Die Gewichtung in dem Beitrag hat mich etwas geärgert. Vorne weg: Ich bin selber E-Autofahrer. Und auch wenn es anekdotische Evidenz sein mag, hat in meiner Umgebung kaum jemand darüber gesprochen, dass E-Autos besonders häufig brennen, sondern immer nur, dass sie praktisch nicht zu löschen sind. So lief übrigens auch mehrheitlich die Diskussion über den brennenden Tanker („Nicht zu löschen wegen der E-Autos“)x Das scheint immer noch ein Problem zu sein, auch wenn neue Methoden in der Erprobung sind.
Leider wird zu diesem Thema immer noch sehr viel Mist erzählt.
Bei BEV muss man unterscheiden, ob das Fahrzeug oder die Batterie brennt.
Das Fahrzeug selbst stellt für die Feuerwehr keinen Unterschied im Löschen dar.
Die Batterie, sollte sich diese z.B. aufgrund eines schweren Unfalls mit stark strukturellem Schaden am Akku entzündet haben, benötigt aber andere Maßnahmen als z.B. auslaufendes und brennendes Benzin.
Mittlerweile sind sowohl Berufs- als auch freiwillige Feuerwehren aber gut geschult und haben entsprechendes Material, um solche Brände einzudämmen.
Zusätzlich werden die Batterieaufbauten immer sicherer.
Schlussendlich muss man unterscheiden, welche Chemie in den Akkus verwendet wird und welchen Akkustand diese haben.
NMC-Akkus haben ein größeres Potential zum thermischen Durchgehen bei mechanischer Beschädigung als LFP-Akkus, denen man Unbrennbarkeit nachsagt.
Das heißt aber nicht, dass BEV bei einem Unfalls sofort in Flammen aufgehen und nicht löschbar sind.
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung und Einordnung. Mir ging es in meiner Anmerkung vor allem darum, dass in meiner Wahrnehmung die Frage der Nicht-Löschbarkeit immer größer war als die überproportional häufig auftretender Brände. Ich kann mich immer nur an Schlagzeilen erinnern, dass Autos stundenlang gebrannt hätten und die Feuerwehr hätte nichts machen können….
Das Thema und die allgegenwärtigen Mythen rund um die vermeintliche höhere Gefahr von Bränden in Elektro-Fahrzeugen wird in dieser Folge des Podcasts „Geladen - Dein Batteriepodcast“ ausführlich behandelt. Dabei kommen folgende Experten zu Wort:
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Christian Emrich, Leiter der Freiburger Feuerwehr,
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Prof. Helmut Ehrenberg, Batterieforscher vom Karlsruher Institut für Technologie und Feuerwehrmann
Sie nehmen dortzu folgenden weit verbreiteten Mythen Stellung:
- E-Autos brennen häufiger als Verbrenner-Autos
- Wenn Elektroautos brennen, sind sie sehr schwer zu löschen
- Das Batteriepack ist die Hauptursache für E-Autobrände
- E-Autos werden in Container mit Wasser gesetzt, um sie überhaupt löschen zu können
- Beim Berühren des E-Autos können Rettungskräfte einen lebensgefährlichen Schlag bekommen
Mal die Aussagen aus dem Podcast:
Falsch. Je nach Studie 5 bis 50 mal unwahrscheinlicher.
Ist sehr sehr selten. Selbst bei brennenden Autotransportern bleiben die Akkus oft intakt.
Quatsch und Panikmache. Wird einfach gekühlt.
Die Gefahr ist nicht gegeben.
Wichtig hier mal wieder die Realität hervorzuheben: bei der Fremantle Highway, die du wahrscheinlich meinst, brannte kein einziges eAuto.
Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Der Podcast räumt mit den von @_ztul Vorurteilen auf!
Es liest sich hier so als ob der Podcast die von @_ztul genannten Bulletpoints nennen würde, dies ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil, es wird sauber begründet, dass diese nicht haltbar sind.
Ich denke auch @_ztul hat das so gemeint.
Danke für die Klarstellung. Ich hatte die Aufzählung ausdrücklich als Mythen bezeichnet, die im Podcast allesamt widerlegt und richtig gestellt werden.
Das Team von Kennzeichen E ist ja auch bemüht, einige der hartnäckig regelmäßig wiederholten Mythen aufzugreifen und richtig zu stellen.
Deshalb war mein Link zum Geladen-Podcast schlicht und ergreifend als Ergänzung zur aktuellen Folge von Kennzeichen E gedacht. Der Geladen-Podcast widmet diesem Thema einen breiteren Raum und geht mehr in die Tiefe.
Aber gut so, wenn die Thematik immer wieder aufgegriffen wird. So frei nach dem Motto:
Steter Tropfen höhlt den Stein…