenn du den Semi-Insider kennst.