Ich habe noch ein Benziner der gut läuft. Mein Freund kann für wenig Geld reparieren. Wie sind die Erfahrungen mit Werkstatt kosten bei e Autos?
Gibt es kleine Betriebe inzwischen die günstig e Autos reparieren. Wie sind die durchschnittlichen Kosten für die jährlichen Inspektion. Welche kosten abgesehen von der Batterie fallen an für die Wartung.
Hallo Chris, wir haben schon mal eine Sendung dazu gemacht, hör da gerne nochmal rein, war in Folge 4 am 2. März. Da ging es um Kosten des Unterhalts Verbrenner vs E-Auto. Falls dann noch Fragen offen sind, gerne hier nochmal kommentieren. Dann schauen wir da nochmal drauf!
Das ist sehr abhängig vom Schaden oder der Wartung. Grundsätzlich sind Bodyworks und alles rund um die Karosserie/Innenraum exakt gleich über die Antriebsarten hinweg. Da sollte es keine Unterschiede geben. Klar variiert es wie auch schon immer zwischen den Marken, und Anbietern aber darüber hinaus nicht.
Beim E-Auto spezifisch gibt es grundsätzlich kaum/keine Teile, die in ähnlicher Frequenz gewartet werden müssen wie ein bei einem Verbrenner. Mal rein technisch betrachtet hat das E-Auto überhaupt keine in kurzen/mittleren Intervallen erforderliche Wartungen.
Was die Hersteller daraus machen, ist aber was anderes. VW Group will die Autos alle 2 Jahre sehen, XPeng jedes Jahr, Tesla gar nicht.
Ich persönlich kann mir nicht mehr vorstellen mit einem E-Auto ohne Anlass zum Service fahren zu müssen, nur dass da dann die Wischblätter, der Innenraumluftfilter und die Scheinwerfer geprüft werden, der Fehlerspeicher gelesen wird und ich 500€ zahlen muss.
Wenn es um größere Reparaturen wie einen Antriebswechsel oder Batteriewechsel geht, dann ist man ja schon im Komplexitätsbereich eines vollen Aggregatetauschs beim Verbrenner. Unterschied ist hier, dass Benzin ablassen und Umbau eben weniger gefährlich ist, als mit HV-Komponenten zu hantieren sein kann (wenn man nicht weiß was man tut). Hierzu sind Schulungen erforderlich, die Werkstätten mit in die Kosten einpreisen. Sonst ist ein Antriebs- oder Batteriewechsel bei Volldefekt aber mehr oder weniger Plug&Play. Reine Hardware-Arbeiten am Antrieb (z.B. Lagertausch nach 300.000km) sind aber auch nicht wirklich kompliziert, wenn man auch Zylinderkopfdichtungen tauschen kann. Ist halt anders und braucht anderes Werkzeug.
Ein Kollege von mir baut hobbymäßig Verbrenner zu E-Autos um, zuletzt einen japanischen Minibus. Geht alles, er weiß was er tut. Oder um es auf dich zu beziehen: Dein Kumpel kann sicherlich auch Wartungen an den E-Autos vornehmen, er sollte sich halt vorher entsprechend einlesen/schulen lassen, um sich nicht unnötig irgendwelchen Gefahren auszusetzen. Aber es spricht gar nichts dagegen das zu tun.
Zu Werkstätten und den dort offiziell aufgerufenen Kosten am besten den Podcast hören. Generell: Wenn jemand bei Reparaturen abseits vom HV System höhere Kosten (bereinigt um Schwankungen) aufruft als beim Verbrenner, ist das vermutlich nicht ganz sauber.