Die soziale Staffelung für die untere Hälfte der privaten Neuwagenkäufer mit zu versteuerndem Haushaltseinkommen von unter 80.000 € ist schon vernünftig, wobei Neuwagenkäufer generell zumeist zur Mittelschicht gehören.
Kleinere Mitnahmeeffekte, weil hierzulande ganz überwiegend heimische Autos gekauft werden, sind nicht auszuschließen, würden dadurch aber v. a. auf die E-Sparten der hiesigen Autohersteller entfallen, was das Segment stärkt. Sie wären folglich zu verschmerzen.
Problematisch ist die Subventionierung von Hybrid-Fahrzeugen, denn sie reduzieren die Emissionen im Realbetrieb so gut wie nicht und sind technologisch eine völlige Sackgasse:
Eine Ausbauoffensive bei der Ladeinfrastruktur samt besserer preislicher und Kompatibilitätsregulierung ist zusätzlich nötig.
Es profitiert überwiegend der ländliche Raum, weil es dort viel mehr private Stellplätze an Einfamilienhäusern gibt und man dort einfacher Wallboxen u. dgl. installieren kann.
Was auch kommen muss, ist eine energiewendefreundliche Richtlinie fürs bidirektionale Laden.
Mittelfristig fallen auch mehr Gebrauchtwagen mit E-Antrieb an, weil eine höhere Marktdurchdringung Stück für Stück nach unten weitergegeben wird.
Eine Zeit-Analyse vom Dezember hat ergeben, dass der Kaufpreis elektrischer Vergleichsmodelle im Gebrauchtwagenmarkt schon deutlich zurückgegangen ist:
Gebrauchte Elektroautos kosten viel mehr als Verbrenner? Stimmt nicht mehr, zeigt eine exklusive Datenauswertung. Manchmal sogar weniger.
Nicht zu vergessen ist auch, dass E-Autos langfristig in Betrieb und Wartung günstiger sind.
Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, dass neue E-Mobile recht schnell klimafreundlicher sind als das Weiternutzen von Verbrennern. Die einzige Ausnahme sind „Garagenwagen, die im Jahr weniger als 3.000 km gefahren werden.“
Der Fairness halber sollte aber für ÖPNV-Nutzer der D-Ticket-Preis langfristig stabil gehalten oder sogar wieder gesenkt werden.
Das Klimageld, wofür die Vorgängerregierung noch die Voraussetzungen geschaffen hat, hilft v. a. Geringverdienenden.
So abgerundet wäre es ein vernünftiges Gesamtpaket.
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Die Einschätzung von Professor Michael Sterner ist auch überwiegend positiv: