Teil 2/2
Na ja, ja ich glaube auch das jeder seines eigenen Glückes Schmied ist aber die einen bekommen mit der Geburt und ihrem Leben eine Schmiede, Materialien, Anleitungen usw. zum Schmieden zur Verfügung gestellt, die anderen müssten sich erst mal eine Schmiede bauen, die Materialien beschaffen, welche sie sich teilweise nicht leisten können, und sich selbst beibringen wie man mit den Werkzeug umgeht, da Sie keine Anleitung erhalten. Es ist ziemlich absehbar welche Gruppe am Ende mit schönen „selbst erstellten“ Kronen da steht. Mit vielen Vorteilen gegenüber anderen das Rennen zu machen ist nicht wirklich die große Kunst. Dennoch stellen sich viele hin und sagen „was ich erreicht habe war mein Verdienst und die anderen hätten sich halt mehr anstrengen müssen“.
Was Sie hier machen ist von persönlichen Erfahrungen mit einzelnen Personen und kleinen Gruppen die Eigenschaften ganzer Nationalitäten abzuleiten.
Sie haben ja nicht den „durchschnitts Chinesen“ kennen gelernt sondern Chinesen, welche überhaupt ihr Land verlassen konnten, dies setzt bereits voraus dass diese Personen entweder entsprechende Positionen innehatten oder das notwendige Kleingelt. Dies trift aber auf den Löwenanteil der Chinesen grade nicht zu. Was Sie also erlebt haben war grade keine Gruppe welche repräsentativ gewesen ist für Chinesen.
Wenn ich meine persönliche Erfahrung mit Männern aus dem Arabischen Raum heranziehen würde und daraus ableite wie arabische Männer sind, würde ich auf den Schluss kommen das Arabische Männer entweder Ingenieure, Mediziner oder Restaurantbetreiber sind. Ich denke hier fällt jedem auf das meine persönliche Erfahrung nicht heranzuziehen ist als Aussage darüber „wie Araber“ sind.
Richtig. Es könnte aber daran liegen das Schwarze weniger Zugang zu Bildung haben, weniger Zugang zu Arbeitsplätzen, weniger Zugang zu Wohnungen in „besseren“ Wohngebieten, weniger Zugang zu Geld. Das wiederum wird dazu führen das junge Schwarze Menschen sehr häufig weniger Optionen haben ihre Zukunft zu gestallten. Wenn ein junger Mensch die Wahl hat (wenn er denn überhaupt die Wahl hat) zwischen einen schlechten Job auf Mindestlohnbasis, was kaum ausreicht um die Miete und Essen zu bezahlen und wo für z.B. eine Krankenversicherung kein Geld mehr da ist oder einer Karriere als Krimineller, ist es nicht mehr verwunderlich wenn einige die „Entscheidung“ treffen kriminell zu werden. Wenn wiederum ein anderer junger Mensch die Wahl hat zwischen „ich gehe aufs Collage, bekomme eine anständige Ausbildung und habe danach gute Chancen einen gut bezahlten anständigen Job zu bekommen“ oder einer Karriere als Krimineller, habe ich so eine Ahnung wofür der zweite Junge Mensch sich wohl entscheiden wird.
Im Verlauf ihres Lebens ist die Wahrscheinlichkeit für ersteren sicherlich erheblich höher in eine Situation zu kommen in welcher Gewalt eine Rolle spielen wird (wer im Brennpunkt wohnt wird mit Gewalt konfrontiert werden, welche den anderen in der schönen Vorstadt nie begegnen wird), also auch mehr Potenzial selber ein Gewalttäter zu werden.
Der Polizei Geld zu entziehen und dies an anderer Stelle einzusetzen (z.B. um mehr benachteiligten jungen Menschen eine bessere Ausbildung zu geben), kann dazu führen dass es weniger Kriminalität überhaupt gibt.
Ich finde es absolut richtig Gesellschaftlich das Ziel anzustreben die Polizei überflüssig zu machen, bzw. einen großen Teil der Polizei überflüssig zu machen. Damit will ich überhaupt nicht schlechtes über Polizisten sagen aber es wäre doch schöner wenn wir sie gar nicht bräuchten.
Und es gibt Bereiche in denen das Gesellschaftliche „Werkzeug“ Polizei einfach nicht die erwünschten Ergebnisse erzeugen kann und wo die finanziellen Mitteln welche bereit gestellt werden an anderer Stelle zu mehr Erfolg führen würden.
Z.B. beim Thema Bekämpfung von Drogenmissbrauch führt das durch die Polizei durchzusetzende Verbot nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Ziel ist es ja „die Bevölkerung vor negativen Wirkungen der verbotenen Substanzen zu schützen“ (Wikipedia), das dieses Ziel mit dem „Werkzeug Polizei“ seit ca. 60 Jahren nicht erreicht wird ist eine Tatsache. Es gibt viele Menschen welche Drogenabhängig sind, noch nie waren Drogen so einfach und günstig zu erhalten wie heute und selbst wenn die Polizei einen „riesen Erfolg“ hat und z.B. eine Tonne Cannabis beschlagnahmt (wofür sehr, sehr viele Ressourcen eingesetzt wurden) führt dies nicht einmal dazu dass das Angebot kurzfristig aussetzt geschweigenden dass die Preise steigen würden. Die Polizei ist ein Hammer mit welchem man versucht an Stellschrauben zu drehen und grade konservativeren Leuten und Politikern fällt nichts besseres ein als laut zu rufen „wir brauchen dann halt einen größeren Hammer“. Die hier nicht zum Erfolg führenden eingesetzten finanziellen Ressourcen könnten an anderer Stelle sicherlich zu mehr Erfolg führen. Man muss an der Schraube der Nachfrage drehen, das Angebot zu verhindern oder auch nur einzuschränken hat die letzten 60 Jahre nicht funktioniert aber es hat zu sehr vielen Kollateralschäden geführt. Z.B. Menschen welche sich mit Streckmitteln vergiftet haben, Menschen die sich beim Verkäufer nicht über das Produkt informieren können, sehr viel Geld das für Strafverfolgung von Süchtigen (und damit von Kranken) ausgegeben wird und viele weitere negative Auswirkungen der Prohibition. Es wird zwar gern betont das man mit der Polizei ja hauptsächlich nicht gegen die Konsumenten sondern gegen die kriminellen Dealer vorgehen will aber die Zahlen sprechen da eine ganz andere Sprache. Wenn ich ein reicher Drogendealer wäre würde ich der CDU Spenden zukommen lassen, da sich diese für den Erhalt des Fundamentes einsetzt, welches mein Geschäftsmodell überhaupt ermöglicht (#ichwähledieCDUdenichbinKartellboss ;-)).
Ein Geschäftsmodell mit dem man keine Steuern zahlt, keine Hygiene- oder Produktanforderungen erfüllen muss, keine geregelten Arbeitsplätze schafft und für seine Mitarbeiter auch keine Verantwortung übernehmen muss (Betriebsräte oder Arbeitsschutzvorschriften gibt es hier natürlich auch nicht). Hier finde ich Ansätze davon die Polizei in diesem Bereich zu entlasten bzw. abzuschaffen absolut sinnvoll und legitim.
Sehr niedrig würde ich wetten, und genau darum muss an der Stelle angesetzt werden dass die Leute die Finger von der Spritze lassen. Mit der Polizei hat es in den letzten Jahrzehnten nicht funktioniert.
Man schafft es noch nicht einmal ein Gefängnis Drogenfrei zu halten, wie soll es dann in der freien Welt funktionieren?
Ob wir (fühle mich auch angesprochen) es überbetonen ist Ihre Meinung (ist ja auch ok), dass kann man aber auch anders sehen. Und ja es mag auch ein von einem Egoismus getriebenes Verhalten sein, na und? Wenn jedes Handeln sich auf einen Egoismus zurückführen lasst ist es doch nicht entscheidend ob ein bestimmtes Handeln auch auf einen Egoismus zurückgeführt werden kann. Wenn ich jemanden einen Verband anlege hilft dies, ob ich das nun tue damit derjenige aufhört meinen Teppich voll zu bluten ändert nicht daran dass es hilft (beiden Parteien).
Wenn ich will, dass meine Kinder in einer Welt leben in der die Chancen dass diese mit Gewalt und Elend konfrontiert werden kleiner ist als heutzutage, mag dies egoistisch sein (weil auch ich darunter leiden würde). Wenn ich erkenne dass die Chancen für diese, mehr von Gewalt und Elend befreite Welt, steigen in den man bestehende Strukturen der Unterdrückung und Benachteiligung aufbricht dann mag dies auch Egoistisch sein aber dennoch wäre es doch erstrebenswert oder nicht?
Ne der Untergang steht in keinem Fall voraus (immer gleich diese Horrorszenarien
). Chancengleichheit beißt sich auch nicht mit Leistungsfähigkeit. Umgekehrt wird doch ein Schuh daraus! Die Fainess welche heute fehlt führt ja grade dazu dass oft nicht der bessere eine Chance (Beförderung, Ausbildungsplatz usw.) erhält sondern der „deutschere“, der männlichere, der mit der helleren Haut oder der aus der gebildeteren Familie. Genau darum geht es ja, der Leistungsfähigere soll ruhig zielgereichtet gefördert werden, wenn aber gesellschaftliche Filter die „besseren“ aussortieren werden uns die besten oft gar nicht ihrem Potential entsprechend zur Verfügung stehen.
Das mit dem kurzfassen gelingt noch nicht, nochmal sorry 