Ausbau der Infrastruktur für E-Autos: Bidirektionales Laden überall/AC nicht nur DC

Paar technische Details dazu:

Viele Details nennt das Unternehmen noch nicht, es handelt sich aber um eine reine AC-Lösung. Dafür hat Jucr auch das eigene „JUCR Charge Point Protocol“ entwickelt, welches bidirektionales Laden, Plug&Charge und Over-the-Air-Updates ermöglichen soll.

Klingt für mich erstmal nicht besonders Special, ist am Ende einfach nur eine Ladeinfrastruktur nach ISO15118/20 Norm mit Backend-Anbindung für PnC. Gibt es heute schon, ist allerdings noch recht exotisch am Markt. Da wäre es auf jeden Fall hilfreich wenn man die Preise etwas drücken kann indem man es in den Markt bringt.

„Der endgültige Durchbruch in der Elektromobilität wird nur mit einer besseren Skalierbarkeit der Ladeinfrastruktur möglich sein“

Ist nur die halbe Wahrheit, es braucht eben insbesondere auch beim Bidirektionalem AC-Laden ein Onboard-Ladegerät im Auto selbst, welches auch Strom wieder aus der Batterie von Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt und sich dabei aufs bestehende Netz aufsynchronisieren kann. Das ist technisch oft nicht so trivial wie es angenommen wird und mit einer DC-Lösung deutlich einfacher. Hatte ich hier im Thread aber schon mal genauer erklärt.

Zu den Ladebordsteinen von Rheinmetall:

Die Systeme seien zudem auf die Umweltbedingungen im Straßenraum ausgelegt, um eine lange Lebensdauer sicherzustellen.

Wenn ich es einem Hersteller zutraue eine robuste, Vandalismussichere Lösung zu bauen, dann ist es Rheinmetall :sweat_smile:
Auch wenn ich den Kartenleser an dem Konzept für Quatsch halte, eine reine App-Aktivierung wäre da denke ich praktischer.

Bin gespannt wie es auf Infrastruktur-Seite in Deutschland weitergeht.

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