Der industrielle KWK-Park umfasst rund 25 GW elektrische Leistung. Ein großer Teil davon ist wärmegeführt, überaltert und fällt bis 2035 ersatzlos weg. Zusätzlich sind 8–10 GW dieser Anlagen netzrelevant oder reine Eigenversorgung (Chemie, Stahl, Raffinerien) und stehen dem Strommarkt ohnehin nicht zur Verfügung. Google einfach mal welche Firmen einen eignen Kraftwerkspark haben, oder KWK Anlagen betreiben.
Parallel verschwinden etwa 7 GW alter Gaskraftwerke sowie 20–25 GW Kohlekapazitäten. Braunkohle wird man auch nicht rückgängig machen können.
Damit gehen über 40 GW gesicherte Leistung verloren. Ein wenig sieht man das auch wenn man sich auf Energie Chart die Öffentliche Stromerzeugung anguckt. Das ist aber nicht alles.
Dazu kommt: Der Bau neuer GuD- und Gasturbinenblöcke dauert 5–7 Jahre inklusive Genehmigung und Netzanschluss. Siemens Energy, GE und Mitsubishi sind international 8–10 Jahre im Voraus ausgebucht. Deutschland kann diese Lücke zeitlich und industriell kaum schließen.
Energie- und Industriepolitik sind kein Spiel, in dem man alle zwei Jahre Parameter verändert. Diese Entscheidungen wirken über Jahrzehnte, und wenn die Rahmenbedingungen nicht verlässlich sind, verschwindet die Industrie und kommt nicht zurück.