Was Lkw angeht, hat der Markt offenbar entschieden:
U.a. bei Bussen muss nun nicht mehr der gesamte Fuhrpark ausgetauscht werden:
Ein Start-up baut in Erfurt Dieselbusse zu E-Bussen um. Das ist deutlich günstiger als die Neuanschaffung.
Doch der Markt zögert:
Trotz der ökologischen und finanziellen Vorteile und obwohl auch Lkw und Müllfahrzeuge nach demselben Verfahren abgasfrei werden könnten, hat man nicht den Eindruck, dass Unternehmen bei To Zero Electric Schlange stünden. Nur etwa 20 Busse wurden bislang umgebaut, darunter etwa die Hälfte für den ÖPNV. Einige Konkurrenzunternehmen mit ähnlichem Geschäftskonzept hätten bereits aufgeben müssen, sagt Pfeffer.
»Die nachträgliche Elektrifizierung gebrauchter Dieselbusse ist in aller Regel weder technisch noch wirtschaftlich überzeugend«, sagt Martin Schmitz, Geschäftsführer Technik beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Es gibt vor allem drei Sorgen. Erstens, ob die Reichweite nach der Umrüstung in der Praxis genügt. Zweitens, wie es sich mit der Gewährleistung und Haftung verhält: Was, wenn sicherheitsrelevante Funktionen wie Bremsen nicht einwandfrei funktionieren und Menschen zu Schaden kommen?
Doch entscheidend scheint für die Verkehrsunternehmen vor allem der dritte Punkt zu sein: Der mechanische Teil des Busses, insbesondere Karosserie und Fahrwerk, habe eine begrenzte Lebensdauer von typischerweise 14 Jahren. In anderen Worten: Was bringt ein neuer, sauberer Antrieb, wenn der Bus rostet und auseinanderfällt?
Andreas Pfeffer kann all diese Bedenken selbstredend nicht nachvollziehen. Jedes Unternehmen hafte für die Komponenten, die von ihm stammen. Und ein Bus halte bei privaten Unternehmen oder im Ausland mehr als 20 Jahre. Das sei nur eine Frage der Wartung, Instandhaltung und Pflege.
Zum Thema Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen gibt’s sicher auch allerlei Expert:innen.