Zum Thema Abtreibung

Hallo Ulf, Hallo Philip,

Ich bin ebenfalls eine stille Zuhörerin und mag euren Podcast sehr!
Ich muss allerdings sagen, dass mich zwei Dinge irritiert haben in der letzten Folge:

  1. Ich verstehe die Angst von Ulf, dass durch das Abtreibungsthema andere Themen in der öffentlichen Debatte verdrängt werden. Klar es ist nur ein Podcast und ich sehe euch nicht, aber bei mir kam am, dass es eine ziemlich große Angst ist? Vielleicht irre ich auch.
    Jedenfalls: wenn ihr findet dass es kein großes Thema ist / werden soll: dann redet nicht so lang darüber. Ja sie Info dass da was in den USA passiert ist gut. Aber der Beitrag kam mir insgesamt recht lang vor.
    Wie wird ein Thema denn unter anderem ‚größer als es ist‘? Wenn auch die Leute bei einer Debatte mitreden, die das Thema eigentlich nicht so wichtig finden… :wink:

2: Der zweite Punkt ist eine persönliche Bitte an Ulf. Ich bin selber eine Frau war aber nie schwanger. Ich kann mir absolut nicht vorstellen wie sich Frauen fühlen, die sich mit einer Abtreibung beschäftigen müssen — und ich habe eine Gebärmutter! :wink: Der Satz „Ich glaube mich da einfühlen zu können.“ hat mich geärgert. Ich glaube dir, dass du ein großes Vorstellungsvermögen hast. Und ich bin mir sehr sicher dass du niemanden damit verärgern wolltest. Es klang für mich trotzdem ziemlich anmaßend, denn ich behaupte, dass sich nur Frauen da rein fühlen können die das schon erlebt haben.

Und ich würde mir wünschen, dass Frauen auch diejenigen sind, die das Thema vorrangig diskutieren. Da wäre es schön wenn Männer einen Schritt zurück machen und Betroffene zu Wort kommen lassen.

Ansonsten macht weiter so. Ich freue mich jede Woche auf die schöne Zusammenfassung der Lage. :slightly_smiling_face:

Viele Grüße
Friederike

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Was ist denn daran anmaßend, sich in Menschen hinein fühlen zu können? Das scheint mir doch ein Totschlagargument zu sein nach dem Motto: Jungs, haltet euch da raus.

Außerdem habe ich ja konkret begründet, worauf diese Kenntnis beruht: nämlich auf dem intensiven Austausch mit insgesamt drei Menschen, die mir sehr nahe standen und die die Situation selbst erlebt haben.

Ich finde es im Gegenteil anmaßend, einem anderen Menschen abzusprechen, eine bestimmte Gefühlslage einschätzen zu können, insbesondere wenn man diesen Menschen überhaupt nicht persönlich kennt.

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