Wie kam es dazu, dass im Finanzministerium an einer Ausweitung der Zuckersteuer auf Zero Getränke gearbeitet wurde?
Spiegel und Handelsblatt hatten über die Hintergründe (hinter der paywall) berichtet:
Zusammengefasst zur Chronologie:
Ein Fachkomission hat Grenzwerte und weitere inhaltliche Fragen zur Zuckersteuer ausgearbeitet und Empfehlungen verfasst. Oberstes Ziel war der Gesundheitsschutz. Die Einnahmen sollen den Krankenkassen zu gute kommen. Es soll zuckerhaltige Getränke ab einem bestimmten Grenzwert betreffen. Zero Getränke nicht. Dafür gebe es auch keine wissenschaftliche Basis.
An das Ministerium ging wohl nach verschiedenen Koalitionsausschüssen die Ansage, dass man noch irgendwie neue Einnahmen generieren muss. Dazu gab es, aus dem Ministerium, dann eine Liste von verschiedenen, teilweise kleinstvorschlägen. Dort stand dann auch eine Ausweitung der Zuckersteuer auf den allgemeinen Haushalt drauf. Genauso wie die Besteuerung von Vereinen. Was auch schon wieder abgeräumt wurde. Letzteres hätte wohl am Ende 45 Millionen Euro gebracht. Die Liste wurde innerhalb der Bundesregierung abgestimmt. Das war jeden bekannt.
Dann arbeitete das Ministerium und das Papier wurde geleakt. Klingbeil ruderte zurück… Der Rest ist Geschichte…
Ich finde es einfach nur peinlich für die Bundesregierung und insbesondere Klingbeil. Die Beamten sind zu Recht einfach nur noch verärgert wegen Klingbeil. Es ist nicht das erste Mal, dass er dann später zurück rudert.
Und an alle die, die meinen das wäre ja nur ein Arbeitspaket. Sowas geht später als Gesetzespaket an dan den Bundestag. Zusammen mit ganz vielen anderen Dingen. Es gibt keine gesonderte Abstimmung über die Zuckersteuer.