Weil Sportrechte seit Jahren weltweit boomen und sehr schnell teuer werden, weil sofort Interessenten da sind wenn die Sportart eine gewisse Beliebtheit hat. Nur leider sind die Käufer meist kostenpflichtigen Anbieter. Und eben nicht nur wie früher Sky, sondern duzende verschiedene. D.h. wir sprechen schnell von 25….50….100€ im Monat.
Das ist halt einfach nicht sozial, Kinder und Altengerecht.
Ist es wirklich so eine zentrale soziale Errungenschaft, dass Menschen im Fernsehen allerlei Sport schauen können? Ist das wirklich die sinnvollste und wirksamste Art, das Geld einzusetzen? Ich finde nicht. Ich mag Sport viel lieber bei ARD und ZDF, als bei den Privatsendern, aber das finde ich sehr hoch gehängt, für sowas banales.
Wenn man sich die Einschaltquoten ansieht, dann sind Sportevents äußerst beliebt, und speziell für Kindern sind Sportler oft sehr sehr große Vorbilder, speziell für Jungs. Und ich fände es einfach tragisch, wenn der Geldbeutel der Eltern noch stärker darüber entscheidet, ob Kinder ihre Stars sehen können oder nicht.
Und nochmal zu den Privatsendern:
Die haben nicht das Geld für viel mehr Rechte. SAT1 Pro 7 und RTL haben einige wenige Filetstücke, alles andere geht an Sky, DAZN, Magenta, Prime, Dyn, DisneyPlus, HBOmax, Netflix, …. .
Zur Champions League:
Bitte einmal anerkennen, dass Fußball der mit Abstand populärste Sport ist, und die CL darin der bedeutendste Clubwettbewerb der Welt.
Das ZDF hatte NIE die kompletten Rechte, sondern über Jahre ein Spiel pro Spieltag und kleine Zusammenfassungen der anderen Spiele. Jetzt hat sich das ZDF auch noch gegen das eine Livespiel entschieden, sondern hat nur noch die Zusammenfassungen.
Das ist eine vernünftige Entscheidung um den Menschen zeitnah eine Berichterstattung zu liefern.
Wenn man sich die Einschaltquoten ansieht, dann sind Sportevents äußerst beliebt, und speziell für Kindern sind Sportler oft sehr sehr große Vorbilder, speziell für Jungs. Und ich fände es einfach tragisch, wenn der Geldbeutel der Eltern noch stärker darüber entscheidet, ob Kinder ihre Stars sehen können oder nicht.
Mein Begeisterung, Männerfußballweltmeisterschaften, die von einer umstrittenen Organisation in umstrittenen Ländern veranstaltet werden, zu finanzieren hält sich sehr in Grenzen.
Ich sehe den Vorteil des ÖR eher bei Randsportarten, die Privatsender mangels Einschaltquote vermutlich nicht übertragen würden.
Das sehe ich auch so.
Der ÖR hat die Freiheit nicht ständig auf Quoten schielen zu müssen - ich finde damit haben sie eine Verantwortung, Bereiche abzudecken, die bei den Privaten keine Chance haben: Fundierten Journalismus und Randsportarten z.B.
Fifa? Not so much.
Ich finde beides ist richtig. Einerseits sollte und muss der ÖRR nicht auf die Quote schauen (Randsportarten stärken), andererseits haben Events wie eine WM ein so großes öffentliches Interesse, dass der ÖRR berichten muss.
Den Shitstorm will ich sehen, wenn die EM und WM (auch Frauen!) nicht mehr übertragen wird. Das ginge mMn nur, wenn der monatliche Beitrag deutlich sinkt (3 … 5 € weniger).
Nur mal ein paar Zahlen:
Das erste deutsche Gruppenspiel gegen Curaçao erreichte knapp 24 Millionen Zuschauer.
Das Sechzehntelfinale gegen Paraguay sahen 17,57 Millionen.
Weitere deutsche Gruppenspiele:
Gegen Ecuador waren es 18,47 Millionen in der ARD, gegen die Elfenbeinküste 18,26 Millionen.
Der niedrigste Wert, der mir vorliegt, ist Kanada gegen Bosnien-Herzegowina in der ARD mit im Schnitt 7,23 Millionen Zuschauern bei einem Marktanteil von 34,7 Prozent.
PS: ARD und ZDF hatte keine direkte Lizenz von der FIFA. Diese hatte die Telekom. ARD und ZDF hatte eine Sublizenz von der Telekom.
Ich bin ebenfalls kein großer Lanz-Fan – für mich ist er einer der „nervigste Unterbrecher im deutschen Fernsehen“ und manche seiner Haltungen teile ich nicht.
Aber: Aus dem einzelnen LinkedIn-Bericht eines einzelnen Talkshow-Gasts gleich abzuleiten, Lanz habe „heftig gegen Migranten gewettert“, finde ich ziemlich mutig.
Geschildert wird hier im Jahr 2026 dort ein privates, offenbar nicht aufgezeichnetes Gespräch von vor 8 Jahren. Es werden nur die eigenen Eindrücke und Schlussfolgerungen wiedergeben, keine konkrete Zitate - die auch niemand überprüfen kann.
Es genügend öffentliche Gegenbeispiele für ein „heftig Wettern gegen Migraiton“, z.B. sein Vorwurf an Maßen 2019, als er diesen „AfD-Sprech“ vorwurf nach seiner Differenzierung zwischen „Migranten“ und „Flüchtlingen“. In seinen Sendungen zum Thema Migration lädt er regelmäßig unterschiedliche Perspektiven ein hat dabei meines Wissens niemals „gegen Migrationen gewettert“.
Kritik an Lanz: jederzeit. Aber bei einer so weitgehenden Kritik „wettert gegen Migranten“ traue ich eher öffentliche dokumentierten Aussagen als eine einzelne, Jahre später veröffentlichte Eindrucke und Schlussfolgerung eines Einzelnen.
Sorry, aber das ist naiv. Der durchschnittliche Bürger interessiert sich wenig bis gar nicht für Politik und seine Aufmerksamkeitsspanne für solche Themen, v.a. seine Bereitschaft, sich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen, ist gering. Daher ist der Informations- und Bildungs-Auftrag des ÖR eine große Herausforderung (es hat einen Grund, warum Umfang und Qualität von Nachrichten und Informationen auf den Privaten so schlecht ist - die Kosten rechnen sich bei dem Publikum einfach gar nicht).
Es reicht einfach nicht, einfach journalistisch hochwertig kuratierte und erstelle Nachrichten anzubieten im Sinne von „Wenn you build it, they will come“ - das ist im Kern, was Du forderst. Als ÖR braucht man eine ausgefeilte Marketing-Strategie, um Zuschauer auf den Kanal zu bringen … und dann hoffe, dass der eine oder andere auch mal bei Nachrichten oder Informationssendungen hängen bleib. Dabei spielt die Marke eine ganz wesentliche Rolle. Denn wenn der Durchschnittbürger dann doch mal Nachrichten schaut, wird er die Quelle nach dem auswählen, was er kennt und wem er vertraut.
Hier gilt genau das Gleiche: Marketing, Marke.
Die Kosten von Männerfußball pro Sendeminute sind etwa doppelt so hoch wie die teuersten anderen Produktionen und mehr als fünfmal höher als Nachrichten.
Die Kosten pro Zuschauer und Sendeminute sind abgesehen von den historisch besten Quoten unterdurchschnittlich.
Du verlangst hier, dass ÖRR unbegrenzt die Gier der Organisationen, Vereine und Spieler subventioniert.
An dieser Forderung ist nichts sozial. Das ist nicht für Kinder. Das ist nicht für Alte.
Bevor man so unfassbare Summen der Pflichtbeiträge in ein einziges Unterhaltungsformat investiert würden mir viele sozialere, Kindergerechte oder auch Altersgerechte Ausgaben einfallen. Zum Beispiel die lokalen Sportvereinen, von denen aktuell immer mehr schließen. Selbst Fußball spielen.
Es ist verständlich, dass du deine Passion möglichst verbreitet sehen möchtest und dir einfacher, billiger Zugang für dich selbst wichtig ist. Aber billig für dich wird es nur, weil so viele die nichts davon haben die absurden Preisexplosionen für dich Quersubventionieren.
Ich habe Markus Lanz jahrelang fast jedes Mal geschaut und erlaube mir deshalb ein eigenes Urteil und glaube auch diesem Bericht und zwar ohne Zweifel.
Die Diskussion über (mMn total überzogene) Gehälter¹ von Moderatoren als „Neiddebatte“ abzustempeln, halte ich, insbesondere von jemanden der 382k €² im Jahr verdient (etwa soviel wie der Bundeskanzler), zum Kotzen. Wie kann man nur so unsensibel sein.
Bei mir hatte Herr Himmler da die letzten Sympathiepunkte verspielt.
Und das der Chef von Pro7Sat1 sicher deutlich mehr verdient ist in meinen Augen auch überhaupt kein Argument, jeder kann sich entscheiden ob er Pro7Sat1 schaut oder Geld bezahlt, beim ZDF habe ich die Wahl nicht. Da erwarte ich auch, dass man ganz anders mit meinen Beiträgen umgeht.
¹ Auch wenn es oft sicher keine „Gehälter“ im eigentlichen Sinne sind
² entspricht den Beiträgen von > 1700 Beitragszahlern oder 7 mal dem Mediangehalt in Deutschland.
Liebes Lage Team,
zum Interview mit dem ZDF-Intendanten habe ich ein paar Anmerkungen, die ich Teilen will. Denn Herr Himmler wurde, wie ich finde, ziemlich ins Kreuzverhör genommen, was insbesondere die Rechtfertigung des ÖRR betrifft. Das ist natürlich auch eure journalistische Aufgabe, allerdings hatte ich das Gefühl, seid ihr als Moderatoren scheinbar sehr wenig mit dem Programm des ÖRR vertraut und Herr Himmler hätte wiederum auch noch ein paar kräftigere Argumente bringen können. Daher hier nun ein paar Worte aus meiner Perspektive als Rezipient. Insbesondere will ich 3 wesentliche Argumente betonen.
- WERBUNG
Dieser Aspekt kommt mir viel zu kurz. Ich bin 23 und bereits größter Fan des ÖRR, insbesondere was lineares Fernsehen betrifft. Ich kann mir partout nicht mehr lineares Privat-Fernsehen ansehen, weil es nur noch Content-Brei ist, der zwischen Werbeblöcke gepresst ist. Ca. 21% der Sendezeit im Privatfernsehen ist reine Werbung. Darüberhinaus gibt es Produktplatzierungen, Werbebanner und Schleichwerbung. Außerdem ist das ganze Programm auf die Werbung ausgelegt, da das nun mal die Finanzierung des Ganzen ist. Ständig gibt es unnötige Wiederholungen oder Cliffhänger, um über die Werbepause zu kommen und dranzubleiben, und das merkt man im ganzen bunten und reizüberfluteten Programm. Ich nutze daher gern den ÖRR, da hier weitgehend kommerzfreie Unterhaltung möglich ist. Das Programm ist nicht auf Werbe- und andere Profitinteressen ausgelegt und selbst wenn es nur Unterhaltungsprogramm ist, finde ich das essentiell für eine Gesellschaft.
Eine kleine Anmerkung zum Sport, da die Bemerkung kam, Sportevents könnten ja genauso gut im Privatfernsehen laufen: ist Sport nicht schon genug voll mit werbe-bannern? Und wie fair ist es, wenn man das Spiel um Platz 3 der Fußball WM auf DAZN schauen muss? Auch viele weitere Spiele der WM wurden nicht übertragen, und das fand ich dreist und nicht fair für alle diejenigen die wenigstens für die WM einschalten und die verfolgen wollen.
- Unabhängigkeit
Der ÖRR ist durch die öffentliche Finanzierung weitgehend unabhängig von politischer- und kommerzieller Einflussnahme. Auch das halte ich für essentiell, gerade heute. Das ist im Privatfernsehen nicht gegeben. Ich warte nur darauf, dass Frank Gotthardt ProSieben kauft.
- Das Programm (meine Perspektive)
Hier will ich euch als junger Mensch nur mal meine Perspektive aufzeigen, wie viele Berührungspunkte man mit dem ZDF hat. Ich selbst habe keinen Fernsehanschluss (streame hauptsächlich und nutze social Media), bin wie gesagt 23, studiere und arbeite. Ich würde mich nichtmal als riesen Konsument des ÖRR bezeichnen. Ich schaue/höre noch vieles weiteres und grundsätzlich auch das nur ein Bruchteil des Tages. Ich bin kein Rentner bei dem den ganzen Tag der Fernseher läuft. ABER ich nutze wirklich bewusst und unbewusst soviele Produkte von ZDF, ARD, Arte, funk und co. Ich zähle hier einfach Mal aus dem Stehgreif Sendungen und Kanäle des ZDF/funk auf, die ich in den letzten Wochen gesehen habe:
direkt bei ZDF:
- ZDF Magazin royale
- Böhmi Brutzelt
- Doppelhaushälfte
- Bares für rares (& bares für rares Händlerstücke)
- Terra X
- MatthinkX
- HeuteShow (&heuteshow spezial)
- Extra3
Funk:
- die da oben
- marielinasmy
- 70sekundenWiki
- Funk (deren Kanal)
- Was kostet die Welt
- StrgF
- MrWissen2go
- Edeltalk
- Hit101
Ich spreche da auch für mein Umfeld. Was ich damit zum Ausdruck bringen will: jeder konsumiert/ nutzt Angebote des Örr/des ZDF. Ich will damit nur einen Gegenpol aufzeigen zur Moderation des Podcasts: ich meine der örr ist weit verbreitet in vielen Teilen der Gesellschaft.
Und deswegen, und wegen vieler weiterer Argumente, finde ich auch das „Doppelprogramm“ angemessen. In dieser durch-kommerzialisierten Welt voller Profit- und Politinteressen brauchen wir ein Programm für jede BürgerIn, das fair ist, auf das man sich verlassen kann und sicher sein kann, es ist unabhängig, seriös und selbst wenn es nur zur Unterhaltung dient: nicht voller Werbung. Oft merkt man aber auch in den reinen Unterhaltungssendungen, dass sie einen gesellschaftlichen Auftrag erfüllen, uns einen Spiegel vorhalten, man etwas lernt oder wertvolles mitnimmt (Stichwort: Doppelhaushälfte- schaut’s euch an…).
Wenigstens einer teilt meine Ansicht. Danke.
Ich finde auch, dass speziell das ZDF auf einem guten Weg ist. Ich habe oft das Gefühl, dass viele Nörgler überhaupt keine Ahnung haben, wie breit das Angebot ist.
Beim Thema Serien würde ich mir wünschen, dass man noch mutiger wird und Genres wie Horror und Science Fiktion auch bedient werden.
Ich teile deine Ansicht, nur nicht dein Argument sondern eher das Argument von @TilRq , aus Marketinggründen zu übertragen. Die Idee, es ginge bei Fußball-Übertragungen um irgendwas zwischen Grundversorgung und Menschenrechten halte ich für gradezu absurd.
Niemand „muss“ das machen. Wie gesagt: Aus Marketinggründen kann man dafür argumentieren. Aber „Fairness“? „Müssen“? Muss man nicht und fair ist es auch nicht, Gebührengelder von allen für ein reichlichst finanziertes Produkt ohne nennenswerten Mehrwert für die Gesellschaft auszugeben.
Ich fand das Interview echt gut von euch gemacht. Ich bin auch froh, dass ihr das mit Danger Dan angesprochen habt. Eine Sache hat mir aber leider gefehlt, und zwar: Warum gibt es bei Interviews mit Politiker:innen keine Live-Faktenchecks? Warum schaffen es solche Formate wie die ganzen Sommerinterviews überhaupt ohne Faktenchecks ins TV?
Und ich rede nicht von Faktenchecks später auf einer Website, per QR-Code-Einblendung oder in einem anderen Format. Nein, die Faktenchecks muss es sofort geben, wenn eine Behauptung von einer Politikerin oder einem Politiker aufgestellt wird. Und da ist es mir egal, ob es Leute von der AfD, CDU, SPD, den Linken, den Grünen oder wem auch immer sind. Es muss immer sofort passieren und eingeblendet werden.
Es müssen ja keine Live-Interviews sein, man kann diese auch gut aufzeichnen und dann mit Faktenchecks versehen. Das muss sich sofort ändern, weil diese ganzen falschen Behauptungen einfach so von den Zuschauer:innen übernommen und nicht nachgeprüft werden. Faktenchecks im Nachhinein bringen nichts, die schaut sich doch keiner mehr an. So können sich die ganzen Sender, unter anderem auch das ZDF, diese Interviews eigentlich auch gleich sparen.
Ich hoffe, dass ihr beim nächsten Mal die Möglichkeit habt, auf das Thema noch einzugehen.
Debatten im Bundestag gibt es auf Phoenix (ZDF-Beteiligung), in 3SAT (ZDF-Beteiligung), werden viele Dokumentationen angezeigt.
Vielen Dank für Deinen Beitrag - da muss ich meinen nicht mehr ausformulieren, das gilt auch für Punkt 2 und 3. Im Gegensatz zu Dir bin ich Boomer, w, Rentnerin. Ich höre regelmäßig die Lage, bin grundsätzlich linksgrün versifft und schon immer Fan des ÖRR. Seit ich regelmäßig den Auslandsjournal-Podcast „Der Trump Effekt“ (vom ZDF) höre, habe ich noch wesentlich mehr Respekt und Achtung vor der Leistung der dort beteiligten ModeratorInnen und würde darauf wirklich nicht verzichten wollen.
Bei mir läuft (leider) der Fernseher sehr viel, fast immer ZDF. Die Privaten gucke ich nur dann, wenn ein Film gezeigt wird, den ich gerne (nochmal) sehen möchte - diese Woche der Marsianer - oder auch mal „wer wird Millionär“. Das war es dann aber auch schon. Heute und Heute Journal gucke ich so gut wie immer, Tagesschau und Tagesthemen ggf. alternativ oder an besonderen Tagen zusätzlich, oder ZDF-Nachrichten in der Mediathek. Ab und zu Talkshows, wenn die Gäste erträglich sind. Heute-Show und einiges andere.
Und nun ganz persönlich und nicht rational: aufgrund der aktuellen unsicheren Weltlage und der fortwährenden Änderungen von diesem und jenem und das im allg. nicht zum Guten - das Letzte, das mich derzeit begeistern könnte, wäre eine Änderung des ÖRR. Es wäre schon schön, wenn irgendwas verläßlich einfach so bleiben würde, wie es ist - und wie es die 50 Jahre meines Erwachsenenlebens war, abgesehen von kleinen Anpassungen an Technik und Zeitgeist. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass irgendwas wesentlich verbessert werden könnte, auch weil die Menschen (Moderatoren etc.) nun mal so sind, wie sie sind - eben Menschen mit Fehlern. Das ZDF ganz abzuschaffen wäre in meinen Augen eine Katastrophe. Das einzige, was man m.E. weglassen könnte, wäre sowas wie der Fernsehgarten etc. - aber da wären viele andere meiner Generation wohl sehr unglücklich ![]()
Ist das so, oder reicht schon, dass er im Verhältnis zu meinem Gehalt viel mehr verdient?
In meinen Augen führt das Nennen eines Einkommens in Deutschland immer zu Fremdscham oder Neid (je nachdem, ob es als zu hoch oder zu niedrig empfunden ist).
Ich fand das Interview gut und konnte weitgehend mit seinen Argumenten mitgehen.
Die Sache mit DangerDan war ja dann für alle Beteiligten dank Streisand-Effekt auch positiv ausgegangen. Und die Aspekte-Sendung zu dem Lied war sehr gut aufbereitet.
Während des Danger Dan Teils im Interview brannten in mir die Fragen:
Warum meinten Sie den Auftritt des Musiker-Duos zur Chefsache machen zu müssen, aber das Interview des AFD Spitzenpolitikers in der letzten Wahlwoche seiner Landtagswahl war es nicht wert vom „Chef“ geprüft zu werden? Was sind ihre Prioritäten und wie kommen sie zu Entscheidungen? Verstehen Sie hier den Vorwurf der Doppelmoral?
Das Lied und der Text lagen dem ZDF über Wochen vor. Warum haben sie die beiden Musiker anreisen lassen und im letzten Moment die Sendeerlaubnis zurückgezogen? Ist das eine Zusammenarbeit, die auf Augenhöhe ist und die Ihren Ansprüchen für ein gutes Miteinander entspricht?
Aus dem Artikel von Laabs:
„Und Lanz fragte nicht sauber nach, als sich Daniel Günther in Sachen Verbot Sozialer Medien für Jugendliche vs. Verbot von Nius, unklar ausgedrückt hatte und in die Bredouille brachte, damit Futter für rechte Propagandisten lieferte. Lanz telefonierte stattdessen, nach Aussage von Julian Reichelt, später mit dem Nius-Chef selber, angeblich geschockt von der Aussage Günthers. Als habe er nur das gehört, was er hören wollte.“
Ich erinnere mich an die Sendung. Und vor allem an die danach, bei der Martin Huber dort saß und natürlich die Verbots-Schiene gefahren ist und auf gar keinen Fall Günthers Meinung über irgendwelche Verbote ist. Lanz hat dort einen Live Ausschnitt von Günther in seiner Sendung gespielt, um die Aussage Günthers klarzustellen, um Huber dann damit zu konfrontieren, wo da angeblich ein NIUS Verbot gefordert wurde.
Tatsächlich gucke ich auch relativ viel Lanz, je nachdem, wer Gast ist. Und zwar einfach aus dem Grund, weil er ein hartnäckiger Nachfrager ist, was ich bei anderen Moderatorinnen leider vermisse. Natürlich hat er auch seine negativen Seiten, aber Hetze gegen Migranten kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Aber vllt war er 2018 anders drauf.