Abschaffung des Heizungsgesetzes

Das IW Köln hat schon mal gerechnet… wird ein Schnäppchen :zipper_mouth_face:

https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/ralph-henger-malte-kueper-zwei-personen-haushalte-muessten-jaehrlich-350-euro-mehr-zahlen.html

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Aus der Dlf App | Interviews | Klimaschutz – Reiche verteidigt umstrittene Reform des Heizungsgesetzes Streit um Klimaschutz: Reiche verteidigt Heizungsgesetz-Reform

Hier Reiche (leider lässt man sie hier ohne jede Einordnung ihre PR rausblasen) im Interview. Auffallend, dass sie sich kaum noch bemüht, Klimaschutz überhaupt noch ernsthaft als Ziel zu beschreiben.

Auch spannend: Angeblich könnten Mieter dank ihres tollen Gesetzes zukünftig über ihre Heizung entscheiden. Da bin ich sehr gespannt, wie das aussehen soll…

Einordnung hier:

Aus der Dlf App | Der Tag | Neues Heizungsgesetz – Rolle rückwärts beim Klimaschutz Heizungsgesetz-Umbau und China-Reise des Kanzlers

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Mir fällt auf, dass sich die Diskussion rund um die Wärmewende sehr stark auf den angeblich überforderten Einfamilienhausbesitzer konzentriert. Die Situation von Mietern, die steigende Heizkosten kaum beeinflussen können, wird dabei aus meiner Sicht zu wenig berücksichtigt.

Oft heißt es, steigende Gasnetz- und CO₂-Kosten würden Eigentümer automatisch zur Wärmepumpe bewegen. Ich bin da skeptisch. In vielen Mietshäusern tragen Mieter weiterhin den Großteil der laufenden Energiekosten, während Heizungsanlagen über Miet- oder Leasingmodelle betrieben und umgelegt werden können und für Eigentümer keine hohe Anfangsinvestition entsteht. Bei effizienten Anlagen bleibt zudem der Vermieteranteil an der CO₂-Abgabe vergleichsweise gering.

Eine Wärmepumpe ist im Bestand zwar technisch häufig möglich, erfordert aber dennoch Investitionen, etwa Anpassungen an Heizkörpern oder der Hydraulik – insbesondere wenn keine Fußbodenheizung vorhanden ist.

Vor dem Hintergrund eines angespannten Mietmarktes sehe ich daher kurzfristig keinen starken wirtschaftlichen Druck zur Umrüstung. Somit ist das geplante Gesetz aus meiner Sicht für Mieter wirklich nicht zu unterschätzen auf langfristige Sicht.

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Das ist eher ein Mythos bzw. sollte man das nicht so pauschalisieren. In schlecht gedämmten Häusern, mit kleinen (Rippen)Heizkörpern und hoher Vorlauftemperatur mag das vielleicht zutreffen

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Vielleicht greift ja auch die EU ein:

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Wollte ich auch teilen.

Ihre Begründung für ausreichend Biomethan, es gibt doch schon jetzt Tarife dafür, also gibt es genug🤔

Auf die Frage, dass die möglichen Mengen aus Studien nur Potentiale sind und erst realisiert werden müssten, das gleiche - es gibt Tarife, wie nutzen es jetzt schon und für die Bauern endlich eine Möglichkeit ihr (bereits heute schon produziertes) Methan auf einem neuen Markt zu platzieren - als ob sie das Methan jetzt ähnlich ihrer Kühe in den Himmel pupsen würden😉

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Eine Frage steht auch mir noch:

Die Beimischungspflicht gilt nach dem Eckpunkten nur für den Neubau, oder?

Mit meiner alten Heizung kann ich also bis zum bitteren Ende der Heizung klassisch fossile Brennstoffe verbrennen.

Nein nur für neue Heizungen. Auch im Bestand, aber sobald die alte defekt ist.

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Mal als Außenstehender gefragt:

Wenn jemand eine neue Heizung einbauen muss/will, was sind Gründe für eine Wärmepumpe und welche Gründe sprechen für eine Gasheizung?

Mal ganz sachlich gefragt, ideologische Motive außen vor.

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Was mir spontan einfällt, fehlt bestimmt noch viel:

Für Wärmepumpe: Laufende Kosten, Klimaschutz, Kühlfunktion (je nach Technik), kein Gasanschluss notwendig

Für Gas: Gewohnheit, Anschaffungspreis, lokaler Handwerker macht nur Gas, nötige Vorlauftemperatur, Unklarheit über Machbarkeit Wärmepumpe, fehlender Platz für Außengerät

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Tun sie bereits.

Da klingt es nur hilflos, wenn die Koalitionäre jetzt auf mögliche Anbaugebiete für Biomasse im Ausland, gar in der Ukraine verweisen, wenn auch erst in ein paar Jahren.
Gebäudenergiegesetz: Das war's mit Klimaschutz im Heizungskeller | DIE ZEIT

Bei den Lobbyisten klingt das, als wäre das alles schon in trockenen Tüchern und die Zukunft gesichert.

Großes Potenzial: Deutsch-Ukrainische Biomethan-Kooperation - gwf-gas.de
Erstes Biomethan aus der Ukraine in das europäische Erdgasnetz eingespeist - Sonnenseite - Ökologische Kommunikation mit Franz Alt

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Also im wesentlichen eine Kostenfrage sowie abhängig von technischen Gegebenheiten.

Also kann es doch nachvollziehbare Gründe geben, zumindest vorerst an einer vorhanden Gasheizung bzw den Einbau einer solchen in Bestandsgebäuden festzuhalten?

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Obwohl diese Frage eigentlich beantwortet ist.
Die Anschaffungskosten, gerade wenn nur eine Gasheizung ersetzt wird, sind in der Regel für die Wärmepumpe höher.
Die Gesamtkosten auf 10-20 Jahre betrachtet sprechen in der Regel für die Wärmepumpe.
Berücksichtigt sind dabei natürlich die Anschaffungskosten, Energiekosten, Wartungskosten, Schornsteinfeger, Gasnetzanschluss, Abschreibung und Zinsen.

So war es zumindest in meiner Rechnung für meine eigene Situation: Ergebnis war, dass sich der Austausch der funktionierenden relativ jungen Gasheizung (leider) noch nicht lohnt. Bei jedem verstrichen Jahr und voraussichtlich steigenden Gaspreisen kann sich das aber in den nächsten Jahren auch ändern.
Sollte die Heizung kaputt gehen und getauscht werden müssen, lohnt sich die Wärmepumpe auf jeden Fall jetzt schon und erreicht ihren Break Even im Vergleich zu Gasheizung nach ca. 10 Jahren.

Ich würde sagen an der vorhanden ja, beim
Einbau nein.

Für den renditeorientierten Vermieter, sieht das natürlich anders aus

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Leider befürchte ich dass es in dem Moment in dem der faktische Druck steigen wird, durch den Aufschrei der hohen ungerechtenKosten für die kleinen Bürger die sich keine WP leisten wollten/konnten, die nächste Schandtat kommt und die Netzentgelte durch allgemeine Steuern die dann alle tragen oder durch einen weiteren Pfusch am KTF wieder gesenkt werden.

(Ich würde darauf Wetten annehmen)

Leider fehlt mir inzwischen der Glaube, dass sich die von fossilen Lobbyisten durchsetzte Politik ernsthaft zum Klimaschutz durchringt.

Die Gelder die wir den Lieferanten der fossilen Primärenergie dann in den Rachen werfen kommen dann durch die Abschaffung der „Lifestyle Teilzeit“, der 4 Tage Woche, WorkLifeBalance und Co. wieder rein.

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Erstmal vielen Dank für die Einordnung.

Als Eigenheimbesitzer dürfte die Frage dann klar sein, die Tendenz also eindeutig Richtung WP gehen.

Beim Vermieter dann eher der Zwiespalt zwischen Invest und zu erwartender Rendite. Was für Mieter dann halt einfach Glücksspiel, meist aber eher Pech sein wird.

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Gegen eine Gasheizung spricht, dass Deutschland 2045 klimaneutral sein will und eine Gasheizung eine längere Lebensdauer hat, daneben wird das Gas durch den Co2-Preis vorher kontinuiertlich teurer bis unerschwinglich.

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Was wieder zu der Frage führt, ob beides für einen Vermieter wirklich ausschlaggebende Argumente sind?

Der hat den Gasanschluss auch noch, wenn niemand in der Wohnung ist. Also würde ich als Vermieter auch ein Interesse haben, zumindest langfristig den stilllegen zu können. Allerdings wird es auch bei Vermietern häufig Desinteresse sein und dann baut man halt ein, was der bisherige Installateur empfiehlt. Und wenn der nur Gasheizung kann, dann…

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Das kuriose beim Mieter. Der muss sich um größere Dinge nicht selbst kümmern, ist aber eher machtlos beißen was der Vermieter bereit ist zu investieren.
Hat man als Eigentümer deutlich mehr Freiheiten

Inwiefern ist es kurios, dass man mehr Freiheiten hat, wenn man sich selbst um Dinge kümmert (kümmern muss), aber eher machtlos ist, wenn man es nicht tut?

Ohnehin steht die “Aber die Mieter”-Argumentation ja auf dem Kopf. Weil wir Probleme mit der Marktmacht von Vermietern in bestimmten Regionen haben, machen wir keinen Klimaschutz? Andersrum wird ein Schuh draus: Wir fördern und fordern eine Wärmewende im Gebäudesektor und wenn die Marktmacht mancher Vermieter dem im Wege steht, dann wird da eben nachreguliert, bis es passt.

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