E-Fuels noch grundlegender keine Lösung? (E-Fuels benötigen DAC)

Lässt man die energetische Seite mal beiseite, emittieren mit E-Fuels betriebene Fahrzeuge die gleiche Menge CO2, die vorher zur E-Fuel-Herstellung, sofern der Herstellungsprozess an sich CO2-neutral ist, eingesetzt wurde.

Es ist also ein Nullsummenspiel.

Daher heben die Kritiker:innen von E-Fuels logischerweise erst einmal auf die enorme Energieverschwendung ab.

Dass es sich um einen Taschenspielertrick handelt, wird aber noch deutlicher, wenn man sich vergegenwärtigt, dass E-Fuels noch sehr lange sehr knapp sein werden:

Und wenn man darüber hinaus einbezieht, dass der zur Herstellung von E-Fuels benötigte Wasserstoff nur in sehr wenigen Bereichen ökonomisch sinnvoll eingesetzt werden kann:

Denn der Wasserstoff muss erst einmal aus grünem Strom aufwändig elekrolysiert werden.

In der Wikipedia wird auch noch Folgendes angemerkt:

Problematisch sind aus Klimaschutzsicht ebenfalls sog. Lock-in-Effekte. So birgt das Hoffen auf die massenhafte Verfügbarkeit von E-Fuels in der Zukunft das Risiko, dass die Produktion hinter den Erwartungen zurückbleibt, was wiederum die Rolle von fossilen Energien im Energiesystem längerfristig zementieren würde. Zudem stellen E-Fuels eine mögliche Ablenkung von dem ohnehin dringend benötigten Umbau des Endenergieverbrauchs in Richtung der günstigeren und effizienteren Elektrifizierung dar.

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