Geht die emotionale Bindung an Haustiere zu weit?

Ich bestreite ja nicht, dass es solche Fälle gibt, sondern hinterfrage nur, inwieweit das an sich ein gesellschaftliches Problem ist und nicht nur eine (von verschiedenen möglichen) Ausdrucksform eines generellen gesellschaftlichen Problems. Auf diese Frage bist du leider nicht eingegangen.
Dass unsere Gesellschaft nicht mehr dieselbe ist wie 1976 ist eine Binse. Das sagt aber an sich eben noch nichts darüber aus, welche Rolle der veränderte Umgang einiger(!) mit ihren Haustieren beim gesellschaftlichen Wandel spielt.

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Andererseits hängt da ja eine ganze Industrie (von Fressnapf bis ….) und Dienstleistungsbereich dran (Tierärzte, Pferdetrainer, Tier-Heilpraktiker, Orhtopädietechniker für Tiere,…).

Ist wohl wie beim Rauchen und Alkohol: solange man Geld damit verdienen kann, ist es Teil der „Freiheit“

Problem ist: Wenn Du rauskommen, fressen sie große Mengen Singvögel.

Liebe Grüße

Rolf

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In wie weit diese Zahl schlussendlich korrekt ist, sagt auch der Experte in dem Artikel ist strittig.
Katzen töten andere Tiere und oftmals nicht mal aus reinem Überlebenstrieb, sondern als Geschenk fürs Personal - Fakt!

Am Ende des Artikel steht die eigentlich wichtig Einordnung der Zahl und die Folgen

Wenn man überlegt, was zu tun ist, muss man sich als erstes klar machen, wie sich die 14,8 Millionen Hauskatzen in Deutschland aufteilen: Die „Stubentiger“ sind für die Vogelwelt harmlos. Freigänger, die dennoch ein zu Hause haben, jagen nur zum Zeitvertreib. Das größte Problem für die Vögel stellen verwilderte Hauskatzen dar. Sie sind gezwungen, ihren Nahrungsbedarf außer über menschliche Abfälle praktisch komplett durch die Jagd auf Kleintiere zu decken. Wenn es gelänge, die Bestände verwilderter Hauskatzen zu reduzieren, hätte man das Problem sicherlich auf ein erträgliches Maß verringert.

Wir haben unsere Katzen aus dem Tierheim mit Nachweispflicht der Sterilisation, damit die Bestände nicht weiter anwachsen. Man kann sich auch Tiere halten und die Folgen so gering halten wie möglich.

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Klar sind Katzen als Haustiere auch sehr kritisch zu hinterfragen, aber die Lösung kann doch nicht sein, sie ihr ganzes Leben einzusperren.

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Wäre es besser Hunde und Katzen auszuwildern und der Natur ihren Lauf zu lassen?

Das was ich geschrieben habe, sind die Punkte die Gegner/Hasser von (Haus)tieren anbringen würden, ist nicht meine Position. Ich halte nichts davon Tiere einzusprengen und wenn eine Haustierhaltung nur durch einsperren möglich ist, halte ich sie für falsch.

Bei uns vergeht quasi kein Monat in dem mal nicht in der Regionalpresse darüber berichtet wird, das wieder Giftköder, Köder mit Glasscherben o.Ä. gefunden wurden. Berichte über schwer misshandelte Pferde sind auch keine Seltenheit.

Zumindest nach dem Experten in dem NABU-Artikel auf keinen Fall, die verwilderten Katzen sind lt. ihm das Hauptproblem für den Bestand der anderen Tieren.

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Falls die Frage an mich gerichtet ist. Ich hab doch gesagt, dass Hunde und Katzen als einzige Haustiere erlaubt bleiben sollten und lediglich Wohnungskatzen verboten (und selbstverständlich sämtliche Qualzuchten). Von daher passt dein Vergleich nicht wirklich. Und selbst wenn ist das ein Strohmann, weil niemand gefordert hat die Tiere auszuwildern.

Das ist wohl wahr, lässt sich aber auch über viele andere Dinge sagen (Handys, Urlaube, Autos, Fernseher, Kameras etc.). Ist auch eine Folge des Konsumismus bzw. Kapitalismus, der jetzt aber an seine, nicht nur planetaren, Grenzen stößt. (Viele) Menschen haben eben nicht zeitgleich Geld für den ganzen Bimbes und Kinder. Forderungen der Politik mehr zu arbeiten, Kinder zu bekommen und noch mehr Krams zu konsumieren sind schon aus Zeitgründen unmöglich.

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