Die Rechten haben Recht…

Aus meiner Sicht ist das einer der besten Beiträge zu diesem Thema – vielleicht öffnet er dem einen oder anderen AfD-Sympathisanten oder Protestwähler die Augen und zeigt, dass auch das keine Lösung

Ergänzend lässt sich sagen, dass sich die Lage weiter zuspitzen wird, wenn der Anteil der Geringvermögenden weiter zunimmt. Dies hätte zur Folge, dass die Ausgaben der breiten Masse sinken, wodurch kleine Unternehmen, Restaurants und Dienstleister weniger einnehmen. Dadurch verstärkt sich die Spirale der gesellschaftlichen Verarmung. Am Ende wäre auch für die Wohlhabenden die Welt keine lebenswerte mehr – und selbst ihr Reichtum würde an Bedeutung verlieren.

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Ich komme aus der Physik, und hab mich seit dem Studium vermehrt mit Wirtschaft auseinandergesetzt (Konkret habe ich einige Kapitel in “Modern Principles of Economics” von Tyler Cowen und Alex Tabarrok gelesen - sehr empfehlenswert.)

Das Video wirkt auf mich abstossend: Abstossend, auf andere Weise als die AFD, aber ich glaube ehrlich gesagt nicht weniger stark!

Ich vermute stark, dass ich mir hier keine Freunde mache und habe keine Hoffnung und nicht den Willen hier jemanden von meinen Ansichten zu überzeugen. Dazu bräuchte es mehr Zeit, Aufmerksamkeit und vermutlich im Einzelfall viel Erklärung.
Ich will hier aber wenigstens einen Einspruch stehen lassen.

Ich denke die Lösung ist ganz anderswo zu finden.

  • Wir haben gigantische Reibung im System für das Gründen und betreiben von Betrieben (die absurde Komplexität der Steuererklärung für Betriebe!). Ich glaube das ist im Kern der wichtigste Punkt. Gekoppelt ist das mit:
  • Unsere Kündigungsschutzgesetze haben signifikant mehr Nachteile als Vorteile: Die wesentliche Konsequenz des Kündigugnsschutzes für den Arbeitnehmer ist, dass er nicht eingestellt wird, wenn er auf Stellensuche ist. (Ich mach mir keine Freunde … aber so ist meine Überzeugung)

In Deutschland fehlt: Wirtschaftliches handeln, wirtschaftliche Ausrichtung des Staates. Es ist gut, dass wir einen Sozialstaat haben - es ist gut, dass wir ein Alternativexperiment zu den USA leben.

Aber unsere Skepsis und Fremdheit zum Wirtschaftlichen Denken und Handeln in der Politik und in der Bevölkerung ist ein klarer Fehler.

Ich weiss, ich hab hier nichts erklärt, nur herausposaunt und behauptet.
Ich habe im “allgemeinbildenen Gymnasium” in Baden-Württemberg NICHTS über Wirtschaft gelernt. Nicht das Grundlegendste.
Nichts.
Das ist ein Fehler, das kann nicht sein.

Mein Standardbeispiel ist: Jeder Realschüler, jeder Abiturienten kennt aus den wichtigen Wissenschaften wenigstens ein paar der wichtigsten Grundbegriffe und hat ein gewisses Verständnis von den Konzepten:
Aus der Biologie kennt man die Zelle. Man kennt die DNS und natürlich das Mitochondrium.
Aus der Physik kennt man die Kraft. Masse, Wärme, Elektrische Spannung und Strom.
Aus der Mathematik kennt man die Funktion, die Ableitung. Man kann sich vielleicht noch an ein paar schöne Dinge der Geometrie erinnern.

Kann irgendwer Grundbegriffe der Wirtschaft erklären auf einem Niveau wie “die Zelle” oder “die Funktion”?

Was ist “Preiselastizität”? Ein ganz grundlegender Begriff, den ich zum ersten mal gehört habe, als ich jenseits der 30 war!
Wer kann erklären, was das “Marktgleichgewicht” ist?
Was ist in der Wirtschaft mit “Externen Effekten” gemeint?

Das sind Grundbegriffe der Wirtschaft. Man hat viel gelernt in den Wissenschaften. Auch in der Wirtschaftswissenschaft!

Es ist furchtbar traurig mit anzusehen, wenn bekannte, grundlegende Zusammenhänge ignoriert werden und durch gutgemeine, aber verkehrte Maßnahmen verschlimmert werden (Mietpreisbremse).

Unterhaltsames Video, gut produziert. Gute Leistung vor und hinter der Kamera.
Inhaltlich aber - nach meinem aktuellen Verständnis - sehr sehr falsch.

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Es ist gut, dass wir einen Sozialstaat haben - es ist gut, dass wir ein Alternativexperiment zu den USA leben.

Bin absolut deiner Meinung. Was ich hier noch unterstreichen möchte: Es gibt weit mehr als nur USA und Deutschland. Dänemark würden viele wohl auch als einen Sozialstaat bezeichnen. Dort sind die Kündigungsgesetze aber eher wie in den USA als wie in Deutschland. Und trotzdem (oder gerade deswegen?) geht es Dänemark wirtschaftlich aktuell besser als Deutschland, während Dänemark weit davon entfernt ist, die USA zu sein.

Ich habe im “allgemeinbildenen Gymnasium” in Baden-Württemberg NICHTS über Wirtschaft gelernt. Nicht das Grundlegendste.

Kleine Anekdote: Ich habe ebenfalls in BW Abitur gemacht. Aber nicht an einem allgemeinbildenden Gymnasium, sondern an einem beruflichen Gymnasium. Einem Wirtschaftsgymnasium. Wir hatten sechsstündig BWL/VWL. Neben der Preiselastizität haben wir dort noch vieles andere gelernt, etwa was eigentlich Leitzinsen sind und warum eine Erhöhung/Absenkung dieser zu diesen und jenen Effekten führen.

Ich bin wirklich sehr froh, das Wirtschaftsgymnasium besucht zu haben. Dementsprechend bin ich voll bei dir: Wirtschaft muss in der Schule mehr gelehrt werden. Wie sonst können wir von mündigen Bürgern sprechen, wenn diese nicht einmal ein Mindestmaß an wirtschaftlichem Verständnis haben?

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Ich hatte vor fast 30 Jahren in der Realschule ein Fach Arbeit Wirtschaft. Dort wurde unter anderem auch Firmenformen und Wirtschaftssysteme gelehrt

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Ja, so ist das halt leider - das gute/die Wahrheit setzt sich nicht automatisch durch.
Menschen sind sehr gut darin Dinge so zu verdrehen, dass es für die Menschen einfacher ist / sich besser anfühlt.

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