In den Fall sind es 25.000€, weil vom Mindeststandard abgewichen wird.
Und nein, ich halte das auch nicht für sinnvoll. Das wird eine Nische bleiben für Liebhaberautos. Aber es ist möglich und bezahlbar. Mein Elektroauto hat gebraucht auch unter 20.000€ gekostet, 64kW-Batterie mit 94%. E-Golf gibt es schon unter 10.000€, weil viele damals noch meinten, sie sparen sich den DC-Lader lieber - den VW mit total überzogenen Preiserwartungen eingepreist hat - darum auch durchweg mit wenig Kilometer.
Tut mir leid, aber deine Behauptung der Bezahlbarkeit wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Bitte nutze Quellen. Der Kollege aus deinem Video ist Heiko Fleck und auf seiner eigenen Website https://www.fleck-elektroauto.de/interesse-an-einem-elektroumbau/ schreibt er:
Ab ca 8500 Euro kann ich ihnen ein komplettes Set auf 48V Basis mit 5Kwh Akkukapazität Lifepo zusammenstellen.
Diese System ist für Kurzstrecken gedacht für Kleinfahrzeuge.
Ist das dieser “Mindeststandard” von dem du hier sprichst? Selbst der Standardakku eines 500 kg leichten Zweisitzer Renault Twizy war vor 15 Jahren schon 22% größer und das ist so ziemlich das kleinstmögliche und minimalste Gefährt, das man noch “Auto” nennen kann (manche würden das bereits bestreiten).
Wenn es einen ernsthaften Umrüstsatz gibt, dann bitte hier eine Quelle verlinken, die ein im industriellen Maßstab verfügbares, wirtschaftliches Produkt wirklich anbietet. Ansonsten können wir uns hoffentlich darauf einigen, dass e-Umbauten technisch natürlich möglich, aber allenfalls teure Liebhaberei sind und es schlichtweg keinen Business Case dahinter gibt.
Wenn das der Mindeststandard ist, ist das wirklich wenig, das war aus dem Video nicht ersichtlich.
Dann stehen wir hier also nach 10 Jahren noch am Anfang. Die Industrie wird da auch wenig Interesse haben. Neuwagen werden immer renditestärker sein.
Nehmen wir mal als Ausgangsbasis ein Auto real aus der Familie.
Seat Ibiza, bj 2008; 183.000 km, 1,3 l Benziner mit 86 PS, Verbrauch etwa 5-6 Liter im Alltag.
Variante 1: Auto weiterfahren. Keine monatlichen Finanzierungs- oder Leasingkosten, im Durchschnitt etwa 500€ im Jahr für Wartung und Reparaturen (einfache Technik, freie Werkstatt), dazu Benzinkosten für etwa 15,000 km im Jahr
Variante 2: man rüstet den auf Elektro um. Kosten geschätzt mindestens 10.000€; Reichweite dann vermutlich um 200 km, zuzüglich Wartungskosten von vielleicht 200€ im Jahr plus Wartung eAntrieb, plus Rate für Kredit zum Umbau
Variante 3: Kauf eines neuen eAutos, vergleichbare Größe kostet um 25.000- 30.000€ (lassen wir den Dacia spring mal außen vor); bedeutet monatliche Leasing- oder Finanzierungsrate von min. 250-300€; zzgl öffentliche Ladekosten mangels eigener Wallbox
Variante 4: Kauf eines adäquaten gebrauchten eAutos, Kosten etwa 10.000-14.000€; monatliche Finanzierungsrate Kredit, Wartungskosten um 200-300€ im Jahr, zzgl öffentliche Ladekosten mangels eigener Wallbox.
Für was sollte sich ein Berufsanfänger mit schmalem Budget entscheiden?
Das Konzept ist interessant, aber wo kommt denn die neue Betriebszulassung her? Die Software wird komplett manipuliert, da würde ich vom Bauchgefühl sagen, dass das nicht zulässig ist.
Öffentlichen Nahverkehr, E-Scooter, E-Bike. Sind wir doch mal ehrlich: wenn das Auto keine Rostlaube sein soll, die man ohne KFZ-Lehre nicht über den Winter bringt und sicher am nächsten TÜV scheitert, ist auch bei Verbrennern unter 6.000€ nichts Ernstes am Markt zu finden.
Klar gibt es auch gute Verbrenner unter 6000€ ohne große Mängel. Vor der Aussage hast du aber nicht recherchiert. Vor einigen Jahren erst hat eine Freundin einen Skoda Fabia für weniger gekauft, der jetzt das zweite Mal bereits ohne Mängel über den TÜV ging.