Zunächst, dass sachliche Informationen allein grundsätzlich, und in überkommenen Medien unzureichend ist. Den ja, es ist jedem selbst überlassen, wo er sich informiert, und ob überhaupt.
Deshalb muss dort, wo dieser Tage die Leute nach Informationen und Unterhaltung schauen, in einer Art informiert werden, die angenommen und verstanden wird. Politik und (politische) Bildung und -Information darf nicht immer anstrengend und Bierernst sein. Bespiele sind eingängige Videos und Clips auf Youtube, Influencer mit große Reichweite; über Ausrutscher von Politikern hat das Gros dort erfahren. Auch wenn man sie selbst nicht mag, muss eine Form und Sprache zur politischen Bildung gewählt werden, die die Leute erreicht und motiviert.
Ein Bild um das zu verdeutlichen: Wenn Vati ein schlechter Koch ist, geht die Familie heute zu MacDonalds. Da hilft kein „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!“. Da muss Vati halt mal umlernen und Gewürze besorgen. Wenn Resilienz von der Bevölkerung erwartet wird, muss sie auch von der Politik erwartet werden dürfen.
Statt in einer Enquete Grafiken zu verbieten, müssen politische Zusammenhänge weg vom Gerede hin zu anschaulicher Darstellung. Die Themen sind gelegentlich viel zu komplex, um einfach mal im üblichen Politik-Talk transportiert werden zu können. Das gilt natürlich auch für Gesetze. Die sind oft für das Volk bestimmt, aber so beschrieben und gestaltet, dass sie nur von Experten gedeutet werden können. Bestrebungen das zu verbessern gibt es ja bereits. Trotzdem sollten Juristen verpflichtet sein, ihren Fach-Sprech auf den wissenschaftlichen Raum zu beschränken.
Die Forderung: Wer Gesetze für das Volk macht, muss sie Zielgruppengerecht formulieren und Darstellen.
Die Argumentation, dass die Zusammenhänge dafür viel zu komplex wären, halte ich für Unfug. Wenn die Politik entsprechend gearbeitet hätten, müssten auch Juristen nicht so oft mit sich selbst Debattieren, was da eigentlich gemeint ist. Und ich meine hier keineswegs den Diskurs der Auslegung.
Auch deshalb, weil für große Teile der Bevölkerung politisch Zusammenhänge und Gesetze für sie unverständlich verfasst sind besteht Eindruck, dass Politik nicht für die Bevölkerung gemacht wird, sondern für Experten und Eliten.
Ein Vergleich des Einflusses der Lobbyverbände (hier aus 2024) ist ein Indiz dafür:
Zu allererst, die Leute gegen Propaganda und Populismus immunisieren, damit sie resistenter gegen AfD & Co. werden.
Ich halte das für ein überaus sinnvolles Thema und für eines, dass gar nicht wichtig genug genommen werden kann. Wie Dein Vorschlag zu Propaganda. Ist ja im wesentlichen sehr ähnlich gelagert. Denn die Methoden und Mechanismen derer sich Werbung bedienen, werden von anderen (Interessens)-Gruppen, von den man das vielleicht gar nicht erwartet, in genau derselben Weise genutzt. Wenn man sich gegen Werbung schützen kann, ist man auch vor anderem geschützt. Jeder der wirbt tut das, damit sich sein…
Finde ich genau so toll, wie Deinen Vorschlag zur Werbung.Ist ja das selbe Prinzip, die selben Methoden. Versteht man man sich selbst und wie Manipulation funktioniert, ist das die beste Impfung gegen Missbrauch. Einen kleinen Teil deckt das hier schon ab: "Wie populistische Politiker uns verarschen"
Und das kontinuierlich in geeigneter Form und mit geeigneten Medien (sieh oben).
Und wir brauchen eine andere Bildungspolitik, mit geeigneten Inhalten, die in der richtigen Reihenfolge gelehrt werden; die es ermöglicht für die Bevölkerung essenzielles wirklich zu verinnerlichen und nicht bloß kennenzulernen. Ich bin überzeugt, dass das Nachhintenschieben von Lerninhalten, die für das Berufsleben u.U. nützlich sein könnten, oder evtl. auf ein Studium vorbereiten, ein guter Schritt wäre. Wenn zunächst alle Staat, Gesetzte und Politik verstanden haben, können sie das deutlich effizienter nachholen.
Ja, da hatten wir schon drüber nachgdacht. Obgleich die vorhanden Fächer insgesamt genau die Lücken lassen, die später Angreifbar durch Populisten machen. Deshalb, braucht es evtl. ein Neues oder zumindest eine synergetische Verzahnung der Vorhandenen. Wie auch immer, das was es heute gibt, ist mitnichten hinreichend. Evident durch den AfD Wahlerfolg. Für 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 21 Prozent. Also etwas 20% zu hoch. Was sind Deine konkreten Vorschläge, wie das zu verbessern w…
Und jeder weitere Vorschlag ist willkommen ![]()