Ich bin zwar sicher eher „Lieschen Müller“ als der große Datenbaron, aber für mich liest sich das schon eher so, dass es backups hätte geben müssen, wenn nur eine Einrichtung zerstört wurde. Oder verstehe ich das falsch?
Ich finde den Artikel da auch etwas komisch geschrieben:
Demnach stellt der Datenkonzern seine Bemühungen ein, Daten wiederherzustellen, die ausschließlich in einem betroffenen Rechenzentrum gespeichert waren. Die jeweiligen Kunden werden auf ihre eigenen Backups verwiesen. Dies betrifft alle drei AWS-Rechenzentren in Bahrain (mes1-az1, mes1-az2 und mes1-az3)
So wie ich das verstehe wurden also alle drei Rechenzentren einer Region beschädigt. Somit kann es natürlich kein Backup für Daten geben, die nur in dieser Region (= in einem oder allen dieser drei Datenzentren) gespeichert waren.
Das ist natürlich ärgerlich, aber nur bedingt die Schuld von AWS. Ein Unternehmen hätte sich dazu entscheiden können, seine Daten nicht nur in dieser einen Region, sondern auch in anderen Regionen zu speichern.
Wenn das Unternehmen tatsächlich Daten nur an einem einzigen Ort gespeichert hatte, ist das hoffentlich eindeutig ein Fehler/Versagens auf Seiten des Unternehmens und damit ein Fall für Gerichtsverfahren. Die Unternehmen müssen sichere, saubere Produkte anbieten, nicht die Kunden müssen in jedem Produktfeld so große Expertise entwickeln, dass sie schlechte Qualität schon vor einem Kauf erkennen können.
Das wäre der Fall bei einer „klassischen“ Software. Aber das ist AWS nicht. AWS bietet lediglich Infrastruktur. Wenn ein Unternehmen sich gegen Ausfälle einer ganzen Region sichern will, kann es das mithilfe von AWS - muss dies aber entsprechend konfigurieren und natürlich Geld zahlen.
nicht die Kunden müssen in jedem Produktfeld so große Expertise entwickeln, dass sie schlechte Qualität schon vor einem Kauf erkennen können.
Doch, im Falle von AWS ist das so. (Wie gesagt, das hat auch nichts mit schlechter Qualität zu tun, aber AWS muss konfiguriert werden.)