In einer kürzlich erschienene Studie der KAS zu Ängsten der Bürger in Deutschland finden sich unter anderem folgende Befunde:
Die größten Sorgen aktuell machen sich die Leute also innenpolitisch wegen Fremdenfeindlichkeit und einer Regierungsbeteiligung von Rechtsextremisten. Das angeblich so zentrale Thema Migration spielt demgegenüber eine klar nachgeordnete Rolle und zwar auch schon seit Jahren. Liest die Führung der Union, was ihre parteinahe Stiftung so ermittelt? Kann mir die anhaltende, mediale und politische Migrationshysterie immer weniger erklären.
Gibt auch noch andere interessante Befunde. Hier der Link zur Studie:
https://www.kas.de/de/monitor-wahl-und-sozialforschung/detail/-/content/sorgen-und-aengste-der-waehlerschaft-ergebnisse-aus-repraesentativen-umfragen
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Die folgenden Grafiken geben Aufschluss über die Ambivalenz der CDU/CSU-Wählenden:


Ein erheblicher Teil der Wähler:innenschaft der Unionsparteien ist xenophob.
Mike
3
Mal aus Sicht der jungen Menschen
Auch sind die Jugendlichen mehrheitlich nicht xenophob:
Massiv hochgegangen auf über 50 Prozent ist die Angst vor Ausländerfeindlichkeit und wachsender Feindseligkeit zwischen den Menschen. In der Mehrheit sorgen sich Jugendliche also nicht vor Migration, sondern davor, was Populismus und Polarisierung mit der Gesellschaft machen.
In Bezug auf die Ost-Wahlen hier am Anfang eine gute und detaillierte Auswertung der Wählerentscheidungen und je Partei.
Wahlanalyse, Abwrackprämie, Lindner-Depot | WIRTSCHAFTSBRIEFING 23.09.2024 | Mit Jens Brodersen (youtube.com)
Das mag sein, aber viel mehr fürchten den Aufstieg der Rechtsextremisten. In anderen Parteien sind die Befunde nich klarer. Trotzdem dominiert ein offenbar nicht nur faktisch, sondern auch gefühlt eher randständiges Thema den Diskurs und die Politik. Das ist für mich kontraintuitiv was ist da das Kalkül? Selbst wenn bspw. die Grünen irgendwann an der Grenze wahllos auf Menschen schießen lassen, wird doch kein AfD Wähler beim nächsten Mal demokratisch wählen…
Flo3
7
Das ist kein randständiges Thema. Das sagt auch diese KAS Studie nicht.
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So war das meinerseits nicht gemeint, aber man konnte es so verstehen. Danke für die Korrektur.
Im Screenshot, den du gepostet hast, ist ja von den Ambivalenten, die sowohl Rechtsextremismus als auch Migration fürchten, die Rede.
Wenn ich mich recht entsinne, war aber bei vergangenen Wahlen im Bund der Aderlass zur AfD nach den Nichtwählenden bei der Union am größten. Merz & Co. fischen wohl auch deshalb in diesen trüben Gewässern.
Nicht dass es da eine Rückkehr gäbe, solange die AfD nicht verboten ist, aber die Union spekuliert wohl auch darauf, zumindest aber darauf, die unionstreuen Xenophoben zu halten, also jene, die sonst zur AfD abwandern könnten.
Schließlich ist die CDU/CSU bei sozialen und Fortschrittsthemen blank.
Apropos soziale Politik, @longfellow hat da ja noch den Podcast verlinkt, in dem selbst Maurice Hoefgen nicht umhinkommt, festzustellen, dass sich die AfD-Wählenden in Brandenburg nicht für Sozialpolitik interessiert haben.
@Flo3
In deinem zweiten Screenshot ist noch mal nachzulesen, dass das Verhältnis 36 zu 63 Prozent ist:
Somit liegt die Angst vor Fremdenfeindlichkeit deutlich höher als die Sorge vor Zuwanderung.
Knapp zwei Drittel versus ein gutes Drittel.
Xenophobie ist hierzulande, wenn man diese Zahlen ernst nimmt, ein Minderheitenthema.
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