Erfolgreiche Testung an Schulen

An unserer Schule wird erfolgreich getestet. Der Grund dafür ist, dass wir unter kirchlicher Trägerschaft sind und die Tests selbst organisieren dürfen. Es läuft wie folgt ab:

Ein Arzt und eine Ärztin testen zwei Mal pro Woche vor Schulbeginn auf dem Schulhof (!). Die Kinder gehen mit ihrem Test und Maske in den Klassenraum (Abstände werden eingehalten). Sobald ein Test positiv ist, werden die Kinder unverzüglich nach Hause geschickt (Eltern wissen Bescheid). Im Nachgang der Testung kommen die Ärzte durch die Klassenzimmer, kontrollieren den Test, zeichnen das Ergebnis ab & entsorgen den medizinischen Müll. Ist tatsächlich nicht sonderlich kompliziert, an den benachbarten Schulen unter städtischer Trägerschaft klappt es aber nicht. Aber wen wundert das noch?

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Die Schulen in Erlangen haben die Möglichkeit an einer aktuellen Studie WICOVIR (Wo Ist das COrona VIRus) teilzunehmen. Diese soll Schulen via Pooltest sicherer machen. Die Kinder müssen dabei ein oder zwei mal pro Woche eine Probe abgeben.

So funktioniert das Verfahren: Der Proband nimmt die Gurgelprobe zu Hause morgens direkt nach dem Aufstehen. Er misst zunächst ungefähr fünf bis sechs Milliliter Leitungswasser in einem Zentrifugenröhrchen ab. Der Proband gurgelt mit dem Wasser mindestens 30 Sekunden und spuckt das Wasser dann zurück in das Röhrchen. Der Proband teilt durch Umkippen die Gurgellösung auf zwei Röhrchen auf. Beide Proben werden in die Schule mitgenommen. Die erste Probe wird mit maximal 29 weiteren in einen Sammelbehälter gekippt – fertig ist der Pool. Die zweite Probe wird nur auf Anforderung abgegeben, wenn der Pool positiv ist.

Bisher waren die Pooltests meiner Töchter immer negativ, d.h. ich habe (noch) keine Erfahung was passieren wird, wenn ein positiver Fall auftritt. Insgesamt muss ich aber sagen, dass dieses Poostesten mir ein kleines bisschen die Sorgen nehmen konnte, dass etliche unentdeckte positiv-Schüler in den Schulen unhergeistern und fröhlich alle anderen anstecken. Das einzig problematische daran ist, dass eine Teilnahme an diesem Testverfahren nicht verpflichtend ist, wobei es doch naheliegend ist, dass Leute, die Masken verweigern, keinen Abstand halten und den Virus klein reden, wahrscheinlich auch den Sinn einer Testung infrage stellen.

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In Saarbrücken läuft es an unserer Schule zuemlich gut: aktuell wurden den jeweils anwesenden Kindern und Lehrkräften einmal wöchentlich ein Schnelltest angeboten, nach Ostern werden es zwei pro Woche sein.

Die Teilnahme ist freiwillig, nur Kinder aus Frankreich müssen täglich zum Test für die Grenzüberschreitung. Die Teilnahme ist hoch, aber nicht vollständig (schätze mal ca. 80%).

Die Tests werden von 3 Ärzt*innen gemacht: eine Mutter, ein niedergelassener Arzt aus dem Viertel, ein pensionierter Arzt aus der Nachbarschaft. Der Papierkram wird z.T. durch die Sekretärinnen, z.T. durch Eltern erledigt (Dokumentation und Bescheinigung).

Tests waren immer ausreichend da.

Orga vor Ort läuft so: in einem langen Flur sind Stühle mit Abstand aufgestellt, ein leerer Klassenraum wird zum Testen genutzt, die andere Flurseite ist Wartezone.
Die Kinder werden über den Vormittag hinweg klassenweise ausgerufen, setzen sich mit Maske in die Wartezone, werden kurz von Arzt/Ärztin aufgeklärt und können fragen, werden getestet, warten 15 Min aufs Ergebnis und gehen dann in die Klassen zurück. Die Lehrkräfte, Hausmeister usw werden nachmittags getestet. Wer positiv ist, wird sofort rausgezogen und nach Hause geschickt bzw. abgeholt, Kontakte ermittelt etc. nach Vorschrift eben.

Schule in Bayern - bis vor den Osterferien nur ca. 50 Tests angekommen. Nach den Ferien sollen die Tests für Klassen im Wechselunterricht verpflichtend werden. Die Schulbehörden schicken die Tests an die Schulen. Tests können/ nicht zuhause angewandt werden, da die Lösung für die Tests nur in Sammelflasche geliefert wird. Laut Lauterbach Tests zuhause außerdem unsicher: https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1375590202585059330. Die Schulen werden dann aber vor Ort damit alleine gelassen - kein medizinisches Personal. Da die Räumlichkeiten sowieso knapp sind (in den meisten Schulen), soll am Morgen im Klassenzimmer unter Anleitung der Lehrkräfte getestet werden. Was bei einem Positivergebnis genau passiert, ist nicht geklärt. Wie verfährt man mit diesen SchülerInnen? Zusätzliches Personal, das das Testen und die Folgeorganisation übernimmt, wäre wünschenswert. In jedem Krankenhaus werden Positivfälle nur in Schutzausrüstung versorgt. Wir Lehrkräfte bekommen OP-Masken gestellt, das wars. Wie soll ich so eine/n verunsicherte/n SchülerIn mit Positivergebnis beruhigen/versorgen, bis die Eltern zum Abholen kommen?

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Ich arbeite an einem staatlichen Gymnasium mit 1600 SchülerInnen in Kent, England. Wir haben seit Anfang September Maskenpflicht auf dem ganzen Gelände; nur wenn SchülerInnen und LehrerInnen essen und trinken darf der Mund- und Naseschutz abgezogen werden. Wir haben es irgendwie bis Weihnachten geschafft, ohne schließen zu müssen. Viele andere Schulen in der Gegend haben das nicht geschafft, nachdem die sogenannte Kent-Variant erschienen ist, vielleicht weil sie keine Maskenpflicht durchgeführt haben.
Seit drei Wochen sind die Schulen hier wieder auf mit freiwilligem Testen. Wir haben die Aula in ein Testzentrum umgewandelt, alle SchülerInnen haben sich am ersten Schultag vorm Unterrichtsbeginn getestet, und dann noch zweimal in den nächsten Tagen, d.h. mehr als 4800 Tests innerhalb von acht Wochentagen! Seitdem sollen sich alle zu Hause zweimal pro Woche testen und das Ergebnis auf eine NHS-Webseite hochladen. Das ist alles freiwillig aber sehr wenige haben sich geweigert. Das Zuhausetesten basiert aber natürlich auf Vertrauen. Wenn man positiv testet, muss man sich isolieren und einen PCR-Test buchen. Jede® hat jetzt genug Tests für 7 Wochen bekommen, da das auch in den zweiwöchigen Osterferien fortgesetzt werden muss, damit die Schulcommunity weiterhin geschützt bleibt.
Es ist sicherlich zu früh zu bestimmen, wie gut das als Schutzmaßnahme funktioniert. Aber in einer großen Schule wie unserer ist das Abstandhalten unmöglich und ich sehe das halt als eine zusätzliche Bekämpfungsstrategie, die zusammen mit dem Masketragen, dem Lüften der Klassenzimmer und der Isolierung von Positivfällen hoffentlich gelingt, die Schule offen zu halten. Dem Gemeinschaftsgefühl schadet es auch nicht. Ich bin unglaublich stolz auf unsere SchülerInnen, die ohne Beschwerden mitmachen.

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Ich bin ehrenamtliche Testhelferin an der Grundschule meiner Kinder und habe vollen Einblick in das Testprozedere, die Aussagekraft der Tests, Fehleranfäligkeit, do’s and dont’s.

Lessons learned nach dem ersten Durchlauf:

  1. Ca 20-30 der Tests haben eine geringere Aussagekraft, weil die Schüler*innen zu viel (eher Spritzer als Tropfen) Probe auftropfen. Dadurch können die Antikörper über den Testtsteifen hinweggespült werden. Hier werden wir beim 2. Mal betonter anleiten und besser weden.
  2. Die Kinder fühlen sich danach „Corona frei“ und spielen teiweise ohne Abstand. Auch hier müssen wir stärker betonen, dass die Testaussage nur für den Moment gilt und schon nach der Schule anders sein kann.

best practises:

  1. Es gibt die Folmulierung „positiv“ nicht. Der Test kann so ausfallen, dass man damit feritg ist, oder aber es muss bei einige ein zweiter (PCR) Test hinterher gemacht werden.
  2. Eine den Kindern bekannte Person übernimmt positive Fälle und begleitet diese bis zur Abholung. Diese werden NICHT isoliert und in der Unsicherheit alleine gelassen.
  3. Einbindung von vielen ehrenamtlichen Helfern (Eltern, aber auch Pädagogikstudentinnen, Pharmaziestudentinnen)
  4. das ganze findet ohne jeden Druck und in spielerischer Atmosphäre statt und die Kinder freuen sich tatsächlich auf die nächste Testung. Ich hoffe so wird sich die Zahl der Testwillligen weiter erhöhen (jetzt ca. 70%)

Mit steigender Aussagekraft und immer wieder nachbessern, könnte das auch an einer Grundschule mit Eigentestung von den ganz Kleinen eine sinnvolle Prävention sein.

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Hallo zusammen. An unserer Schule in Berlin wird leider nicht getestet. Mir stellt sich insgesamt die Frage wieso die Entscheider scheinbar nicht miteinander reden. Dafür kann man teilweise in Schulen um die Ecke schauen. Aber auch global. Arbeitskollegen aus Kanada haben zb berichtet, dass dort am Flughafen eine Gesamtlösung zum Einsatz kommt (Relay Meical i.V.m. Fionet Plattform). Der Test wurde entwickelt um in kürzester Zeit viele Menschen zu testen. Dahinter steht eine Datenbank, die die Ergebnisse dann auch in die richtigen Kanäle leitet und Maßnahmen anstößt. Das soll dort jetzt auch in Schulen verwendet werden.
Ich weiß nicht, inwieweit sich das mit dem europäischen Datenschutz vereinbaren lässt. In Summe wäre es wünschenswert, wenn sich die Institutionen gemeinsam um gute und pragmatische Lösungen bemühen würden. Technisch scheinen die alle vorhanden. Wir hätten jetzt die Chancen die Vorzüge einer globalisierten Welt zu nutzen und die Köpfe zusammen zu stecken. Stattdessen versucht jeder auf seiner Insel zu überleben.

Ich arbeite als Lehrerin an einer ganz normalen, städtischen Grundschule in Baden-Württemberg und bei uns läuft es auch gut mit dem Testen.

Zweimal in der Woche kommt ein Team aus einer Apotheke in die Turnhalle. Über den Vormittag hinweg gehen die Klassen mit der entsprechenden Lehrkraft hin und werden per Schnelltest in der Nase getestet. (Wenn eine Klasse fertig ist, sagt die Lehrkraft der nächsten Klasse Bescheid, damit es nicht zu Wartezeiten kommt)

Die Tests bleiben in der Turnhalle, nur falls ein Test positiv ausfällt, hört man überhaupt nochmal davon.
In dem Fall werden alle Kinder der Klasse abgeholt und das Kind, dessen Test positiv war, muss noch einen PCR Test machen.

Für das restliche Personal gibt es einen weiteren Termin in der Woche.
Insgesamt gibt es also 3 Termine und wir bekommen als Personal jede Woche 2 Berechtigungsscheine und dürfen dann wählen, an welchen Tests wir teilnehmen.
Tests sind sowohl für Kinder als auch für Lehrkräfte freiwillig, werden aber in hoher Zahl angenommen. (In meiner Klasse dürfen 14 der 17 Kinder getestet werden, im Kollegium lassen sich alle testen).

Allerdings muss man auch sagen, dass bei uns ein Kollege aus gesundheitlichen Gründen vom Präsenzunterricht befreit ist. Er verbringt sein Arbeitszeit momentan damit, die Teststrategie der Schule zu entwickeln und die Schule digital aufzustellen. Ich weiß nicht, ob es so gut laufen würde, wenn alle Lehrkräfte im regulären Unterricht wären.

An der Grundschule (BaWü) meiner Söhne wurde am Freitag der erste Test durchgeführt.
Es haben 200 von 300 Schülern teilgenommen.
Die Aufregung bei den Kindern war gross, mit mehr Routine wird es hoffentlich besser.
Alle Tests waren negativ, daher kann ich nicht sagen, wie gut das Verfahren bei einem positiven Ergebnis funktioniert hätte. Laut Plan wäre ein zweiter Test durchgeführt worden, wäre dieser ebenfalls positiv gewesen hätte die ganze Klasse nach Hause und zum PCR-Test gemusst.
Ein zweiter Test soll wahrscheinlich diesen Dienstag stattfinden, ab Mittwoch sind Schulferien. Wie es dann Mitte April weitergehen wird, ist momentan unklar.

Mein Fazit: es gibt noch Optimierungspotential.

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Liebes Lage-Team,

auf eure Bitte in der letzten Lage hin, folgt an dieser Stelle eine Schilderung unserer „Teststrategie“. Ich unterrichte an einem Gymnasium in Baden-Württemberg. Im Moment sind alle Abschlussklassen (Jahrgang 11 und 12) sowie die Klassen 5 und 6 im Haus. Die Kinder sitzen im nötigen Abstand in den größten Räumen, die wir haben, d.h. zum Teil auch in der Mensa oder der Aula. Wir haben 600 Schülerinnen und die Klassenstärke beträgt in den unteren Klassen etwa 30 Schülerinnen

Das Testen verläuft bei uns ganz gut, da wir alles selbst organisieren. Wir Lehrkräfte haben online und live eine Demonstration einer Apothekerin bekommen, wie die Schnelltest zu bedienen sind und haben alle zeitgleich zu Hause einen Schnelltest (Nasenabstrich) an uns vorgenommen. Zwei Tage darauf haben wir mit dem Testen in der Schule begonnen. Bei dieser ersten Testung haben wir Lehrkräfte den Test gemeinsam mit den Schüler*innen durchgeführt, das heißt vorgemacht. Die SuS führen den Test an sich selbst durch. Die nächsten Male hat es gereicht, die einzelnen Schritte anzusagen, sodass die SuS wussten, was zu tun ist.

Das Testen läuft wie folgt ab:

1.Vorbereitung:
Kolleginnen bereiten in einem von uns extra dafür vorbereiteten Raum vorab Mensatabletts mit den nötigen Dingen vor (Einweghandschuhe für Lehrkräfte, Müllbeutel, abgezählte Testutensilien, Klassenliste aus der hervorgeht, wer die Einverständniserklärung zum Testen abgegeben hat). Ich hole mir als Lehrkraft zu den immer selben Stunden an den immer selben Tagen (zwei Mal die Woche) mein vorbereitetes Tablett ab. Dorthin bringe ich auch den Müll zurück und ggf Schülerinne, die positiv getestet wurden.

2. Testdurchführung:
Die Fenster werden geöffnet. Ich teile alle Utensilien an die SuS aus. Die warten, bis alles verteilt ist. Ich lese die Schritte vor, die zu tun sind (Das haben wir vorab übersichtlich in einer how-to-Übersicht mit den Infos der Apothekerin zusammengestellt). Die Bufferlösung wird geöffnet. Die SuS ziehen gleichzeitig ihre Maske ab, führen den Abstrich an der Nase durch, setzen die Maske wieder auf. (Dauer ohne Maske vllt 10 Sekunden) Die Teststäbchen werden mit der Bufferlösung verquirlt, diese wird auf das Testkit getropft. Die SuS werfen ihren Müll in den extra dafür vorgesehenen Müllbeutel und desinfizieren ihre Tische. Die Test kommen auf das Tablett, auf dem die Namen der SuS stehen. Das Tablett steht bei mir als Lehrkraft. Ich stelle mir einen Timer und lese das Ergebnis nach 15 Minuten ab. In der Zwischenzeit fahre ich mit dem Unterricht fort.

3. Ergebnisauswertung:
Ich überblicke die Testkits und überprüfe die Ergebnisse. Wenn alles negativ ist, kommen die Test in den Müll. Das Tablett kommt nach dem Ende der Stunde zurück in den Vorbereitungsraum und wird von mir desinfiziert. Wäre ein Ergebnis positiv, würde ich den Schüler/die Schülerin in den Raum begleiten, in dem die anderen Kolleg*innen „Bereitschaft“ haben und die Tabletts vorbereiten. Der Schüler/die Schülerin wartet dort, die Eltern werden informiert. Das Kind wird abgeholt.

4. Der Unterricht geht weiter. (Zumindest theoretisch).

Meines Erachtens nach läuft das Testen gut. Da unserer Räume recht groß sind, wir während des Testens lüften und das Abnehmen der Maske nicht länger als 10 Sekunden dauert, erschient mir das Risiko einer Ansteckung nicht größer, als während des normalen Unterrichts. Das ist aber sicher der Knackpunkt. Ob das gemeinsame Lernen in einem Raum nicht prinzipiell ein großes Risiko darstellt, ist wohl eher die Frage.

Das Testen lief heute nun zum vierten Mal und die Vorgänge sind schon recht eingespielt. Es ist durchaus möglich nebenher noch zu unterrichten. Sollte allerdings ein Test positiv sein, wäre die Konzentration wohl dahin.

Ein Problem in dieser Rechnung sind auch die SuS, bzw. die Eltern, die dem, Testen nicht zugestimmt haben. Das sind bei uns pro Klasse etwa 1 - 4 Schüler*innen. Diese SuS sitzen nämlich während des Testens an ihrem Tisch, warten bis alles vorbei ist und begeben sich danach ggf. mit den anderen negativ getesteten Kindern in die Gruppenarbeit oder auf den Pausenhof. Wir können diese Kinder ja nicht absondern. Für das Klima innerhalb der Klasse ist das auf sozialer Ebene durchaus schwierig.
Ein verbindliches Testen wäre damit nicht nur mit Blick auf die Pandemie nötig.

Ich hoffe, ich konnte euch ein gutes Bild von der Lage vor Ort verschaffen.
Vielen Dank für eure großartige Arbeit!

Liebe Grüße
Sophia Finke-Bork

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Hallo;) Ich bin Schülerin der 11. Klasse an einem Gymnasium in BW und bei uns wird seit 2 Wochen getestet. Eine Apotheke hat in der Turnhalle eine kleine Teststation aufgebaut und testen mit immer 2 Mitarbeiterinnen an 2 Tagen der Woche. In der Halle ist zum einen viel Platz und zum anderen eine Laufrichtung, was beides vermeiden soll, dass man sich beim testen ansteckt. Die 5. und 6. Klassen werden in Gruppen innerhalb von 4 Stunden zum testen abgeholt und die Schülerinnen beiden Kursstufen dürfen kommen, wann sie wollen. Somit staut sich nichts bis wenig vor der Halle. Der Ablauf des Testens funktioniert hier echt gut, schnell und problemlos. Falls eine Person positiv getestet wird, teilt die Apotheke dies dann dem Gesundheitsamt mit, welches den Schüler/die Schülerin dann umgehend informiert. Ob das im Zweifel tatsächlich funktioniert weiß ich nicht, aber es gibt jedenfalls Konzepte. Leider lassen sich nur etwas mehr als die Hälfte (meiner Stufe zumindest) testen und im Klassenzimmer sitzen wir sowieso immer eng beieinander, was eine Infektion natürlich begünstigt. Tatsächlich funktioniert das in unserer benachbarten Schule deutlich schlechter (noch weniger lassen sich testen, große und dichte Ansammlungen vor deren Turnhalle,…)

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Vielen Dank. Aus den „Best practices“ kann ich einige sehr gute Vorschläge für unsere Schule ableiten.
Gerade die Vermeidung des Begriffs „positiv“ finde ich prima und dürfte den Kindern einige Angst nehmen.
Gibt es noch mehr konkrete Tipps&Ratschläge?

Ganz allgemein: welche Ideen können wir sammeln, um die Testbereitschaft zu erhöhen?
Ich denke, nachdem die ersten Runden gelaufen sind, wird die Akzeptanz noch etwas steigen.

Ein anderer bedenkenswerter Aspekt: der Sohn eines Kollegen schreibt demnächst Abitur und will sich nun nicht mehr offiziell testen lassen, um nicht in Quarantäne zu müssen (er führt jetzt privat Selbsttests durch, aber natürlich sind nicht alle so vernünftig). An seiner Schule gibt es für den Fall eine Quarantäne während der Prüfungen noch keine Regelung.
Wie lösen das andere Schulen?

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Liebes Lageteam,
Wir leben in Graubünden, in der Schweiz und haben zwei schulpflichtige Kinder und eins im Kindergarten.
Seit 5 Wochen werden dort Pool Testes durchgeführt.
Die Kinder einer Klasse bekommen je ein Set mit proberöhrchen und Gurgel Wasser. Die Lehrpersonal schüttet dann alle Proben zusammen und diese gehen in den PCR Test.

Zu meinem Erstaunen und auch gegenteilig zu Frau Cieseks Vorhersage, die inzidenz sei zu hoch, man müsste zu viele Pools auflösen, ist das Ergebnis erfreulicher.
Diese Daten wurden uns offiziell zugesendet:

sehr erfreulich.
Gerne geben wir Ihnen einige Zahlen im Überblick:
Woche 10
72 Standorte
12’250 Teilnehmende 1206 Pools
7 Pools aufgelöst
6 positive Fälle
Woche 11
99 Standorte
17’416 Teilnehmende 1478 Pools
11 Pools aufgelöst
6 positive Fälle
Woche 12
144 Standorte 21’910 Teilnehmende 2181 Pools
21 Pools aufgelöst
4 positive Fälle
(www.gr.ch/scolatests)

Ihr hattet ja um Erfahrungswerte gebeten.
Zusatzinfo, hier sind die Maßnahmen lockerer, so haben z.b. Skigebiete geöffnet. Gastrobezriebe sind geschlossen
Grüße
Steffen Messerschmidt

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In der Schule meines 6jährigen Neffen wurden nun zum ersten Mal Schnelltests durchgeführt.

Von 50 getesteten Kindern waren 14 positiv.

Von einer Stunde auf die anderen waren 14 Familien aufgeschreckt, alle mussten in Quarantäne, und alle mussten zum PCR-Testzentrum fahren, um dann noch weitere 1-2 Tage auf das Ergebnis zu bangen.

Heraus kam: Alle 14 PCR-Tests negativ.

Ein riesiger Sturm im Wasserglas. War das hoffentlich eine Ausnahme oder kommt so etwas in der Praxis häufiger vor?

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So unangenehm das für die 14 Familien war, das ist es doch so herum besser als wenn keiner fälschlicherweose positiv getestet wurde und dennoch Infektionen vorliegen. SO konnte man alle Sorge ausräumen.

Sicherlich muss man nun schauen wieso so viele der Ergebnisse dee Schnelltests daneben lagen und nachsteuern.

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An unserer Schule soll ja genau deswegen noch ein zweiter Test durchgeführt werden, um False Positives zu vermeiden (was wenig bringt, wenn es z.B. Aufgrund von falscher Lagerung oder Durchführung der Tests zu den Ergebnissen kommt).

Anekdote aus der ersten Welle: damals gab es in unserer Klasse eine KP1, woraufhin der gesamte Jahrgang (fast 100 Betroffene) von der Schulleitung in vorsorgliche Quarantäne geschickt wurde. Es gab noch nicht so viele Testmöglichkeiten und die 100 Familien haben dann alle umliegenden Arztpraxen blockiert. Da hat es mehrere Tage gedauert, bis überhaupt erst mal einen Test machen konnte.

Grundsätzlich: lieber falsch-positive als gar keine Tests. Andererseits: könnten die nächsten positiven Ergebnisse vielleicht nicht mehr ernst genommen werden. Schwierig.

Pool-Tests scheinen mir insgesamt etwas aus dem Blickfeld geraten zu sein, es sind mir auch keine Schulen/Einrichtungen bekannt, an der diese durchgeführt werden.
Werden die irgendwo in grösserem Umfang eingesetzt und wenn nicht - warum?

Ja, wie in Beitrag 13 beschrieben, in der Schweiz in Graubünden.

Das hört sich sehr sinnvoll an, das Testen in die Hand von Profis zu geben und nicht den Schüler:innen selbst zu überlassen.

Bei meiner Schule, in NRW, kamen die Tests erst in der 2. Woche an. Getestet wurde dort Mi und Do. Die Tests wurden von den Schüler:innen selbst durchgeführt, wobei es auch einige gab, die nicht mitgemacht haben. Wie die Tests durchzuführen/anzuleiten sind, dürften sich die Lehrkräfte selber anlesen, weil mal wieder alles übers Knie gebrochen wurde. In Zeiten, in denen eh viel zu tun ist (so unmöglich und unnötig, wie es jetzt war, vor Ostern die Schulen nochmal zu öffnen), sind solche Zusatzaufgaben belastend. Eine Schulung gab es also nicht, Lehrkräfte sind ja eh „Mädchen/Jungs für alles“. Dafür gab es aber schulintern organisierte Hilfsangebote, wenn Lehrkräfte sich unsicher waren oder eben Unterstützung brauchten. Die Lehrkräfte durften keinen Schnelltest verwenden(!), dafür durfte man sich schön in seiner Freizeit einen PCR-Test genehmigen. Dass Testteams in die Schule kommen dürfen, um mal das ganze Kollegium durchzutesten, ist scheinbar aus Wettbewerbsgründen unzulässig? So sinnvoll und einfach so eine flächendeckende Testung auch wäre!

Naja, die Testung selbst ist den Pubertierenden durchaus peinlich gewesen und insgesamt rechne ich damit, dass sich einige von ihnen in Zukunft weigern werden, weil einige den Test aus verschiedenen Gründen unangenehm fanden.