Fake-News als Geschäftsmodell

Eine für mich neue Geschichte: Vor 90 Jahren hat eine US-amerikanische Agentur PR-Kampagnen mit Fake News erfunden. Das war so erfolgreich, dass diese Methode seither immer wieder angewendet wurde. Im Artikel wird das nicht erwähnt, aber das Heizungshammer-Wärmepumpen-Ding war quasi aus dem Lehrbuch entnommen.

Was mich so enttäuscht, ist, da gibt es einen offenbar uralten Medienhack, gegen den immer noch niemand ein Mittel gefunden hat oder gegen den wir längst immun sind?

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Danke für den Verweis.

Im zweiten Teil wird Huey Long, Gouverneur und später Senator Louisianas erwähnt. Das klingt wie ein Playbook für Trump:

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Die Geschichte geht noch weiter

Der Artikel erzählt, wie der legendäre republikanische Politikberater Arthur J. Finkelstein und sein Mitarbeiter George Birnbaum ab 2010 für den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán eine der perfidesten Politkampagnen der jüngeren Geschichte entwickelten. Nach Orbáns überwältigendem Wahlsieg gab es keine Opposition mehr, doch nach Finkelsteins Methode braucht jede erfolgreiche Kampagne einen personalisierten Feind, um die Wählerbasis mobilisiert zu halten. Die Lösung: George Soros, der jüdisch-ungarische Milliardär und Philanthrop, wurde zum „perfekten Gegner“ erklärt – ein Multimilliardär, der nicht im Land lebte, sich nicht wehren konnte und als Verkörperung einer angeblichen Verschwörung gegen Ungarn dargestellt wurde.

Ab 2013 startete eine systematische Hetzkampagne, die Soros als Drahtzieher darstellte, der Europa mit Migranten „fluten“ wolle. Das Perfide daran: Zwei jüdische Politberater schufen eine Kampagne, die nahtlos an antisemitische Stereotype vom „bösen, geldgierigen Juden“ anknüpfte, ohne das Wort „Jude“ je zu verwenden. Die Kampagne verbreitete sich weltweit wie ein Virus – von Trump über die AfD bis zu rechten Bewegungen in Italien und Polen wurde Soros zum globalen Feindbild, was in Morddrohungen, einer Briefbombe und dem Attentat auf eine Synagoge in Pittsburgh gipfelte.

Birnbaum, der selbst nach seinem im Holocaust ermordeten Großvater benannt wurde, verteidigt die Kampagne bis heute als „rein ideologisch“ und sagt, er würde es wieder tun. Finkelstein hingegen soll kurz vor seinem Tod erkannt haben: „Ich wollte die Welt ändern. Das habe ich getan. Ich habe sie schlechter gemacht.“

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