Bildung- kognitive Leistung der Schüler & Smartphonenutzung

Also Musik hören erst ab 14? Fahrkarte kaufen erst ab 16. Ebenso Fahrplan checken. Für mich passt das nicht zum Alltag dieser Altersklassen.

Und mit 16 haben dann Jugendliche in einer ohnehin oft überfordernden Phase plötzlich die ganze Welt des Internets und Social Media überall zur Verfügung ohne da reinwachsen zu können.

Das heißt nicht, dass ich grundsätzlich gegen Reglementierungen bin, aber die müssen sinnvoll gestaltet sein und dazu geeignet auch wirklich eine Wirkung zu haben. Ein quasi Verbot unterwegs Musik zu hören ist für mich Quatsch.

Gerade bei Social Media sehe ich viel sinnvoller an Funktionen erst nach und nach freizugeben. Ggf. auch sowas wie keine Anzeige der Likes und Follower unter einem Mindestalter.

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Ich muss diesem Argument entschieden widersprechen. Denn bereits jetzt können und dürfen Kinder die meisten Dinge online nicht selbst erledigen und verwenden ihr Handy großteils zur Ablenkung.

Beispiel Fahrkartenkauf. Hierfür benötigt man einen Zahlungsdienst. Laut DB sind Kreditkarte, Lastschrift und PayPal erst ab 18, Apple Pay erst ab 16 möglich. Generell sind Kinder zwischen 7 und 18 nur beschränkt geschäftsfähig. Zudem ist es grundsätzlich keine gute Idee Kindern online-bezahl Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Denn sie fallen leicht auf Betrüger rein oder kaufen verbotene Dinge.

Ich möchte es konkret am Beispiel eines 13 jährigen Jungen klarmachen, dem ich Mathe Nachhilfe gebe. Vorab: Mir ist bewusst, dass es ein extremes Beispiel ist, jedoch sicher kein Einzelfall:

In jeder freien Minuten holt er sein Handy raus und guckt auf TikTok. Nach der Schule, am Wochenende und heimlich in der Nacht wird ebenfalls gezockt. Natürlich FSK18 Spiele wie CS2 und GTA. Gleichzeitig kommt er im Alltag überhaupt nicht zurecht. Er hat große Probleme in der Schule, aber auch im Alltag: Er kann sich nur schwer Dinge zu merken und sich zu irgendetwas motivieren. Generell ist er immer müde und erschöpft. Gleichzeitig schafft er es nicht mit dem Handy zu navigieren oder sich Wege mit seinem Fahrrad zu merken. Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt er schwierig zurecht. Termine vergisst er und nutzt natürlich auch nicht seinen Handy Kalender.

Natürlich ist das ein Extrembeispiel und viele Familien bekommen das besser hin. Aber auch in diesen Familien ist es oft ein Dauerstreit-Thema und verlangt den Eltern viel Energie ab. Selbst als 30 jähriger, aufgeklärter, gut gebildeter Erwachsener merke ich, wie anfällig ich für die Suchtwirkung der Kurzvideos bin und musste mir eine spezielle App installieren, die diese Videos blockiert. Vielen meiner Freunde geht es ähnlich.

Viele Eltern sind damit schlicht überfordert und ohne gesellschaftliche Regeln überlassen wir diese Kinder dann Ihrem Schicksal.

Ich verstehe nicht, warum der Staat den Eltern diese Last nicht abnehmen sollte?

Es wäre doch für alle viel entspannter, wenn wir klare Regeln hätten. So könnte man den Besitz richtiger Smartphones und Computer erst ab 16 erlauben. Für Minderjährige könnten spezielle, unabhängig zertifizierte „dumb phones“ angeboten werden.

Ähnlich funktioniert Jugendschutz in anderen Bereichen seit Jahrzehnten. Z.B gelten für Spielzeug ganz besonders strenge Regeln, damit Kinder sich nicht so leicht verletzen. Es gibt spezielle Kinderfernsehkanäle, die gewisse Inhalte nicht zeigen dürfen. Es gibt eine freiwillige Selbstkontrolle von Filmen und Videospielen, damit Kinder nicht zu früh mit Gewaltdarstellungen konfrontiert werden.

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Jein. Hätte ich Kinder und gäbe es ein solches Gesetz, ich würde gezielt und bewusst dagegen verstoßen, weil ich es für falsch halte, Kindern erst ab 16 einen Computer zu erlauben. Ich würde es als unglaublichen Eingriff in mein Elternrecht empfinden, mir so ein pauschales Verbot staatlich vorzuschreiben. Denn bei der Smartphone- und Computernutzung kommt es eben - im Gegensatz zu Nikotin- oder Alkoholkonsum - gerade darauf an, wie man diese Geräte nutzt - bei guter Nutzung können sie pädagogisch wertvoll sein, bei schlechter Nutzung eine Katastrophe.

Deshalb kann ich mir allenfalls eine Regelung analog zum Jugendschutz vorstellen: Denn auch hier gilt gerade NICHT, dass es Eltern verboten wäre, mit ihren 13-jährigen Kindern FSK-18-Filme zu schauen. Im privaten Rahmen gilt hier gerade, dass der Staat eben kein Bestimmungsrecht hat - und das ist auch gut so. Die Eltern dürfen selbst bestimmen, ob ihr Kind reif genug ist, einen Film, der erst ab 16 oder 18 freigegeben ist, zu schauen. (das gilt nicht für öffentliche Orte wie Kinos, aber eben sehr wohl im privaten Rahmen).

Der Vergleich mit Schadstoffen in Spielzeugen geht auch fehl, weil ähnlich wie beim Vergleich mit Alkohol und Nikotin hier eine konkrete Gefahr vorliegt, während bei Smartphone- und Computernutzung nur eine mögliche Gefahr vorliegt, dieser aber ein ebenso großer Nutzen gegenüber steht. Ein Verbot wäre hier einfach grund-falsch.

Anders kann man dies bei einzelnen Social Media-Seiten werten, wenn diese gezielt suchtfördernde Mittel verwenden. Wobei selbst hier, sobald die Eltern anwesend sind, ein Verbot kaum begründbar und im Verhältnis zum elterlichen Erziehungsrecht fragwürdig wirkt.

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Warum sollte es ein Problem sein wenn ein 14-Jähriger eine ÖPNV App, z.B. von der VGN (Großraum Nürnberg) installiert hat bei der eine Bezahlmöglichkeit hinterlegt ist? Damit kann er ja nicht bei Zalando bestellen, sondern ausschließlich Tickets kaufen, die dann günstiger sind als die am Automat oder beim Fahrer (wobei ich glaube Zahlen beim Fahrer wurde eh abgschafft).

Ich würde bei diesem Fall mal ganz stümperhaft als Laie per Ferndiagnose behaupten, dass die intensive Nutzung der Sozialen Medien und der Games und die Unfähigkeit im Alltag zurechtzukommen zwar korrelieren aber nicht im direkten kausalen Zusammenhang stehen. Natürlich verstärkt sein Konsum die Probleme, aber letztlich ist der Konsum von Medien und die Probleme im Alltag höchstwahrscheinlich Symptome einer tieferliegenden Ursache.

Mir auch. Umso wichtiger finde ich hier ein Reinwachsen zu ermöglichen und nicht Menschen mit 16 oder 18 plötzlich ohne jegliche Vorerfahrung ins Kalte Wasser zu werfen. Vorbildung in diesem Bereich ist aber erst möglich wenn es auch legal ist das zu nutzen.

Strohmann!

Ich habe nirgends gefordert, dass es keine Regeln geben soll. Ich habe diese sogar explizit gefordert. Ein Komplettverbot ist aber nicht die einzige Alternative zu keinerlei Regulation.

Ich gehe sogar soweit, dass ein Komplettverbot weitgehend umgangen werden würde, während moderate Verschärfungen für verschiedene Altersbereiche die stetig mehr Nutzung zulassen eher dazu geeignet sind gerade so viel zu ermöglichen, dass ein Umgehen nicht im großen Stil stattfindet.

Und ich sehe mir auch mit meiner 7-jährigen auf Youtube Tutorials für Sport an und sie hat sogar ein eigenes ausgedientes Smartphone mit der sie in ihrer Mittagsruhe Musik oder Hörspiele hören kann. In einer Zeit in der niemand mehr Kassetten oder CDs kauft halte ich es für ein Unding zu fordern, dass Kinder keine Abspielgeräte für sowas haben sollten.

Gleichzeitig kann sie früh selbst den Wetterbericht öffnen und sich passende Kleidung raussuchen. Ich sehe hier durchaus einen guten Schritt für das Erlernen von Selbstständigkeit und weniger eine problematische Nutzung die in jeder Form untersagt werden muss.

Social Media etc. ist aber natürlich nicht installiert.

Computer ab 16 heißt aber auch, dass keinerlei realitätsnaher Kompetenzerwerb im Bereich IT unter 16 möglich wäre.

Was im Falle einer Nationalen Regelung wahrscheinlich teure Sondergeräte wären die wenig können und viel kosten. Für Familien eine zusätzliche Belastung. Statt daheim ein Familientablett mit mehreren Nutzerprofilen zu haben müsste man dann eines für die Eltern haben, eines für die jüngeren Kinder und eines für die älteren Kinder.

Man sollte hier doch wirklich unterscheiden zwischen PC-Nutzung, Gaming, Smartphonenutzung und Social-Media. Das wird hier für meinen Geschmack etwas zu sehr in einen Topf geworfen.

Zum Thema Gaming: Auch hier muss man differenzieren, da von Candy Crush und glücksspielähnlichen Free-to-Play Spielen bis hin zu Strategiespielen und Wirtschaftssimulationen alles gemeint sein kann. Diese pauschal als schädlich zu framen, ist verkürzt. Es wäre also gut, konkrete Kritikpunkte an konkreten Spielarten zu definieren, statt einfach zu implizieren, es gäbe eine Verbindung zwischen GTA und „nicht im Alltag zurechtkommen“.

Zu Altersgrenzen für Social Media gibt es schon genug Diskussionen hier im Forum.

Zu Smartphones an sich: wenn man Social Media und F2P-Spiele schon separat diskutiert, gibt es wenig, das ich an Smartphones per se als schädlich für Jugendliche sehen würde. Insbesondere die genannten Suchtrisiken hängen ja eher mit Social Media und bestimmten Gamingmechaniken zusammen und nicht mit Smartphones als solchen. Auch hier wären also konkrete Kritikpunkte angebracht.

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Ich gebe dir recht, dass ein verantwortungsvoller Umgang in einem geschützten Umfeld unter Aufsicht der Eltern natürlich möglich sein muss. Aber das funktioniert doch bereits für fast alle andere Bereichen so, auch wenn es sonst strenge Regeln gibt: Z.B. können Kinder mit Ihren Eltern zusammen Verträge abschließen. Sie können ein Aktiendepot einrichten. Kinder dürfen unter Aufsicht auch ab 14 mit Kleinkaliberwaffen schießen, ab 14 ein Segelflugzeug steuern oder Motorcross-Rennen fahren. Jedoch sind das Bereiche mit sehr guter Betreuung und Aufsichtspflichten. Sobald ein Kind sich dort nicht an die Sicherheitsregeln hält, fliegt es sofort raus. Verantwortungsvoller Umgang unter Aufsicht bliebe somit bei Smartphones zu Bildungszwecken weiterhin möglich, solange man sich an entsprechende Regeln hält, z.B. das Kind nicht mit dem Gerät allein zu lassen. Aus meiner Sicht wäre der Vorteil klarer Regeln die klare Handlungsrichtlinie für die Eltern. Sollten dann Nachbarn oder Lehrer mitbekommen, dass ein Kind entgegen der Regeln den gesamten Tag unbeaufsichtigt sein Smartphone nutzt, kann man die Eltern über die Regeln aufklären. Zur Not muss das Jugendamt begutachten, wieweit die Eltern ihren Fürsorgepflichten nachkommen und sie ggf. dabei unterstützen. Das Argument der Gefahr lässt sich sehr gut von Spielzeug übertragen. Z.B. Spielzeugwerkzeug: Man kann auch argumentieren, dass echtes Werkzeug nicht gefährlich ist, wenn es korrekt benutzt wird. Jedoch ist ein Spielzeugschrauber eben so schwach gestaltet, dass auch inkorrekter Benutzung sicher ist, z.B. er sich nur sehr langsam dreht, kaum kraft hat und man nichts verschlucken kann. Gleichzeitig spricht nichts dagegen, ein Kind unter Aufsicht Werkzeug nutzen zu lassen.

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Da gebe ich dir natürlich recht. Mein Kommentar war sehr einseitig und ließt sich so, als ob ich da ein totaler Ultra wäre. Dabei habe ich selbst früher viel gespielt und bin nicht der Meinung, dass jedes Spiel oder jede Handynutzung pauschal gefährlich ist. Aber eine Nutzung ist eben nur in sehr begrenztem zeitlichem Rahmen unproblematisch. Bei 13 Jahren wird pro Tag eine maximale Mediennutzung von 1 - 2 Stunden empfohlen (Unter Pädagogen gibt es dazu unterschiedliche Meinungen). Das wichtige ist, dass der Großteil der Freizeit ohne Medien bliebt. In dieser Zeit soll sich das Kind ohne andauernde, künstliche Reize entwickeln. Die politische Frage ist, wie man den problematische Nutzung verhindert. Bisher ist uns das mit „Aufklärung“ nicht gelungen. Strickte Regen und zur Not ein komplettes Besitzverbot von Smartphones für Kinder scheint mir immer mehr die einzige Option zu sein, wie wir diesen Trend in kurzer Zeit wieder umdrehen können. Aber natürlich lasse ich mich auch gern eines Gegenteils überzeugen. Wenn es wirklich möglich ist, einen verantwortungsvollen Umgang in der Breite durch ein klares Stufenmodell hinzubekommen, habe ich damit auch kein Problem. Wahrscheinlich müsste der Staat dafür entsprechende Vorgaben machen und die Geräte müssten zentral auf ein bestimmtes Alter/Geburtsdatum eingestellt werden können. Das müsste dann auch entsprechend kontrolliert werden können, z.B. von den Eltern, in der Schule oder vom Jugendamt. Dabei ist entscheidend, dass wir ein so zentrales gesellschaftliches Thema wieder zurück in die Politik holen. Wir entscheiden demokratisch, wie unsere Kinder auswachsen. Wir müssen uns nicht Algorithmen aus dem Silicon Valley und China geschlagen geben.

Was wirklich fehlt, sind Alternativen. Schöne, offene Räume in der analogen Welt, wo Kinder und Jugendlich sich entfalten können, Angebote um mit Freunden echte Erlebnisse, echten Austausch zu haben, sind seltener geworden. Die Zeit und der Raum in dem sich Kinder frei von Erwachsener Kontrolle bewegen können, werden statistisch immer kürzer bzw. kleiner.

Beides wird in die digitale Welt verlagert, in der sich Kinder und Jugendliche in Räumen bewegen, deren Regeln letztlich wieder Erwachsene bestimmen. Hier eben Milliarden-Konzerne, deren zentrales Ziel es ist, ihre Kunden zu melken. Darin sollen sich pubertäre Jugendliche und ihre oft wenig darauf vorbereiteten Eltern dann eigenverantwortlich bewegen. Klar, wie das ausgeht. Schön für die Konzerne und konfliktvermeidend für die Erwachsenen.

Endlich kein Quengeln auf langen Autofahrten, weniger Konflikte in Pausen, niemals Langeweile, keinen stören die vielen Varianten von „Spielen verboten“-Infrastruktur, wenn die, die da spielen könnten, grade statt mit dem ganzen Körper nur mit den Daumenspitzen aktiv sind. Da kehrt eine Friedhofsstille ein, die mir als Vater und Lehrer natürlich manchmal verlockend bequem, aber oft in Wahrheit ohrenbetäubend traurig erscheint.

Ich spiele selbst viel, seit ich mit 11 meinen ersten 386er mit Monochrom-Monitor hatte. Aber in jeder Minute, die Jugendliche und Erwachsene digital versacken, entgehen Ihnen gesündere, entwicklungsförderlichere Aktivitäten. Klar wäre hier richtig Randale, wenn die Kids in einer kinderfreundlichen Umwelt in großer Zahl wieder analoge Antworten auf Langeweile suchen müssten. Und das wäre auch gut so.

Was ich als Trends beobachte: Lesen und eigene, originelle Ideen werden immer weniger und Kooperation misslingt immer häufiger. Aktuell scheitert der vierte Jahrgang in Folge daran, zum eigenen Schulabschluss ne eigene Abschlussfeier zu organisieren. Von sowas wie Abi-Zeitungen nicht zu reden. Anderswo gibt es das noch, aber unter den Kollegen höre ich auch von da, dass die aktiven weniger werden und die passiven sich immer weniger mitziehen lassen, die Qualität und Originalität der Aktionen sinkt. Ich vermute einen Zusammenhang zur ständig steigenden Bildschirmzeit, sinkender durchschnittlicher Entfernung, in der Kinder sich ohne Erwachsene Begleitung/Kontrolle bewegen dürfen, Wegfallen erwachsenenfreier Beschäftigungsmöglichkeiten. Fehlenden Räumen, in denen Selbstorganisation und so geübt werden können.

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Ich habe gerade den gesamten Verlauf hier auf einmal durchgelesen. Dabei hat sich ein großer Schock aufgebaut. Wie aus meiner Sicht häufig bei solchen asynchronen Diskussionen beobachtet werden kann, verteidigt hier quasi jeder seine Lebensweise…
Warum war ich geschockt? Ich habe selbst sehr viel Zeit in meiner Jugend mit GameBoy bis WOW verbracht. Warum? Weil ich ein verkappter Nerd war und den Abstand zur Welt gebraucht habe. Trotzdem war da das 1er Abitur dank (heute würde ich sagen neurodivergenter) Nerdtruppe, ein Physikstudium und mittlerweile bin ich Papa von zwei tollen Jungs. Gerade deshalb sehe ich die Kombination der LdN441, 442 und 483 sowie diverse Beiträge zu SocialMedia-Verboten der Lage so spannend. Vielen Dank für eure Arbeit!

Zum Thema: Wir vergleichen sehr schnell Äpfel mit Birnen, bürgen Eltern und Schulen Verantwortung auf, während selbst Lehrer und Eltern gegen solche Geschäftsmodelle nicht gefeit sind. Es ist eine Sucht und ähnlich wie der Tabak-Konsum ist sowohl die Passive Nutzung als auch die gesellschaftlichen Vorbildrollen ein Problem. Ich möchte hier explizit mit dem Fokus auf SocialMedia verstanden werden, denn genau dort werden Vorbildrollen gesucht. Übrigens gesamtgesellschaftlich (Grüße gehen raus an all die Omas Opas Onkel Tanten und wen ich alles vergessen habe). Das Smartphone ist omnipräsent: zum Fotos machen, zum kommunizieren, zum daddeln, zum nichts verpassen und in den seltensten Fällen auch mal am Ohr.
Daher würde ich sagen: „die Verzweiflung ist real, aber was können wir wirklich dagegen tun?“ Beim Rauchen wurde erst nach langer langer Zeit gesamtgesellschaftlich verstanden was dort passiert und mit diversen Regelungen die Marktmacht von Tabak-Konzernen angegriffen. Warum erwarten wir eigentlich, dass es jetzt ganz ganz schnell gehen muss. Mein Apell wäre ein SocialMedia-Verbot für alle oder eine starke Einschränkung der süchtig machenden Faktoren, oder als alternative technisch auf etwas wie Mails und Nachrichten erst am nächsten Morgen reagieren können, denn wenn es wichtig wäre, dann greift man zum Telefon… ja das geht vielleicht viel zu weit. Ich weiß. Aber das Problem vor dem unsere Gesellschaft gerade aus meiner Sicht steht, ist die Geschwindigkeit mit der wir alle überflutet werden und die wir auch von allen verlangen. Da kann die Wissenschaft nicht schnell genug sein neue Erkenntnisse zu veröffentlichen oder der Amazonbote das neuste lebenswichtige Teil zu liefern, damit ich nicht zur Packstation oder in den Baumarkt muss. Und alles, selbst dieser Kommentar lässt die Welt schneller brennen. :fire:

Nun bin ich sehr gespannt auf jeden Kommentar hierzu und auch wenn der Beitrag sehr negativ klingt, ich kann nur optimistisch in die Zukunft gucken und versuchen etwas zu verändern. Sonst habe ich bei meinen Kindern verloren.
Daher #MarktmachtBrechen und schränkt die Glücksspielindustrie ein! (Ohh… wait… Glücksspielelemente und Endorphinfallen. Mein Fehler)

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